Max-Planck-Gymnasium (Göttingen)

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Max-Planck-Gymnasium Göttingen
Max-Planck-Gymnasium Göttingen Hauptgebäude1.JPG
Hauptgebäude (2016)
Schulform Gymnasium
Gründung 1586
Adresse

Theaterplatz 10

Ort Göttingen
Land Niedersachsen
Staat Deutschland
Koordinaten 51° 32′ 11,7″ N, 9° 56′ 28,1″ OKoordinaten: 51° 32′ 11,7″ N, 9° 56′ 28,1″ O
Träger Stadt Göttingen
Schüler 900
Lehrkräfte 90[1]
Leitung Wolfgang Schimpf
Website www.mpgg.de
Übergang vom Alt- zum Neubau (2016)
Gebäude am Albanikirchhof (2016)

Das Max-Planck-Gymnasium ist ein städtisches Gymnasium in Göttingen, an dem ca. 900 Schüler unterrichtet werden.[1] Für Schüler der Klassenstufen 5 bis 10 wird es von Montag bis Freitag als offenes Ganztagsgymnasium geführt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schule blickt 2016 auf eine 430-jährige Geschichte zurück. Das Pädagogium im Paulinerkloster wurde im Jahre 1586 gegründet. Das heutige Hauptgebäude der Schule am Theaterplatz wurde ab 1881 von den Berliner Architekten Spieker und Spitta errichtet und am 1. Februar 1884 von der Schule bezogen. Den Namen Max Plancks trägt sie seit dem Todestag des Wissenschaftlers, dem 4. Oktober 1947. Seit 2005 besteht das Max-Planck-Gymnasium (MPG) außerdem noch aus der ehemaligen Orientierungsstufe (OS) Luther-Schule und beherbergt seitdem wieder die Klassen 5 bis 12.

Gebäude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schule umfasst mit dem Hauptgebäude, dem Neubau, den Turnhallen und der Luther-Schule (auch Mini-Max genannt) vier Gebäude. Die Jahrgänge 8–10 und die Oberstufe sind im Gebäude am Theaterplatz untergebracht. Die Jahrgänge 5–7 haben ihre Klassenzimmer in dem Gebäude am Albaniplatz (sogen. Minimax).[2]

Diese schulgebäudliche Entwicklung ergab sich im Zuge der Erweiterung der weiterführenden Schulen um die ehemalige Orientierungsstufe. Zuvor besaß das Max-Planck-Gymnasium zu Göttingen eine Oberstufenvilla, in der letztmals im Schuljahr 2005/06 die Jahrgänge 11–13 untergebracht wurden.

Sprachenfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der 5. Klasse setzen Schüler das Englisch aus der Grundschule fort. Latein kann als 2. Fremdsprache gewählt werden.

Schüler, die in Klasse 5 Latein gewählt haben, setzen diese Fremdsprachen in der 6. Klasse fort. Alle anderen wählen als 2. Fremdsprache Französisch, Latein oder Spanisch.

Im Rahmen des Wahlpflichtunterrichts kann in Klasse 7 als 3. Fremdsprache Französisch, Griechisch, Latein oder Spanisch gewählt werden. Die 3. Fremdsprache ist keine Pflichtfremdsprache. Es gibt weitere Angebote aus den Bereichen Medientechnik, Naturwissenschaften und Gesellschaftswissenschaften.

Arbeitsgemeinschaften und Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Nachmittag kann zwischen 35 Arbeitsgemeinschaften gewählt werden, darunter Jazzband, Schach, Homepage, Elektrotechnik, Parkour, Robotik sowie die Kultsportart der Schule, Speedball.[3]

Ein astrophysikalisches Projekt in Kooperation mit der Uni Göttingen gewann den Hauptpreis von "Schule trifft Wissenschaft", dotiert mit 50.000 €.[4] Unter anderem für dieses Projekt, aber auch für weiteres besonderes Engagement wurde Jens Diese, Betreuer dieses Projekte, Fachlehrer für Physik und Chemie und Fachobmann für Physik am Max-Planck-Gymnasium, mit dem Preis der Stiftung NiedersachsenMetall 2011 ausgezeichnet. Außerdem betreute er weitere schulische Projekte, die Schüler an Naturwissenschaften und Technik heranführen sollen, wie zum Beispiel durch Arbeitsgemeinschaften, und bemühte sich außerordentlich um die Teilnahme von Schülern an Wettbewerben. Der Meinung der Jury nach sei sein Fachwissen und sein Selbstverständnis als Lehrer mit der daraus resultierenden Unterrichtsgestaltung von besonderer Qualität.[5]

Des Weiteren beteiligen sich Schüler des Max-Planck-Gymnasium regelmäßig und erfolgreich an Wettbewerben, wie etwa der Mathematik-Olympiade, Jugend musiziert, und diversen naturwissenschaftlichen Wettbewerben.

Liste der Pädagogiarchen und Direktoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1586–1591 Henricus Petreus
1591–1599 Christopherus Seliger
1599–1603 Georg Buscher
1603–1605 Alexander Lycaula
1605–1611 Hippolytus Hubmeier
1612–1626 Georg Andreas Fabricius
1626–1633 Fridericus Wacker (Vizerektor)
1633–1645 Georg Andreas Fabricius
1645–1650 Julius Hartwig Reich
1650–1652 Hermann Gokenhold
1654–1676 Heinrich Tollen
1676–1714 Justus von Dransfeld
1717–1734 Christoph August Heumann
1753–1773 Rudolf Wedekind
1773–1803 Jeremias Nicolaus Eyring
1803–1830 Johann Friedrich Adolph Kirsten
1831–1836 Friedrich August Grotefend
1837–1842 Karl Ferdinand Ranke
1842–1863 August Geffers
1863–1880 Julius Schöning
1880–1889 Hermann Hampke
1889–1912 Anton Viertel
1912 Heinrich Bünsow (komm.)
1913–1916 Otto Miller
1916–1924 Felix Schreiber
1924–1934 Eduard Lisco
7. April bis 5. Juni 1934 Otto Wecker
6. Juni bis 31. Dezember 1934 Heinze
1. Januar bis 1. März 1935 Otto Wecker
1935–1945 Walther John
1945–1947 Kurt Hubert
1947–1954 Ernst Lamla
1954–1969 Hermann Körner
1970–1977 Achim Block
1977–1978 Lothar Scheithauer (interim)
1978–1983 Bodo Schumann
1983–1985 Lothar Scheithauer (interim)
1985–2005 Rainer Nickel
seit 2005 Wolfgang Schimpf

Bekannte Lehrer und Ehemalige[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schüler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Max-Planck-Gymnasium (Göttingen) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Info-Mappe für Eltern, Dezember 2015, abgerufen am 5. Mai 2016
  2. Unsere Schule | Max-Planck-Gymnasium Göttingen. In: www.mpgg.de. Abgerufen am 19. Juni 2016.
  3. Arbeitsgemeinschaften | Max-Planck-Gymnasium Göttingen. In: www.mpgg.de. Abgerufen am 20. Juni 2016.
  4. Preis „Schule trifft Wissenschaft“ 2010 geht an das Göttinger Projekt „Astrophysik enger Doppelsterne“, Pressemeldung der Robert Bosch Stiftung vom 22. September 2010 (online).
  5. Jens Diese - Preisträger 2011. Homepage der Stiftung NiedersachsenMetall, 2011, abgerufen am 23. Februar 2017.