Mauer-Felsenblümchen

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Mauer-Felsenblümchen
Mauer-Felsenblümchen (Draba muralis), Illustration

Mauer-Felsenblümchen (Draba muralis), Illustration

Systematik
Eurosiden II
Ordnung: Kreuzblütlerartige (Brassicales)
Familie: Kreuzblütler (Brassicaceae)
Tribus: Arabideae
Gattung: Felsenblümchen (Draba)
Art: Mauer-Felsenblümchen
Wissenschaftlicher Name
Draba muralis
L.

Das Mauer-Felsenblümchen (Draba muralis) ist ein Vertreter der Felsenblümchen (Draba).

Merkmale[Bearbeiten]

Das Mauer-Felsenblümchen ist eine ein- bis zweijährige Pflanze. Es erreicht Wuchshöhen von 10 bis 30, selten 40 cm. Neben den Grundblättern tragen die Stängel mehr als drei Stängelblätter. Diese sind halbstängelumfassend, an der Spitze grob gezähnt und wie die Stängel mit 3-5-strahligen Sternhaaren besetzt. Die Rosettenblätter sind 1-4 cm lang, verkehrt-eiförmig und in eine kurzen Stiel verschmälert. Die Blätter sind oberseits meist mit einfachen Haaren, unterseits mit verzweigten Haaren besetzt. Die Blütentraube trägt meist mehr als 20 Blüten und ist später ziemlich locker.

Die Kelchblätter sind breit elliptisch und 1-1,5 mm lang. Die Kronblätter sind weiß und 1,5 bis 2,5 mm lang, an der Spitze abgerundet. Blütezeit ist April bis Juli, die Bestäubung erfolgt durch Insekten oder Selbstbestäubung.

Die Schötchen-Frucht ist länglich-elliptisch, 4 bis 6 mm lang und kahl. Der Griffel ist zur Fruchtreife bis 0,2 mm lang. Die Schötchen sitzen auf 5-10 mm langen, fast waagrechten und kahlen Stielen.

Die Art hat die Chromosomenzahl 2n = 32[1].

Vorkommen[Bearbeiten]

Das Mauer-Felsenblümchen hat sein Hauptverbreitungsgebiet im Mittelmeerraum. In Mitteleuropa ist es selten. Die Vorkommen in Mitteleuropa gelten teils als indigen, teils als neophytisch.

Es wächst in Magerrasen, in Erdanrissen, auf Böschungen und Mauern, in Gebüschen. Es kommt bevorzugt auf mäßig trockenen bis frischen, mäßig nährstoffreichen, meist kalkhaltigen Böden vor. Es ist auf die colline Höhenstufe beschränkt. Lokal ist es eine Charakterart des Anarrhinetum aus dem Verband des Galeopsion segetum[1].

Literatur[Bearbeiten]

  • Siegmund Seybold (Hrsg.): Schmeil-Fitschen interaktiv. (CD-Rom). Quelle & Meyer, Wiebelsheim 2001/2002, ISBN 3-494-01327-6.
  • Manfred A. Fischer: Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. Bestimmungsbuch für alle in der Republik Österreich, im Fürstentum Liechtenstein und in der Autonomen Provinz Bozen / Südtirol (Italien) wildwachsenden sowie die wichtigsten kultivierten Gefäßpflanzen (Farnpflanzen und Samenpflanzen) mit Angaben über ihre Ökologie und Verbreitung. 3., verbesserte Auflage. Land Oberösterreich, Biologiezentrum der OÖ Landesmuseen, Linz 2008, ISBN 978-3-85474-187-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Erich Oberdorfer: Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. 8. Auflage. Stuttgart, Verlag Eugen Ulmer, 2001. ISBN 3-8001-3131-5

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Draba muralis – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien