Maurice Manificat

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Maurice Manificat Skilanglauf
Maurice Manificat (Lahti 2010).JPG
Nation FrankreichFrankreich Frankreich
Geburtstag 4. April 1986
Geburtsort Sallanches, Haute-Savoie
Größe 185 cm
Gewicht 72 kg
Karriere
Beruf Skilangläufer
Verein Agy St. Sigismond
Nationalkader seit 1997
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Medaillen 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
WM-Medaillen 0 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
JWM-Medaillen 1 × Gold 0 × Silber 2 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Winterspiele
Bronze 2014 Sotschi Staffel
FIS Nordische Skiweltmeisterschaften
Silber 2015 Falun 15 km Freistil
Bronze 2015 Falun Staffel
FIS Nordische Junioren-Ski-WM
Bronze 2005 Rovaniemi Staffel
Bronze 2008 Mals 30 km Freistil Mst
Gold 2009 Praz de Lys Sommand 15 km Freistil
Platzierungen im Skilanglauf-Weltcup
 Debüt im Weltcup 16. Dezember 2006
 Weltcupsiege 3
 Gesamtweltcup 5. (2009/10)
 Distanzweltcup 8. (2009/10)
 Tour de Ski 7. (2011/12)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Distanzrennen 3 4 2
 Team 0 0 1
letzte Änderung: 27. Februar 2015

Maurice Manificat (* 4. April 1986 in Sallanches, Haute-Savoie) ist ein französischer Skilangläufer.

Sportliche Karriere[Bearbeiten]

Manificat stieg seit 1997 innerhalb der französischen Kader immer weiter auf, ehe er schließlich 2002 französischer Meister der Kategorie Cadet wurde. Auch danach setzte sich sein Aufstieg fort, er wurde 2004 zweimaliger Französischer Jugendmeister, nachdem er bereits zuvor Ergebnisse im Continentalcup erzielt hatte. Bei seiner ersten Teilnahme an einer Juniorenweltmeisterschaft 2004 gelang ihm über 10 Kilometer der 23. Platz, ein Jahr später erreichte er in Rovaniemi mit der Staffel sogar die Bronzemedaille. Schließlich wurde er 2006 in den B-Kader Frankreichs aufgenommen und platzierte sich im selben Jahr auf Rang 10 in der Verfolgung bei der Junioren-WM.

Nach guten Ergebnissen im Juniorenbereich qualifizierte Manificat sich im Dezember 2006 erstmals für den Weltcup, wo er jedoch deutlich die besten 30 Ränge verpasste. Anschließend startete er wieder im Alpencup, wo er mehrfach Plätze unter den besten Zehn erkämpfen konnte. Bei der Universiade 2007 in Pragelato wurde er Achter im Verfolgungswettbewerb. Zum Saisonabschluss nahm er an der U23-Weltmeisterschaft in Tarvisio teil, wo er als Vierter über 15 Kilometer Freistil knapp eine Medaille verpasste. In der Saison 2007/08 gehörte Manificat mehrfach zum Weltcupaufgebot der französischen Mannschaft. Im Februar 2008 gelang ihm in Liberec mit einem 24. Rang erstmals der Gewinn von Weltcuppunkten, was in jener Saison sein bestes Weltcupresultat blieb. Über 30 Kilometer Freistil (Massenstart) gewann er die Bronzemedaille bei den U23-Weltmeisterschaft in Mals. Beim Saisonauftakt zum Skilanglauf-Weltcup 2008/09 in Gällivare verbesserte er sein bisher bestes Weltcupresultat, indem er sich auf dem 15. Rang platzierte. Auch im Alpen Cup zeigte Manificat sich stark verbessert und überzeugte mit zwei Siegen und mehreren Podiumsplatzierungen. Am Ende der Saison belegte er den siebenten Platz in der Gesamtwertung. Bei der U23-Weltmeisterschaft 2009 in Le Praz-de-Lys-Sommand gewann er über 15 Kilometer Freistil die Goldmedaille. Woraufhin er für die Nordische Skiweltmeisterschaft 2009 in Liberec nominiert wurde. Bei seinem einzigen Start belegte er den 47. Platz im Verfolgungswettbewerb. Im finnischen Lahti gelang ihm mit Platz 11 sein bestes Saisonresultat im Weltcup. In der Saison 2009/10 gelang ihm mit dem dritten Platz über 15 Kilometer Freistil im schweizerischen Davos endgültig der Durchbruch in die erweiterte Weltspitze, den er mit dem Sieg im Verfolgungsrennen von Lahti untermauerte. Die Tour de Ski 2009/10 beendete er auf den 19. Platz in der Gesamtwertung. Bei seiner ersten Olympiateilnahme 2010 in Vancouver belegte er den 26. Platz im 30 km Verfolgungsrennen, den sechsten Rang über 15 km Freistil und den vierten Rang mit der Staffel. Im März holte er in Lahti im 30 km Verfolgungsrennen seinen ersten Weltcupsieg. Beim Skilanglauf-Weltcup-Finale 2009/10 gewann er das 15 km Freistilrennen und beendete das Finale auf den zweiten Platz in der Gesamtwertung. In der Weltcupgesamtung errang er den fünften Rang und in der Distanzwertung den achten Platz.

Nach schwächeren Start in die Saison Saison 2010/11 mit Platzierungen im Mittelfeld und den 17. Rang bei der Tour de Ski 2010/11 erreichte Manificat im Februar 2011 in Rybinsk den dritten Platz im 20 km Verfolgungsrennen. Seine besten Platzierungen bei der nordischen Skiweltmeisterschaft 2011 in Oslo waren der 11. Platz mit der Staffel und der sechste Rang über 15 km klassisch. In Lahti erreichte Manificat Mitte März den zweiten Rang im 20 km Verfolgungsrennen. Das Weltcup-Finale 2010/11 schloss er auf den fünften Rang ab. Bei der Tour de Ski 2011/12 belegte er den siebten Rang in der Gesamtwertung. Im Dezember 2012 gewann er in Canmore im Skiathlon sein zweites Weltcuprennen. Seine besten Ergebnisse bei der nordischen Skiweltmeisterschaft 2013 im Val di Fiemme waren der 18. Platz über 15 km Freistil und der sechste Rang im Teamsprint. Zum Beginn der Saison 2013/14 errang er den vierten Platz bei der Nordic Opening. Im Dezember 2013 gewann er in Davos über 30 km Freistil. Die Tour de Ski 2013/14 beendete er auf den 41. Platz in der Gesamtwertung. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi kam er auf den 43. Platz im 50 km Massenstartrennen und den achten Rang im Skiathlon. Mit der Staffel gewann er Bronze.

Weltcup-Statistik[Bearbeiten]

Die Tabelle zeigt die erreichten Platzierungen im Einzelnen.

  • Platz 1.–3.: Anzahl der Podiumsplatzierungen
  • Top 10: Anzahl der Platzierungen unter den ersten zehn
  • Punkteränge: Anzahl der Platzierungen innerhalb der Punkteränge
  • Starts: Anzahl gelaufener Rennen in der jeweiligen Disziplin
  • Hinweis: Bei den Distanzrennen erfolgt die Einordnung gemäß FIS.
Platzierung Distanzrennena Skiathlon
Verfolgung
Sprint Etappenrennenb Gesamt Team c
≤ 5 km ≤ 10 km ≤ 15 km ≤ 30 km > 30 km Sprint Staffel
1. Platz 1 2 3
2. Platz 1 1 1 3
3. Platz 1 1 2 1
Top 10 4 2 5 5 16 8
Punkteränge 13 3 2 8 13 39 9
Starts 1 26 8 2 9 5 13 64 9
Stand: 14. Januar 2015
a inkl. Individualstarts und Massenstarts gemäß FIS-Einordnung
b Gesamtes Rennen, nicht Einzeletappen, z.B. Tour de Ski, Nordic Opening, Saison-Finale
c Mangels geeigneter Quellen vor 2001 eventuell unvollständig

Weblinks[Bearbeiten]