Mauernutfräse

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Eine Mauernutfräse oder Schlitzfräse, in der Schweiz umgangssprachlich auch Schlitzmaschine genannt, ist ein Fräswerkzeug, welches zum Schlitzen von Nuten (fälschlicherweise manchmal als Fugen bezeichnet) für Rohre und Kabel in Beton, Gipswänden und Mauerwerk verwendet wird.

Mauernutfräsen sind auf Baustellen, insbesondere im Hochbau und Innenausbau häufig anzutreffen. Neben dem Abbruchhammer gehören sie zu den schwersten Werkzeugen, die Sanitär-Installateure oder Elektroinstallateure, zum Beispiel für die Verlegung von Wasser- und Stromleitungen in Wänden, bei ihrer täglichen Arbeit verwenden.

Aufbau[Bearbeiten]

Mauernutfräsen existieren in unterschiedlichen Ausführungen. Einfacher Bauart sind elektrisch angetriebene Mauernutfräsen, die nur ein einzelnes Fräsrad besitzen und somit nur einen Schlitz begrenzter Breite herstellen.

In der Regel besteht eine Mauernutfräse aus einem Elektromotor, welcher ein Fräsrad oder zwei (Diamant-)Trennscheiben antreibt. Mauernutfräsen, die nur ein einzelnes Fräsrad besitzen, haben einen sehr begrenztes Einsatzspektrum, denn sie können nur einen Schlitz begrenzter Breite herstellen. Heute üblich und weit verbreitet sind Mauernutfräsen mit zwei Trennscheiben. Diese beiden Trennscheiben können stufenlos im Abstand zwischen etwa 5-40 mm verstellt werden. Ebenso ist die Nuttiefe bis ca. 65 mm einstellbar. Eine Grundplatte, welche oft auch mit Rollen versehen ist, dient dazu, die Maschine auf der Wand fortzubewegen. Verbreitet sind die Maschinen komplett gekapselt und bieten einen Anschluss für eine Absaugeinrichtung, so dass die sonst enorme Staubbelastung auf ein Minimum reduziert werden kann.

Die Fräse trennt nur zwei Nuten in die Wand, der mittlere Steg muss in der Regel nachträglich mit anderem Werkzeug entfernt werden.