Maurice Genevoix

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Maurice Genevoix

Maurice Genevoix (* 29. November 1890 in Decize (Nièvre); † 8. September 1980 in Alicante, Spanien) war ein französischer Schriftsteller.

Leben und Werk[Bearbeiten]

Nach seiner Schulzeit am Gymnasium Pothier in Orléans erhielt er Zugang zum Studium an der École normale supérieure, der französischen Elitehochschule für Lehrende im gymnasialen und universitären Bereich. Zu Beginn des Ersten Weltkrieges wurde Maurice Genevoix eingezogen und am 25. April 1915 bei Les Éparges, Département Meuse, ernsthaft verwundet.

In 14 seiner Werke verarbeitete Genevoix seine Kriegserlebnisse und verfasste Reflexionen über seine Zeit als Soldat, basierend auf im Felde gemachten Notizen. Den anderen Teil seines Œuvres widmete er den Landschaften, Tieren und Menschen der heimatlichen Loire-Region. Außerdem veröffentlichte er Erzählungen von seinen Aufenthalten in Kanada (insbesondere in der Region der Rocky Mountains) und in Afrika.

1925 erhielt Genevoix den Prix Goncourt für seinen Roman Raboliot,[1] erschienen im Verlag Grasset.

1946 wurde er zum Mitglied der Académie française gewählt und war von 1950 bis 1960 im ersten Ausschuss der SPAF Société des Poètes et Artistes de France (Gesellschaft der Dichter und Künstler in Frankreich) tätig.

Gedenken[Bearbeiten]

Sein Wohnsitz in der Gemeinde Saint-Denis-de-l'Hôtel, den er 1929 erworben hatte, ist noch heute im Besitz der Familie. Ganz in der Nähe wurde neben der Kirche ein altes Winzerhaus in ein Museum umgewandelt, das dem Leben und Werk von Maurice Genevoix gewidmet ist.

Werke[Bearbeiten]

  • Oeuvres complètes, 22 Bde., Genf: Edito 1973.
Kriegserlebnisse
  • Sous Verdun.
  • Nuit de guerre.
  • La Boue.
  • Les Éparges,

zusammengefasst in dem Band Ceux de 14.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maurice Genevoix – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Anmerkungen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Raboliot ist der Spitzname eines der Jagdleidenschaft verfallenen Wilderers, dessen Aussehen an ein Wildkaninchen erinnert. Nichts kann ihn von seinem riskanten nächtlichen Tun abhalten. Vom Gendarmen Bourrel argwöhnisch beobachtet, übertreibt Raboliot den Leichtsinn und verspottet ihn in aller Öffentlichkeit. Bourrel reagiert auf diese Herausforderung, und es kommt zu einem gnadenlosen Kampf zwischen den beiden Männern. Der verfolgte Raboliot flieht in die Wälder und lebt dort wie ein Wolf. Nach drei Monaten, überwältigt von Einsamkeit und von dem Wunsch gequält, seine Familie wiederzusehen, kehrt er wieder zurück…..
  2. Die Wahrheit aus dem Schützengraben in FAZ vom 6. Dezember 2013, Seite 33