Matthias Weidenhöfer

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Matthias Weidenhöfer (* 16. April 1985 in Achim) ist ein deutscher Theater- und Filmschauspieler sowie Synchronsprecher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Matthias Weidenhöfer wuchs mit seinen beiden Geschwistern in Achim bei Bremen auf. Seine Mutter stammt aus Uruguay, der Vater aus dem Ottersberger Ortsteil Wümmingen. Mit vierzehn Jahren produzierte er seine erste Fernsehsendung für den Offenen Kanal Bremen Umland TV.

Von 2007 bis 2010 absolvierte er ein Schauspielstudium an der Hochschule für Film und Fernsehen Potsdam.[1] Während seiner Ausbildung spielte er dort die Titelrolle in Ivanov (2007, Regie: Gustav Rueb), den Stanley Kowalski in Endstation Sehnsucht (2007, Regie: Andreas Kleinert), den Petrucchio in Der Widerspenstigen Zähmung (2008, Regie: Thomas Dehler), den Marinelli in Emilia Galotti (2008, Regie: Angelika Heimlich) und 2009 den Baylor in Lügengespinst von Sam Shepard (Regie: Lukas Langhoff); mit dieser Produktion gastierte Weidenhöfer mit dem Ensemble der Hochschule für Film und Fernsehen auch beim Theatertreffen Deutschsprachiger Schauspielstudierender in Zürich.[2] Weidenhöfer erhielt dafür, gemeinsam mit allen anderen Mitwirkenden, den Ensemblepreis für die schauspielerische Gesamtleistung.

2009 realisierte er mit dem Regisseur Kai Gero Lenke in den Berliner Sophiensaelen den Theaterabend Über mich und wie wir lernten, die Bombe zu bauen.[3] In der Spielzeit 2010/11 gastierte er am Schauspielhaus Zürich. Unter der Regie von Karin Henkel verkörperte er den Borachio in der Shakespeare-Komödie Viel Lärm um Nichts.[4]

In dem Kinofilm Krankheit der Jugend, einer modernen filmischen Umsetzung des gleichnamigen Theaterstücks von Ferdinand Bruckner, spielte Weidenhöfer 2009, unter der Regie von Dieter Berner, die männliche Hauptrolle. Er verkörperte in der Rolle des Freder den „arroganten“ und „charismatischen“ Boss einer Berliner Wohngemeinschaft von Medizinstudenten, der es genießt, mit den Gefühlen seiner Mitbewohner zu spielen.[5][6] Der Film wurde im Oktober 2010 im Rahmen der Hofer Filmtage uraufgeführt. Im Dezember 2010 wurde der Film bei ARTE erstmals auch im Fernsehen ausgestrahlt.[7]

Weidenhöfer übernahm auch Fernsehrollen. 2006 spielte er den jungen Arzt Dr. Loof in dem im April 2007 erstausgestrahlten Tatort-Krimi Die Anwältin. 2010 gehörte er in der Rolle des Kevin Erdel zur Besetzung des Wilsberg-Krimis Wilsberg: Aus Mangel an Beweisen. In dem Tatort-Film Brüder (Erstausstrahlung: Februar 2014) verkörperte er, an der Seite von Christoph Letkowski, die Rolle des Einzelgängers Mesut Sönmez, den besten Freund und Blutsbruder des Streifenpolizisten David Förster.[8] Weidenhöfer spielte in dem von RTL produzierten Pilotfilm Mantrailer — Spuren des Verbrechens den Hauptkommissar Cem Deniz (Ausstrahlung: 25. April 2013). Der Serienpilot floppte jedoch und wurde nicht fortgesetzt.[9]

Weidenhöfer arbeitet regelmäßig seit 2008 auch als Sprecher für Hörspiele. Als Freder wirkte er 2010 auch in der von Deutschlandradio produzierten Hörspielfassung der Produktion Krankheit der Jugend mit, die im März 2010 erstmals bei Deutschlandradio Kultur gesendet wurde.[10] Außerdem war er als Synchronsprecher tätig.

Er war Sänger in verschiedenen Musikprojekten, unter anderem in der Band Destitude Allstars, in der er als Sänger und Gitarrist auftrat.

Im Herbst 2015 erregte er durch ein Facebook-Posting gegen Rassismus Aufsehen, dass unter dem Hashtag #nippelstatthetze[11] veröffentlicht wurde und ihn mit dem Model Leila Lowfire mit nackten Brüsten[12] und einem Schild mit der Aufschrift „Kauft nicht bei Kanaken“ zeigte.[13]

Weidenhöfer hat mit der deutschen Schauspielerin Jördis Triebel zwei Söhne. 2014 trennte sich das Paar. Weidenhöfer war anschließend mit der deutsch-brasilianischen Schauspielerin Cristina do Rego liiert, die er bei Dreharbeiten zur Fernsehserie Unter Gaunern (2015) kennengelernt hatte.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Synchronrollen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Matthias Weidenhöfer (Memento vom 4. Januar 2012 im Internet Archive) – Vita auf der Webseite der Schauspielstudenten der Hochschule für Film und Fernsehen
  2. 20. Theatertreffen Deutschsprachiger Schauspielstudierender (PDF; 1,1 MB) Programmheft 2009
  3. Über mich und wie wir lernten, die Bombe zu bauen (Memento des Originals vom 24. März 2009 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.thexxxxxxxxxbombxx.com Inhalt, Produktionsdetails und Besetzung
  4. Matthias Weidenhöfer. Vita auf der Offiziellen Webseite des Schauspielhauses Zürich
  5. Krankheit der Jugend Handlung, Produktionsdetails und Szenenfotos bei Cinema
  6. Verwirrspiele im Grunewald@1@2Vorlage:Toter Link/www.maerkischeallgemeine.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. in: Märkische Allgemeine vom 27. Oktober 2010
  7. Krankheit der Jugend@1@2Vorlage:Toter Link/www.stimme.de (Seite nicht mehr abrufbar, Suche in Webarchiveni Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. Filmdaten in: Heilbronner Stimme vom 6. Dezember 2010
  8. »Ganz besonders an den Dreharbeiten fand ich das Verhältnis zwischen Konzentration und Spaß, zwischen Vision und Umsetzung.« Interview mit Matthias Weidenhöfer. Pressemappe zum Tatort: Brüder (2014). Abgerufen am 25. Februar 2014
  9. Nach "Mantrailer" jetzt "Medcrimes". Der nächste Serien-Flop: So verzockt RTL sein Potenzial, Focus-Online vom 4. Mai 2013.
  10. Krankheit der Jugend Produktionsdetails und Besetzung bei Deutschlandradio Kultur
  11. Leila Lowfire Diese Frau macht sich gegen Hetze nackig. In: Der Spiegel. 15. November 2015, abgerufen am 8. Januar 2019.
  12. Daniel Krüger: Nackte Brüste bei Facebook sind eine schlechte Idee. In: Die Welt. 30. Oktober 2015, abgerufen am 8. Januar 2019.
  13. Leila Lowfire: Wow-Bilder! So scharf ist die kurvige Sex-Expertin. In: Berliner Kurier. 29. September 2018, abgerufen am 6. Januar 2019.