Mauern

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Mauern (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Mauern
Mauern
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Mauern hervorgehoben
48.51666666666711.9435Koordinaten: 48° 31′ N, 11° 54′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberbayern
Landkreis: Freising
Verwaltungs­gemeinschaft: Mauern
Höhe: 435 m ü. NHN
Fläche: 24,14 km²
Einwohner: 2960 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 123 Einwohner je km²
Postleitzahl: 85419
Vorwahl: 08764
Kfz-Kennzeichen: FS
Gemeindeschlüssel: 09 1 78 142
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Rathaus
Schlossplatz 2
85419 Mauern
Webpräsenz: www.gemeinde-mauern.de/
Bürgermeister: Georg Krojer (Freie Wähler)
Lage der Gemeinde Mauern im Landkreis Freising
Landkreis Dachau Landkreis Erding Landkreis Kelheim Landshut Landkreis Landshut Landkreis München Landkreis Pfaffenhofen an der Ilm Allershausen Attenkirchen Au in der Hallertau Eching (Landkreis Freising) Fahrenzhausen Freising Gammelsdorf Haag an der Amper Hallbergmoos Hörgertshausen Hohenkammer Kirchdorf an der Amper Kranzberg Langenbach (Oberbayern) Marzling Mauern Moosburg an der Isar Nandlstadt Neufahrn bei Freising Rudelzhausen Wang (Oberbayern) Wolfersdorf Paunzhausen ZollingKarte
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Mauern ist eine Gemeinde im oberbayerischen Landkreis Freising. Sie liegt zwischen Moosburg und Nandlstadt und ist Sitz der gleichnamigen Verwaltungsgemeinschaft.

Geographie[Bearbeiten]

Mauern liegt im Nordosten des Landkreises Freising und wird auch das „Tor zur Hallertau“ genannt.

Weitere Ortsteile der Gemeinde neben dem Hauptort Mauern sind die Kirchdörfer Dürnseiboldsdorf, Enghausen und Schwarzersdorf sowie die Weiler bzw. Einöden Alpersdorf, Bergmühle, Besenried, Beselmühle, Freundsbach, Gandorf, Geiting, Grub, Hanslmühle, Hartshausen, Hintermeier, Hörgersdorf, Hufnagelreuth, Kleidorf, Kronwinkl, Mönchsberg, Niederndorf, Nußberg, Oberndorf, Riedlmühle, Scheckenhofen, Schwarzberg, Thal, Vordermeier, Waldruh, Wildenreuth, Wölflmühle und Wollersdorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Mauern wurde im Jahre 899 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort war Sitz einer Hofmark, die im Laufe der Zeit im Besitz zahlreicher Adelsgeschlechter war. Von 1544 bis 1585 übten die Kuttenauer die Hofmarkgerechtigkeit aus. Deren Nachfolger waren von 1585 bis 1641 die Preysing. Später folgten die Familien der Reichsgrafen Basselet von La Rosée und von Ostini. Mauern wurde im Zuge der Verwaltungsreformen in Bayern 1818 eine selbständige politische Gemeinde, 1848 wurden die letzten Reste der Adelsherrschaft aufgehoben. Der letzte Besitzer des Schlosses, Graf von Moy, hat im Jahre 2001 das Schloss an die Gemeinde Mauern verkauft, die das Gebäude jetzt als Rathaus nutzt.

Durch archäologische Grabungen des Archäologischen Vereins im Landkreis Freising wurde festgestellt, dass Mauern bereits vor etwa 7500 Jahren besiedelt wurde und seither fast durchgehend eine rege Besiedlung aufweist. Bei jüngsten Untersuchungen im Schloss wurden Pfostenspuren eines Vorgängerbaus entdeckt, der etwa aus dem Jahr 1000 nach Chr. stammt.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Januar 1971 wurde ein Teil der aufgelösten Gemeinde Reichersdorf eingegliedert. Am 1. April 1971 kamen Gebietsteile von Schweinersdorf hinzu.[2] Schließlich kamen am 1. Mai 1978 noch Teile der aufgelösten Gemeinden Enghausen und Margarethenried hinzu.[3]

Politik[Bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus 14 Gemeinderäten (7 FW, 7 CSU) und dem 1. Bürgermeister Georg Krojer (FW), der 2014 Nachfolger des langjährigen Bürgermeisters Alfons Kipfelsberger (CSU) wurde.

Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Es besteht eine ÖPNV-Anbindung mit der MVV-Buslinie 683 nach Moosburg (Zugverbindung nach Freising und München bzw. Landshut).

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche St. Johannes der Täufer in Mauern[4]
  • Schloss Mauern
  • Kirche Enghausen mit wertvollem Kruzifix. Das Enghauser Kruzifix entstand in den Jahren 890 bis 900 und ist laut Norbert Jocher, Kunstreferent des Erzbistums München und Freising die älteste monumentale Christus-Darstellung überhaupt. Man nimmt an, dass das Kruzifix aus dem ehemaligen Benediktinerkloster im nahe gelegenen Moosburg stammt, das im 9. Jahrhundert in großer Blüte stand. (Landsberger Tagblatt, 5. Mai 2006)

Siehe auch Liste der Baudenkmäler in Mauern

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Fotos[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 18. September 2014 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2.  Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C.H.Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 464
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 575.
  4. Georg Brenninger: Zur früheren Barockausstattung der Pfarrkirche in Mauern. In: Amperland, 1986, S. 366.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mauern – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: mauern – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen