Maurerschnur

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Maurerschnur (aufgewickelt)

Eine Maurerschnur (auch Richtschnur) ist eine gespannte Schnur, die von Maurern verwendet wird, um einzelne Mauerziegel oder -steine sowohl vertikal als auch horizontal zu fluchten, also in einer „schnurgeraden“ Linie zu vermauern.

Horizontale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zuerst werden die Eckziegel sauber gesetzt. Dann wird die Maurerschnur an der Oberkante der Ecksteine gespannt. Üblicherweise wird dazu die Schnur an beiden Enden je um einen losen Stein gewickelt, und dann wird jeder dieser Steine auf die zuerst sorgfältig gesetzten Ecksteine gelegt. Die Schnur verläuft dann zwischen der oberen Außenkante der Ecksteine.

Senkrechte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Senkrechte wird ermittelt, indem ein Lot, d. h. ein Gewicht, an das untere Ende einer Maurerschnur geknotet wird.

Dann können die dazwischenliegenden Ziegel sowohl in der Flucht als auch in der Höhe entlang der gespannten, nicht durchhängenden Schnur eingerichtet werden.

Ecken mauern[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Oft mauert der Meister die vier Ecken eines Stockwerkes auf volle Stockwerkshöhe. Diese vier Ecken liefern den Gesellen dann die Vorgabe für das Anbringen der Maurerschnur und das Ausmauern der einzelnen Steinlagen.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]