Matthias Wüllenweber

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Matthias Wüllenweber (2010)
Matthias Wüllenweber (links) mit dem Schachprogramm Junior 6 beim Spiel gegen Robert Hübner bei den Dortmunder Schachtagen (2000)[1]

Matthias Wüllenweber (* 1961)[2] ist ein deutscher Physiker, Unternehmer, Journalist und Softwareentwickler.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er besuchte von 1966 bis 1970 die Herseler-Werth-Schule in Bornheim und danach das Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Wesseling, wo er 1980 das Abitur machte. Danach studierte er Theoretische Physik in Bonn, Edinburgh und Bremen.

Von ihm stammt die Idee zu ChessBase, einem Datenbankprogramm für Schach, die er auch selbst mithilfe eines Atari-Heimcomputers umsetzte und am 19. Mai 1986 dem damaligen Schachweltmeister Garri Kasparow vorstellte.[3] Dieser „war offensichtlich fasziniert“ von den revolutionären Möglichkeiten, die ihm diese neue Software bot.[4]

Zur Vermarktung von ChessBase gründete Matthias Wüllenweber im Jahr 1987 zusammen mit dem Wissenschaftsjournalisten Frederic Friedel das gleichnamige Unternehmen in Hamburg. Darüber hinaus ist er ist einer der Väter des Schachprogramms Fritz. So war er zusammen mit Mathias Feist für die Oberfläche von Fritz 6 verantwortlich, während die Schach-Engine von Frans Morsch stammt.[5]

Ferner ist er der Entwickler der Musik-Software Ludwig.[6]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1989 erhielt er für ChessBase mit dem Medienpreis des Deutschen Schachbundes die höchste Auszeichnung, die der Deutsche Schachbund vergibt.

Veröffentlichungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • ChessBase für Einsteiger – Folge 1. Computerschach & Spiele (CSS), Nr. 3, 1990, S. 22–24
  • ChessBase für Einsteiger – Folge 2. CSS, Nr. 4, 1990, S. 17–19
  • ChessBase für Einsteiger – Folge 3. CSS, Nr. 5, 1990, S. 21–24
  • Von Grund auf neu entwickelt. CSS, Nr. 4, 1994, S. 43–47
  • Der Gipfelstürmer. CSS, Nr. 2, 1997, S. 17–21

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Matthias Wüllenweber – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dortmunder Chess Meeting 2000 auf TeleSchach
  2. Otto Borik: Meyers Schachlexikon. (Schachwissen für jedermann). Meyers Lexikonverlag, Mannheim 1993, S. 345, ISBN 3-411-08811-7.
  3. 25 Jahre ChessBase Artikel vom 19. Mai 2011, abgerufen am 25. Oktober 2017
  4. Der Gründer programmiert selbst Artikel in taz.de vom 19. Mai 2011, abgerufen am 26. Oktober 2017
  5. Computerschach & Spiele (CSS), Nr. 5, 1999, S. 14
  6. „Ludwig ist eine dienende Software im besten Sinne“ Interview mit Matthias Wüllenweber im Schachmagazin KARL, online, abgerufen am 26. Oktober 2017