Matthias Tretzscher

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Matthias Tretzscher (* 23. Märzjul./ 2. April 1626greg. in Lichtenstadt, Böhmen; † 9. Apriljul./ 19. April 1686greg. in Kulmbach) war ein deutsch-böhmischer Orgelbauer.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem frühen Tod seines Vaters Paul Tretscher, der bis 1633 in Lichtenstadt als Verwaltungsbeamter und Organist tätig war, besuchte er in seiner Heimatstadt die Elementarschule. 1636 heiratete seine Mutter den ebenfalls verwitweten Bürgermeister und Orgelbauer Jacob Schedlich aus dem benachbarten St. Joachimsthal. Er erlernte das Orgelspiel und vertiefte seine Fähigkeiten 1643–1644 bei David Schedlich, dem Bruder seines Stiefvaters, in Nürnberg. Sein Stiefvater bildete ihn ab Oktober 1644 zum Orgelbauer aus. 1651 exultierte er wegen seines evangelischen Glaubens und nahm die hauptamtliche Organistenstelle in Marienberg an. Trezscher erhielt 1653 den Auftrag zum Bau der Orgel Stadtkirche in Bayreuth. 1654 wurde er Bürger in Kulmbach und Hoforgelbauer des Markgrafen Christian von Brandenburg-Bayreuth, 1674 auch Ratsherr in Kulmbach und 1684 Gotteshausvorsteher.

Tretzscher gilt als führender Orgelbauer des 17. Jahrhunderts in Franken.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Jahrbuch für fränkische Landesforschung, Degener, 1975, S. 326