Matthias Peiper

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Matthias Peiper (* 12. Februar 1964 in Köln) ist ein deutscher Chirurg.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Sohn von Hans-Jürgen Peiper und Mense von Breitenbuch[1] studierte Peiper ab 1985 Medizin an der Georg-August-Universität Göttingen, wo er 1985 im Corps Curonia Goettingensis aktiv wurde.[2] Als Inaktiver wechselte er 1988 an die Universität Innsbruck. Nach einem Studienaufenthalt an der University of Wisconsin–Madison kehrte er nach Göttingen zurück. Das Praktische Jahr durchlief er im Massachusetts General Hospital und im Städtischen Klinikum Lüneburg.[3] Als Wissenschaftler publizierte er bisher mehr als 110 Originalarbeiten und hielt mehr als 200 Vorträge, zudem diverse Buchpublikationen und -beiträge.[4]

1992 approbiert und zum Dr. med. promoviert, ging er als Arzt im Praktikum zu Christoph Broelsch im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf.[5] Als wissenschaftlicher Mitarbeiter wurde er mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft von 1994 bis 1996 an das Brigham and Women’s Hospital der Harvard Medical School in Boston, USA, beurlaubt. Wieder in Hamburg, arbeitete er sieben Jahre bei Broelsch, Jakob Izbicki und Xavier Rogiers. Nachdem er sich 2002 für Chirurgie habilitiert hatte, erhielt er 2003 die Venia legendi.[6] Im selben Jahr ging er als Leitender Oberarzt und später Stellvertretender Klinikdirektor zu Wolfram Trudo Knoefel an das Universitätsklinikum Düsseldorf. Die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf ernannte ihn 2008 zum außerplanmäßigen Professor. Zum 1. Dezember 2010 wurde er Leitender Arzt der Kliniken Essen-Süd.[3] Nach der Übernahme der Klinik durch das Universitätsklinikum Essen am 1. Juli 2013[7] wurde er Direktor der Klinik für Allgemein-, Viszeral-, Gefäß- und Unfallchirurgie am selben Standort unter dem neuen Namen des Krankenhauses St. Josef Krankenhaus Essen-Werden. Seit dem 1. November 2016 ist Peiper Direktor der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie des St. Marien Krankenhauses Ratingen.[8] Seit 1995 ist Peiper Ehrenritter des Johanniter-Ordens.

Peiper ist verheiratet mit der WDR-Fernsehjournalistin Alexandra Peiper und hat zwei Söhne.

Bundeswehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Peiper war von 1983 bis 1985 als Zeitsoldat und Reserveoffizieranwärter bei der Operativen Information in Clausthal-Zellerfeld. 1986 wurde er Leutnant der Reserve. Nach dem Studium wechselte er zum Sanitätsdienst Heer, wo er zahlreiche Wehrübungen leistete. Seit 2009 gehört er zum Kreis der Beratenden Sanitätsoffiziere (für Chirurgie). Er wurde am 22. März 2013 zum Oberstarzt d. R. befördert und durch den Verteidigungsminister Thomas de Maizière am 5. April 2013 in den Wehrmedizinischen Beirat berufen.

Siehe auch: Beratender Chirurg

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herausgeberschaften und Ehrenämter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Genealogisches Handbuch des Adels, Adelige Häuser A Band XXV, Seite 124, Band 117 der Gesamtreihe, C. A. Starke Verlag, Limburg (Lahn) 1998, ISSN 0435-2408
  2. Kösener Corpslisten 1996, 29, 104
  3. a b Kliniken Essen-Süd
  4. Publikationen von Matthias Peiper auf Pubmed
  5. Der Einfluss der Immunoneutralisation von Neurotensin auf die exokrine Pankreassekretion. Dissertation
  6. Untersuchungen zur Antigenerkennung durch zytotoxische T-Lymphozyten beim Adenokarzinom des Pankreas. Experimentelle Untersuchungen zur Aktivierung von Lymphozyten zur Immuntherapie, der Identifizierung eines tumor-assoziierten Antigens sowie zur Peptidstimulation von Lymphozyten beim Pankreaskarzinom. Habilitationsschrift
  7. Essener Uniklinik kauft Werdener Krankenhaus. Abgerufen am 28. Mai 2015.
  8. Ratingen: Klinik besetzt zwei Chefarztposten neu. In: www.rp-online.de. Abgerufen am 5. November 2016.