Matthias Weckmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Matthias Weckmann (* Vor dem 10. Januar 1619 in Niederdorla; † 24. Februar 1674 in  Hamburg) war ein deutscher Organist und Komponist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matthias Weckmann wurde vor dem 10. Januar 1619 als Sohn des Jacobus Weckmann in Niederdorla geboren. (Laut Communicanten-Verzeichnis von 1619 war Jacobus W. hier  Custos, seine Frau hieß Maria. Am 26. Juni 1623 wird er in Taufakten als Ludimoderator bezeichnet, auch bei der Taufe seines Sohnes Jacobus (15. Februar 1631) trägt er noch diese Berufsbezeichnung. Am 22. September 1628 schlägt man ihn zum Organisten vor, ab dem 2. November 1628 wirkt er gleichzeitig in Oppershausen auch als Pfarrer. Im selben Jahr, am 17. November 1631, stirbt er).

Wie er noch ein Knabe wahr, merckte man an ihm in seiner Jugend, er Inclination zu der Music hette. Sein Vater bringt Matthias (1630 ?) persönlich nach Dresden, hier wird er Kapellknabe unter der Obhut von C. Kittel. Der Italiener Giovanni Gabrieli unterrichtet ihn im Gesang, Johann Klemm an der Orgel, den Kompositionsunterricht erteilt Heinrich Schütz. Zwischen beiden entsteht ein gutes Verhältnis, Matthias bezeichnete den Kapellmeister später als väterlichen Freundt.

Ab dem 6. Februar 1631 nimmt W. bereits als Discantist der Sächsischen Hofkapelle am Leipziger Convent teil, schon ein Jahr später ist er laut einer Aufstellung der Instrumentisten am Dresdner Hof Organist (eingeordnet nach dem Ersten Organisten Johann Klemm). 1633 bringt Schütz Mathes Weckmannen unsern Musicum und Organisten (...) in Persohn nach Hamburg, um ihn vom Sweelinck-Schüler Jacob Praetorius (jun.) an der St. Petri Kirche im Orgelspiel und der Komposition ausbilden zu lassen. Hier lernt er auch den Organisten der St. Katharinen Kirche Heinrich Scheidemann kennen.

1637 kehrt Weckmann aus Hamburg nach Dresden zurück, ab September 1639 ist er Organist des Sächsischen Kurprinzen. Am 14. September 1641 wird Matthes Weckmann in Dresden zum Herzöglichen Hoforganisten in Dienst und Bestallung genommen, ab 15. Juli 1642 ist er auch als Betreuer und Ausbilder für Discantisten zuständig. Nachdem er bereits 1637 im Auftrag Schütz' erstmals für kurze Zeit an den Königlich-Dänischen Hof in Kopenhagen gereist war, begleitet er diesen und andere Mitglieder der Kurprinzlich-Sächsischen Kapelle 1643 auf einer neuerlichen Reise nach Dänemark. Hier wird er vom Kronprinzen Christian, dem Schwiegersohn des Sächsischen Kurfürsten, zum Kapellmeister (Organist, Komponist) am Hof in Nykøbing berufen. Der Prinz starb 1647 und Weckmann kehrte in seine Anstellung als Hoforganist nach Dresden zurück, im Sommer 1647 hält er sich zwischenzeitlich in Hamburg auf. Am 31. Juli 1648 heiratet W. in Lübeck Regina, geb. Beute, die Tochter eines Ratsmusikers (Lautenist), wobei der an der Lübecker St. Marien Kirche tätige Franz Tunder als Trauzeuge in Erscheinung tritt.

Im Winter 1649/1650 besuchte Johann Jacob Froberger den Dresdner Hof. Beide Musiker traten in einem musikalischen Wettstreit auf, der eigentlich unentschieden ausging, bei dem aber Froberger als Gast bevorzugt der Preis zuerkannt wurde. Aus dieser Begegnung entwickelte sich ein reger Briefwechsel und musikalischer Austausch. 1649 wird Matthias W. zum Inspector der Hofkapelle befördert; wie eine in den Dresdner Akten befindliche Aufstellung zeigt, erhielt er 1655 als Cammer und Hoff=Organiste ein Jahresgehalt von 300 Talern.

Nach einem überzeugenden Probespiel übernahm Weckmann in Hamburg vom 27. November 1655 (Bestallung) bis 1667 an der St. Jacobi Kirche die Stellung des Organisten und Kastenschreibers, nebenamtlich auch an der St. Gertrud Kirche. Um 1660 gründete er in Hamburg mit führenden Musikern der Stadt und mit Unterstützung einflussreicher Bürger das Hamburger Collegium musicum.

Er könnte in dieser Stadt mit dem seit Scheidemanns Tod 1663 an der St. Katharinen Kirche tätigen Johann Adam Reincken zusammengetroffen sein. Ob er Tunders Schwiegersohn Dietrich Buxtehude kennenlernte, ist nicht bekannt, aber möglich. Befreundet war er mit den Organisten Jakob Kortkamp (seinem ehemaligen Studienfreund bei Jacob Praetorius) und Johann Olffen (? – 1670), dem Nachfolger Jacob Praetorius' an der St. Petri Kirche in Hamburg.

Weckmanns erste Frau Regina starb 1665, am 20. Februar 1669 heiratete er Catharine, geb. Roland. Während aus der ersten Ehe acht Kinder hervorgingen, hatten Weckmann und seine zweite Frau drei gemeinsame Kinder. Aus der Schar der Kinder wurde der Sohn Jacob Weckmann aus erster Ehe ebenfalls Musiker, er war von 1672 bis zu seinem Tod 1680 Thomasorganist in Leipzig.

Zu Weckmanns Schülern zählen

  • Johann Samuel Schein (1619 –1679 oder später). Der Sohn des Leipziger Thomaskantors Johann Hermann Schein studierte 1637/38 – 1641/42 in Dresden bei Weckmann (?)
  • Johan Kortkamp (um 1643 – 1721) war vor oder bis 1664 sechs Jahre lang bei Weckmann in der Organistenausbildung. Für die Weckmann-Forschung sind seine detaillierten und durchweg zuverlässigen biographischen Angaben über seinen Lehrer von großem Wert.

Da keine Belege für Buxtehudes Ausbildung in der Zeit zwischen 1655 und 1657 bekannt sind, kann neben Tunder und Scheidemann auch Weckmann als einer der möglichen Lehrer gelten.[1]

Am 24. Februar 1674 starb Matthias Weckmann in Hamburg und wurde am 1. März 1674 in einem Familiengrab der St. Jacobi Kirche unterhalb der Orgel beigesetzt. Sein Nachfolger Hinrich Freese († 1720) heiratete seine zweite Frau und übernahm somit seine Musikalien, wovon ein Teil später vom Lüneburger Johannis-Organisten Georg Böhm erworben wurde. Deshalb findet sich ein großer Teil der bis heute überlieferten Werke Weckmanns in der Ratsbücherei Lüneburg. 

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erhaltenen Werke lassen Weckmann als einen überaus phantasievollen und ausdrucksstarken Komponisten erscheinen.

Ungesicherte Zuschreibungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Magnificat-Fantasie im 8. Ton aus der „Zellerfelder Tabulatur“, Ze 1.[3]

Verschollene Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mindestens 17 geistliche Konzerte[4]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Mattheson: Grundlage einer Ehren-Pforte. Hrsg.: Max Schneider. L. Liepmannssohn, Berlin 1910 (Originaltitel: Grundlage einer Ehren=Pforte, woran der Tüchtigsten Capellmeister, Componisten, Musikgelehrten, Tonkünstler etc. Leben, Wercke, Verdienste etc. erscheinen sollen. Hamburg 1740.).
  • Angul Hammerich: Musiken ved Christian den Fjerdes Hof. Et bidrag til dansk musikhistorie. W. Hansen, Kjøbenhavn [Kopenhagen] 1892, S. 180 f., 185 (Dissertation).
  • Max SeiffertWeckmann, Matthias. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 41, Duncker & Humblot, Leipzig 1896, S. 379–386.
  • Max Seiffert: Matthias Weckmann und das Collegium musicum in Hamburg. Ein Beitrag zur deutschen Musikgeschichte des 17. Jahrhunderts. In: Sammelbände der Internationalen Musikgesellschaft. Band 2, Nr. 1, 1900, S. 76–132.
  • Max Seiffert: Die Chorbibliotek der St. Michaelis-Schule in Lüneburg zu Seb. Bach's Zeit. In: Sammelbände der Internationalen Musikgesellschaft. Band 9, 1908, S. 593–621.
  • Angul Hammerich: [Notizen]. In: Sammelbände der Internationalen Musikgesellschaft. Band 2, 1901, S. 331 (Korrektur zu Seiffert 1900 bez. Weckmans Dänemark-Aufenthalt).
  • Arno Werner: [Kleine Mitteilungen]. In: Sammelbände der Internationalen Musikgesellschaft. Band 9, Nr. 4, 1908, S. 634.
  • Liselotte Krüger: Die hamburgische Musikorganisation im XVII. Jahrhundert (= Sammlung musikwissenschaftlicher Abhandlungen. Band 12). Heitz & Co., Strassburg 1933.
  • Liselotte Krüger: Johann Kortkamps Organistenchronik. Eine Quelle zur hamburgischen Musikgeschichte des 17. Jahrhunderts. In: Zeitschrift des Vereins für hamburgische Geschichte. Band 33, 1933, S. 188–214.
  • Ernst Hermann Meyer: Die mehrstimmige Spielmusik des 17. Jahrhunderts in Nord- und Mitteleuropa. Mit einem Verzeichnis der deutschen Kammer- und Orchestermusikwerke des 17. Jahrhunderts (= Heidelberger Studien zur Musikwissenschaft. Band 2). Bärenreiter, Kassel 1934.
  • Gerhard Ilgner: Matthias Weckmann, ca. 1619–1674. Sein Leben und seine Werke (= Kieler Beiträge zur Musikwissenschaft. Band 6). Georg Kallmeyer, Wolfenbüttel 1939.
  • Svend-Ove Møller: Matthias Weckmann og det prinselige Kapel paa Nykøbing Slot. In: Lolland-Falsters Historiske Samfunds Årbøg. Band 29, 1941, S. 140–145.
  • Friedhelm Krummacher: Zur Quellenlage von Matthias Weckmanns geistlichen Vokalwerken, in: Friedrich Bartsch und Werner Rautenberg (Hrsg.): Gemeinde Gottes in dieser Welt. Festgabe für Friedrich-Wilhelm Krummacher zum sechzigsten Geburtstag. Evangelische Verlagsanstalt, Berlin 1961, S. 188–218.
  • Bärbel Roth: Zur Echtheitsfrage der Matthias Weckmann zugeschriebenen Klavierwerke ohne Cantus firmus. In: Acta musicologica. Band 36, 1964, S. 31–36.
  • Willi Apel: Geschichte der Orgel- und Claviermusik bis 1700. Bärenreiter, Kassel 1967.
  • Werner Breig: Die Lübbenauer Tabulaturen Lynar A1 und A2. In: Archiv für Musikwissenschaft. Band 25, 1968, S. 96–117, 223–36.
  • Martin Geck: Weckmann. In: Friedrich Blume (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart (MGG). Erste Ausgabe, Band 14 (Vollerthun – Zyganow). Bärenreiter/Metzler, Kassel u. a. 1968, DNB 550439609, Sp. 354–359.
  • Harald Schieckel: Musikerhandschriften des 16.–18. Jahrhunderts in einer neu erworbener Stammbuch-Sammlung des Niedersächsischen Staatsarchives in Oldenburg. In: Genealogie. Band 16, 1983, S. 593–608, 645–649.
  • Niels Krabbe: Treæck alf musiklivet i Danmark paå Christian IVs tid. In: Anne Ørbæk-Jensen und Ole Kongsted (Hrsg.): Engstrøm & Sødrings musikbibliotek. Band 4. Engstrøm & Sødring, København 1988, S. (S. 133).
  • Anne Ørbæk-Jensen und Ole Kongsted (Hrsg.): Heinrich Schütz und die Musik in Dänemark zur Zeit Christians IV. Bericht über die wissenschaftliche Konferenz in Kopenhagen 10.-14. November 1985. Engstrøm & Sødring, Kopenhagen 1989. [Darin enthalten:]
    • Alexander Silbiger: The Autographs of Matthias Weckmann. A Re-evaluation. S. 117–144.
    • Friedhelm Krummacher: Spätwerk und Moderne. Über Schütz und seine Schüler. S. 155–175.
  • Christine Defant: Instrumentale Sonderformen in Norddeutschland. Eine Studie zu den Auswirkungen eines Theologenstreites auf Werke der Organisten Weckmann, Reincken und Buxtehude (= Europäische Hochschulschriften. Reihe XXXVI. Musikwissenschaft. Band 41). Peter Lang, Frankfurt am Main und New York 1990, ISBN 978-3-631-41862-8.
  • Friedrich Wilhelm Riedel: Quellenkundliche Beiträge zur Geschichte der Musik für Tasteninstrumente in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts (vornehmlich in Deutschland) (= Musikwissenschaftliche Schriften. Band 22). 2. Auflage. Musikverlag Emil Katzbichler, München 1990, ISBN 978-3-87397-121-9.
  • Siegbert Rampe: Matthias Weckmann und Johann Jacob Froberger. Neuerkenntnisse zu Biographie und Werk beider Organisten. In: Musik und Kirche. 61, Nr. 6, 1991, S. 325–332.
  • Pieter van Dijk und Peter Westerbrink: Matthias Weckmann and the use of the organ in the Jacobikirche in Hamburg in the seventeenth century. Boeijenga, Sneek (Ndl.) 1991.
  • Hans Davidsson: Matthias Weckmann. The interpretation of his organ music. Vol. 1. A study of performance practice. Biography and social aspects, manuscripts, aspects of interpretation, analysis (= Skrifter från Musikvetenskapliga institutionen, [Universität] Göteborg). Gehrmans musikförlag, Stockholm 1991, ISBN 978-91-7748-025-9.
  • Joshua Rifkin: Weckmann – Kopenhagen. Zur Frage der zweiten Dänemarkreise. In: Frank Heidlberger, Wolfgang Osthoff und Reinhard Wiesend (Hrsg.): Von Isaac bis Bach. Studien zur älteren deutschen Musikgeschichte. Festschrift Martin Just zum 60. Geburtstag. Bärenreiter, Kassel 1991, S. 180–88.
  • Sverker Jullander (Hrsg.): Proceedings of the Weckmann Symposium Göteborg 1991. Göteborgs Universitet, Göteborg 1993. [Darin enthalten:]
    • Ibo Ortgies: Neue Erkenntnisse zur Biographie Matthias Weckmans: Biographische Skizze und Zeittafel. S. 1–24.
    • Hans Davidsson: Misera et fames per annum 1663. Aspects of "Zion spricht: der Herr hat mich verlassen" and other vocal works of Matthias Weckmann.
    • Arnfried Edler: Matthias Weckmann. Organist und Organisator des Hamburger Musiklebens.
    • Alexander Silbiger: Monteverdi, Schütz and Weckmann. The Weight of Tradition.
    • Curtis Lasell: Italian Cantatas in Lüneburg and Matthias Weckmann's Musical Nachlaß.
    • Hans van Nieuwkoop: Anthoni van Noordt and Matthias Weckmann. Two Contemporaries.
  • Geoffrey Webber: North German church music in the age of Buxtehude (= Oxford monographs on music. Band 22). Clarendon Press und Oxford University Press, 1993, ISBN 0-19-816212-X, ISSN 0174-2345.
  • Ibo Ortgies: Matthias Weckman (1616–1674) und seine Autographe, in: Concerto, Nr. 88, 1993, S. 30–31.
  • Ibo Ortgies: Die Wolfenbütteler Handschrift 'Der 128 Psalm a. 5. H. J. Br.' Ein Autograph Matthias Weckmans?, in: Concerto, Nr. 89, (Dez.) 1993/ (Jan.) 1994, S. 22–31.
  • Sverker Jullander und Hans Davidsson (Hrsg.): Proceedings of the Göteborg International Organ Academy 1994. Göteborgs Universitet, Göteborg 1995. [Darin enthalten:]
    • Rüdiger Wilhelm: Die kürzlich wiederentdeckten Orgeltabulaturen in der Herzog-August-Bibliothek in Wolfenbüttel. S. 131–148.
    • Ibo Ortgies: Ze 1. An Autograph by Matthias Weckmann? S. 155–172.
  • Konrad Küster: Weckmann und Mölich als Schütz-Schüler. In: Werner Breig (Hrsg.): Schütz-Jahrbuch. Band 17, 1995, ISBN 978-3-7618-1225-9, S. 39–61.
  • Siegbert Rampe: Das "Hintze-Manuskript". Ein Dokument zu Biographie und Werk von Matthias Weckmann und Johann Jacob Froberger. In: Werner Breig (Hrsg.): Schütz-Jahrbuch. Band 19, 1997, ISBN 978-3-7618-1397-3, S. 71–111.
  • Thomas Röder: Weckmann, Matthias. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon (BBKL). Band 13, Bautz, Herzberg 1998, ISBN 3-88309-072-7, Sp. 577–579.
  • Heiko Maus: "Freue dich des Weibes deiner Jugend". Eine unbekannte Hochzeitsmusik von Matthias Weckman, in: Beiträge zur Musikgeschichte Hamburgs vom Mittelalter bis in die Neuzeit, hrsg. v. Hans Joachim Marx. Peter Lang, Frankfurt a.M. 2001, S. 111–130. (=Hamburger Jahrbuch für Musikwissenschaft 18.)
  • Konrad Küster: Leipzig und die norddeutsche Orgelkultur des 17. Jahrhunderts. Zu Werner Fabricius, Jacob Weckmann und ihrem Umkreis. In: Wilhelm Seidel (Hrsg.): Ständige Konferenz Mitteldeutsche Barockmusik, Jahrbuch 2000. Karl Dieter Wagner, Eisenach 2002, S. 22–41.
  • Mary E. Frandsen: Crossing confessional boundaries. The patronage of Italian sacred music in seventeenth-century Dresden (= Oxford monographs on music. Band 22). Oxford University Press, Oxford und New York 2006, ISBN 978-0-19-517831-9.
  • Pieter Dirksen: Der Entstehungshintergrund der Zellerfelder Tabulaturen. Neue Erkenntnisse, in: Concerto, Nr. 207, 2006, S. 23–27.
  • Klaus Beckmann: [Rubrik Leserpost] "Der Entstehungshintergrund der Zellerfelder Tabulaturen" von Pieter Dirksen in Concerto Nr. 207, S. 23–27, in: Concerto, Nr. 208, 2006, S. 13–14.
  • Ibo Ortgies: Spekulation und Hypothese. Zur Diskussion um die Zellerfelder Orgeltabulaturen in Concerto Nr. 207/208. Eine Replik, in: Concerto, Nr. 209, 2006, S. 22–24.
  • Pieter Dirksen: Weckmann. In: Ludwig Finscher (Hrsg.): Die Musik in Geschichte und Gegenwart. Zweite Ausgabe, Personenteil, Band 17 (Vina – Zykan). Bärenreiter/Metzler, Kassel u. a. 2007, ISBN 978-3-7618-1137-5, Sp. 630–635.
  • Mary E. Frandsen: Music in a Time of War. The Efforts of Saxon Prince Johann Georg II to Establish a Musical Ensemble, 1637–1651. In: Walter Werbeck (Hrsg.): Schütz-Jahrbuch. Band 30, 2008, ISBN 978-3-7618-1686-8, S. 33–68.
  • Klaus Beckmann: Die Norddeutsche Schule. Orgelmusik im protestantischen Norddeutschland zwischen 1517 und 1755. Teil II. Blütezeit und Verfall 1620–1755. Schott, Mainz 2009.
  • Burkhart Köhler: Der Stralsunder Komponist Johann Vierdanck. Herkunft und Aufenthalt in der Sächsischen Hofkapelle. In: Die Musikforschung. Band 63, Nr. 1, 2010, S. 401–406 (zu Weckman: S. 405–406 Weckmann).
  • Ibo Ortgies: Matthias Weckmann. In: Michael Zywietz (Hrsg.): Lexikon der Kirchenmusik. Laaber-Verlag, Laaber 2013, S. 1374–1375.
  • Ibo Ortgies: Wertvollstes aus dem 17. Jahrhundert. Vor 400 Jahren wurde Matthias Weckman geboren. In: Musik & Kirche. 86, Nr. 6, 2016, S. 392–394.
  • Heiko Maus: Matthias Weckman. Das Leben des Hamburger Jacobi-Organisten und sein Schaffen für die Vox Humana. Traugott Bautz GmbH, Herzberg 2016, ISBN 978-3-95948-200-4.

Editionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Weckmann: Gesammelte Werke. [Kammermusik, Lieder, Werke für Tasteninstrumente]. Hrsg.: Gerhard Ilgner (= Erbe deutscher Musik. Zweite Reihe. Landschaftsdenkmale. Schleswig-Holstein und Hansestädte. Band 4). H. Litolff und C. F. Peters, Leipzig und Frankfurt 1942.
  • Matthias Weckmann und Christoph Bernhard: Solokantaten und Chorwerke mit Instrumentalbegleitung. Hrsg.: Hans Joachim Moser (= Max Seiffert [Hrsg.]: Denkmäler deutscher Tonkunst, Folge 1. Band 6). Breitkopf & Härtel und Akademische Druck- und Verlagsanstalt, Wiesbaden und Graz 1957.
  • Matthias Weckmann: 14 Präludien, Fugen und Toccaten. Hrsg.: Max Seiffert (= Organum. Reihe 4. Orgelmusik. Band 3). Kistner & Siegel, Köln 1960.
  • Matthias Weckmann: Choralbearbeitungen für Orgel. Hrsg.: Werner Breig. 4. Auflage. Bärenreiter, Kassel 2006, DNB 359227384 (Erstausgabe: 1979).
  • Matthias Weckmann: Four Sacred Concertos. Hrsg.: Alexander Silbiger (= Recent Researches in the music of the Baroque era. Band 46). A-R Editions, 1985, ISBN 978-0-89579-197-9, ISSN 0484-0828.
  • Matthias Weckmann: Sämtliche freie Orgel- und Clavierwerke. Hrsg.: Siegbert Rampe. 5. Auflage. Bärenreiter, Kassel 2015, DNB 1073718298 (Erstausgabe: 1991).
  • Matthias Weckmann: The Interpretation of his Organ Music. Volume II. A Practical Edition of the Free Organ Works. Hrsg.: Hans Davidsson. Gehrmans musikförlag, Stockholm 1991.
  • Matthias Weckmann: Sämtliche Orgelwerke. Complete organ works. Hrsg.: Klaus Beckmann (= Meister der norddeutschen Orgelschule. 1 u. 2). Schott, Mainz 2010, DNB 1041629664.

Faksimile-Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Matthias Weckmann: Lüneburg, Ratsbücherei, Mus. ant. pract. KN 147. [Faksimile-Ausgabe des sog. Lüneburger Clavierbüchleins mit Werken Weckmans bzw. ihm zugeschriebenen Werken]. Hrsg.: Alexander Silbiger (= 17th century keyboard music. Band 9). Garland, New York 1988, ISBN 978-0-8240-8008-2.

Einspielungen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 10 Sonaten für das Hamburger Collegium Musicum mit 3 und 4 Instrumenten & Basso Continuo, Ensemble Musicalische Compagney Berlin (Thorofon Capella – MTH 216, LP 1981)
  • Matthias Weckmann. Das Orgelwerk =The complete organ works of Matthias Weckman, Hans Davidsson an der Arp-Schnitger-Orgel der Ludgerikirche in Norden. (Motette – DCD 11461, Doppel-CD 1991).
  • Music for harpsichord. Matthias Weckmann., Monica Westheimer. (ClassicO [Dänemark], 1997).
  • Kurfürstliche Cembalomusik aus Dresden (Toccaten und Suiten von Weckmann und Froberger), Gustav Leonhardt. (Sony – SK 62732, 1998).
  • Organ works. Matthias Weckmann., 2. vol. Wolfgang Zerer. (Naxos – 8.553849 und 8.553850, 1998 und 1999).
  • Matthias Weckmann. Organ works. Orgelwerke. Siegbert Rampe. (Virgin Classics – 545 408 2, 2001).
  • Matthias Weckmann. Sacred Works, Ensemble Himlische Cantorey. (cpo – 999 944-2, 2003).
  • The Complete Organ Works of Matthias Weckman, Hans Davidsson on the North German Baroque organ in Örgryte Nya Kyrka, Göteborg, Schweden (Loft Recordings 1065, 2004).
  • Matthias Weckmann. Die lieblichen Blicke. Works for harpsichord, Jan Katzschke, Cembalo und Lautencembalo (cpo – 777 185-2, 2006).
  • Orgelwerke von Matthias Weckmann, Joseph Kelemen auf der Arp-Schnitger-Orgel von 1693 in St. Jacobi Hamburg (OC 627, 2008)
  • Sacred Motets & Lamentations (Wie liegt die Stadt so wüste). Cantus Cölln unter der Leitung von Konrad Junghänel. (harmonia mundi – 902034, 2010).
  • Matthias Weckmann. Complete organ works. Friedhelm Flamme. (cpo – 777 873-2, 2014).
  • Matthias Weckmann. Complete Works, Ricercar Consort, La Fenice, Siebe Henstra, Bernard Foccroulle, (Ricercar 369, 2016).

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matthias Weckmann zu Ehren wurde auf dem Anger seines Geburtsorts Niederdorla Mitte September 2016, anlässlich seines 400. Geburtsjubiläums, ein mit drei Orgelpfeifen verzierter Gedenkstein aus Muschelkalk gesetzt. Der Stein entstand nach Entwürfen des Designers Günter Baumgart und wurde mit Bläser- und Orgelkonzert eingeweiht.[5]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dieses bislang unbekannte Werk wurde 2001 publiziert. Vgl. Maus 2001 und Einspielung 2003 mit der Himlischen Cantorey.
  2. Schieckel 1983, S. 606 (Faksimile) u. 646.
  3. Karin Nelson: Improvisation and Pedagogy through Heinrich Scheidemann’s Magnificat Settings, Göteborgs universitet (Dissertation), Göteborg 2010, S. 239–254 und 269. S. auch Ortgies 1995 und 2006.
  4. Max Seiffert. Die Chorbibliothek der St. Michaelisschule in Lüneburg zu Seb. Bach‘s Zeit, in: Sammelbände der Internationalen Musikgesellschaft (SIMG) 9, Heft 4, 1908, S. 593–621.
  5. Günter Schlaffke: Weckmann-Gedenkstein erinnert an Komponisten in Mühlhäuser Allgemeine vom 16. September 2016, S. TAMU 4