Maudie

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Filmdaten
Deutscher TitelMaudie
OriginaltitelMaudie
ProduktionslandKanada, Irland
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2016
Länge116 Minuten
AltersfreigabeFSK 12[1]
JMK 8[2]
Stab
RegieAisling Walsh
DrehbuchSherry White
ProduktionBob Cooper,
Mary Young Leckie,
Mary Sexton,
Susan Mullen
MusikMichael Timmins
KameraGuy Godfree
Besetzung

Maudie ist eine kanadisch-irische Filmbiografie aus dem Jahr 2016 von Aisling Walsh. Der Film beschreibt das Leben der kanadischen Malerin Maud Lewis (1903–1970).

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maud Dowley, eine unscheinbare, kleine Frau Mitte 30, lebt in den 1930er-Jahren bei ihrer Tante Ida in einem kleinen Dorf in Neuschottland (Kanada). Maud leidet unter juveniler Arthritis, welche sie körperlich stark behindert. Als ihr Bruder Charles ihr erzählt, dass er ihr Elternhaus verkauft hat, ist sie entsetzt. Sie fühlt sich unwohl bei Ida, für die sie die Hausarbeit mehr schlecht als recht erledigt. Nur das Malen bringt ihr etwas Freude, obwohl es mit ihren steifen Gelenken mühsam. Maud behauptet stur, eine Stelle zu suchen und für sich selbst sorgen zu können, und wird von Ida ausgelacht und als naiv gescholten. Doch sie findet eine Stelle als Haushaltshilfe beim Fischhändlers und Trödlers Everett Lewis, obwohl sie ihn sehr überreden muss, sie anzustellen.

Everett ist wortkarg und mürrisch und lebt in einem winzigen Häuschen mit nur einem Zimmer. Auf einem Schlafboden über dem Zimmer steht das einzige Bett, das Everett und Maud sich teilen müssen. Maud erledigt die Hausarbeit so gut sie kann, und erwirbt sich damit ein wenig Respekt bei Everett.

Als Ida erfährt, dass Maud jetzt bei Everett lebt, macht sie Maud Vorhaltungen. Sie erinnert sie daran, wie sie einst als junge Frau ein deformiertes Kind zur Welt brachte, das bei der Geburt starb. Auch ein Bekannter macht Bemerkungen wegen ihres Zusammenlebens, und als Maud darauf launig einzugehen versucht, versetzt ihr der entrüstete Everett eine heftige Ohrfeige. Everett macht ihr später klar, dass auf dem kleinen Hof erstmal er selbst komme, "dann die Hunde, dann die Hühner und dann erst du!".

In ihrem Frust beginnt Maud mit kleinen Malereien an den kargen Innenwänden des Hauses. Everett duldet Mauds Abbildungen von Vögeln und Blumen, macht nur ein paar spöttische Bemerkungen. Auch kleine Holztafeln beginnt sie zu bemalen. Allmählich gewöhnt das Paar sich aneinander. Everett beginnt mit schüchternen nächtlichen Annäherungsversuchen, die Maud jedoch zurückweist.

Als eine Kundein sich über eine fehlende Fischlieferung beschwert, kann Maud ihr eines ihrer Bilder verkaufen. Everett ist davon sichtlich beeindruckt und ermuntert Maud, mehr zu malen und zu verkaufen. Nach und nach werden Mauds Bilder und Karten ein bescheidener Nebenverdienst des Paares. Maud malt zwar naiv und mit unvermischten Farben direkt aus der Tube, aber sie hat ein Talent für Bildkomposition.

Die beiden heiraten. Am Zusammenleben der beiden ändert sich dadurch wenig, Everett betrachtet Maud weiterhin mehr als Haushälterin und Buchhalterin denn als seine Frau.

Die Jahre vergehen, Maud malt nach und nach das ganze Haus aus und verkauft immer wieder Bilder für wenig Geld. Ihre Bekanntheit als Volkskünstlerin wächst. Mauds Bruder Charles kauft ihr ein Bild ab und bietet sich ihr als Manager an, doch sie schickt ihn weg. Spätestens als der damalige US-Vizepräsident Richard Nixon ein Bild bestellt und das kanadische Fernsehen einen Beitrag über das Paar sendet, gerät Everett in eine Krise, entwickelt sogar Minderwertigkeitsgefühle wegen Mauds großer Bekanntheit.

Tane Ida erkrankt schwer und gesteht ihr vor ihrem Tod, dass Mauds Baby damals weder tot noch deformiert war, sondern ein ganz normales, gesundes Mädchen. Ihre Familie hatte sie belogen und das Kind zur Adoption verkauft, da sie befürchteten, dass Maud niemals in der Lage wäre, ein Kind großzuziehen. Maud ist erschüttert, aber als sie Everett davon erzählen will, klagt dieser stattdessen sein eigenes Leid. Maud trennt sich kurzzeitig von Everett. Everett bringt Maud überraschend zu einem Haus und eröffnet ihr, dass ihre Tochter hier lebt. Maud steigt mühsam aus und beobachtet von Weitem ein hübsches Mädchen mit kurzem schwarzem Haar. Maud kann nicht fassen, wie schön ihre Tochter ist. Dennoch nimmt sie keinen Kontakt auf.

Jahre später verschlechtert sich Mauds Gesundheit. Eines Tages im tiefen Winter, als sie einen schweren Holzklotz ins Haus tragen will, stürzt sie im Schnee und kann nicht mehr aufstehen. Everett fährt sie ins Krankenhaus und begleitet sie dort beim Sterben. Als er nach Hause kommt, trägt er Mauds Werbeschilder ins Haus und zieht die Tür hinter sich zu. Es wird dunkel im Haus.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Maudie. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 171255/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Maudie. Jugendmedien­kommission.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]