Mawenzi

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Mawenzi
Blick von der Kibohütte (4694 m) zum Mawenzi

Blick von der Kibohütte (4694 m) zum Mawenzi

Höhe 5148 m
Lage Tansania, Ostafrika
Gebirge Kilimandscharo-Massiv
Koordinaten 3° 5′ 44″ S, 37° 27′ 18″ OKoordinaten: 3° 5′ 44″ S, 37° 27′ 18″ O
Mawenzi (Tansania)
Mawenzi
Typ Schichtvulkan
Erstbesteigung 29. Juli 1912
Fritz Klute und Eduard Oehler
Besonderheiten Weltnaturerbe (UNESCO1987)

Der Mawenzi (auch Mawensi = Der Dunkle) ist mit 5148 m der zweithöchste Berg im Kilimandscharo-Massiv, dem höchsten Bergmassiv in Afrika.

Er ist ein Teil des Weltnaturerbes, zu dem das Kilimandscharo-Massiv 1987 von der UNESCO erklärt wurde.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mawenzi befindet sich etwa 340 km südlich des Äquators im Nordosten von Tansania. Er ist der zweithöchste der drei erloschenen Vulkane des Kilimandscharo-Massivs, das sich am Rand des östlichen Astes (Eastern Rift) des Ostafrikanischen Grabenbruchs befindet und vom Kilimandscharo-Nationalpark umgeben ist.

Landschaftsbild[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gipfelregion des steil aufragenden Mawenzis, ein stark verwitterter Eruptivrest, ist nicht vergletschert und trägt öde Frostschuttgesteine und steil aufragende Felswände.

Bergsteigen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans Mayer gelang 1889 zusammen mit dem österreichischen Bergsteiger Ludwig Purtscheller im dritten Anlauf die Besteigung der höchsten Spitze des Kilimandscharo, des Kibo, ihre anschließenden Besteigungen des Mawenzi misslangen dreimal. Erst 1912 gelang Fritz Klute und E. Ohler dessen Bezwingung.

Gerüchte um ein Bergsteigungsverbot[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Besteigung des Mawenzi ist wesentlich schwieriger als die des deutlich höheren Kibo und setzt bergsteigerische Ausrüstung und Fähigkeiten voraus, v.a. da der Fels des Mawenzi als sehr brüchig gilt.[1] Durch Aussagen lokaler Guides wird seit einigen Jahren das Gerücht genährt, eine Besteigung sei generell verboten. Schriftlich festgehalten ist dieses Verbot jedoch nicht, sodass es wohl eher als Vorsichtsmaßnahme zu verstehen ist um unerfahrene Bergsteiger aufgrund des brüchigen Fels von einem Besteigungsversuch abzuhalten. Allgemein erscheint eine Besteigung daher möglich, jedoch nur mit entsprechender Vorbereitung und ohne Guide.
Eine Besteigung erfolgt in der Regel über den Sattel zwischen Kibo und Mawenzi, beispielsweise über die Marangu-Route bis zur Kibohütte (4694 m), siehe Bergsteigen am Kilimandscharo.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Gipfel des Mawenzi lag noch 1978 das Wrack einer mittelgroßen Propellermaschine nebst ungeborgenen Absturzopfern.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mawenzi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://skyrunning.at/de/content/mawenzi
Die drei Gipfel des Kilimandscharo- massivs von links nach rechts: Shira, Kibo und Mawenzi
Blick auf den Mawenzi vom Kibo Sattel (4300 m)