Max-Schmeling-Halle

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Max-Schmeling-Halle
Außenansicht der Max-Schmeling-Halle
Außenansicht der Max-Schmeling-Halle
Daten
Ort Berlin-Prenzlauer Berg
Koordinaten 52° 32′ 41″ N, 13° 24′ 15″ OKoordinaten: 52° 32′ 41″ N, 13° 24′ 15″ O
Eigentümer Land Berlin
Betreiber Velomax Berlin Hallenbetriebs GmbH
Baubeginn 06. Juli 1994
Eröffnung 13. Dezember 1996
Kosten 105 Mio. €
Architekt Jörg Joppien, Albert Dietz,
Annette Maud-Joppien
Kapazität 11.900 Plätze
Spielfläche 48.800 m²
Verein(e)

Füchse Berlin (HBL)
Berlin Recycling Volleys (Volleyball-Bundesliga)

Veranstaltungen

Die Max-Schmeling-Halle ist eine nach dem deutschen Boxer Max Schmeling benannte Veranstaltungsarena im Berliner Bezirk Pankow. Die offizielle Eröffnung der Halle fand am 13. Dezember 1996 in Anwesenheit von Max Schmeling statt.[1] Die Max-Schmeling-Halle ist neben dem Velodrom und der Mercedes-Benz Arena eine der größten Veranstaltungshallen der Hauptstadt. Die Max-Schmeling-Halle und das Velodrom gehören dem Land Berlin und werden von der Firma Velomax Berlin Hallenbetriebs GmbH, einer hundertprozentigen Tochtergesellschaft der Unternehmensgruppe Gegenbauer, betrieben. In der Halle finden bis zu 11.900 Gäste Platz.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Max-Schmeling-Halle liegt am Falkplatz im Gleimviertel (Ortsteil Prenzlauer Berg des Bezirks Pankow) und ist Teil des Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportparks.

Nutzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Halle wurde nach Max Schmeling benannt, weil sie ursprünglich im Rahmen der Bewerbung Berlins für die Olympischen Sommerspiele 2000 als Boxhalle geplant war und später zu einer Multifunktionshalle erweitert wurde. Heute ist die Arena mit ihren steilen Tribünen Heimat des Volleyball-Bundesligisten Berlin Recycling Volleys und des Handballvereins Füchse Berlin. Neben Ballsportarten aller Art werden hier auch zahlreiche Wettkämpfe anderer Sportarten ausgetragen, u. a. im Boxen, Tanz, Cheerleading, Tischtennis, Kampfsport und Hallenhockey. Dabei bietet die Halle Platz für bis zu 8.500 Zuschauer; bei Konzerten sind bis zu 11.900 Besucher möglich. Aufgrund ihrer Multifunktionalität ist die Halle auch für Veranstaltungen verschiedenster Art geeignet und wandelbar.

Konzert von The Boss Hoss, 2016 in der Arena

In der Halle waren bereits viele internationale Künstler zu Gast, hier ein Auszug:
David Bowie, Eric Clapton, Herbert Grönemeyer, Earth, Wind and Fire, Tom Jones, Madonna, Eagles, Roxy Music, Elton John, Simply Red, Santana, Mariah Carey, Fleetwood Mac, Lionel Richie, The Corrs, Bryan Adams, Udo Lindenberg, Beastie Boys, Söhne Mannheims, Backstreet Boys, Marius Müller-Westernhagen, Die Toten Hosen, Deep Purple, Alice Cooper, André Rieu, Pink, Chris de Burgh, Puhdys, Shakira, Joe Cocker, Snoop Dogg & P. Diddy, Bob Dylan, Beyoncé, Justin Timberlake, Rod Stewart, James Blunt, Howard Carpendale, DJ BoBo, Paul Potts, The Pussycat Dolls, Judas Priest, The Killers, Robbie Williams, Status Quo, Adoro, Jean Michel Jarre, Alice Cooper, Katy Perry, Bruno Mars, Beatsteaks, The Kelly Family, Drake, Mötley Crüe & Slash, Blink-182, The Cranberries, Billy Talent, Seeed, Lil Wayne, Tim Bendzko, Casper, Marteria, Pharrell Williams, Jan Delay, Cro, Ed Sheeran, Motörhead, Clueso, Slipknot, Kraftklub, Noel Gallagher, Deichkind, Ariana Grande, Unheilig,The BossHoss, Imagine Dragons, Sido, Nightwish, K.I.Z, Ellie Goulding, Andreas Bourani, Alligatoah und Peter Maffay.

Final Four der Volleyball Champions League 2015 mit den Berlin Recycling Volleys

Auch internationale Sportveranstaltungen finden hier regelmäßig statt, wie zum Beispiel:

Links und rechts der Arena befinden sich drei Dreifeldersporthallen. Diese können mit Hilfe von Stoffvorhängen in jeweils drei Bereiche geteilt werden. Neben dem dort ansässigen Landesleistungszentrum Basketball und dem täglichen Trainingsbetrieb von Sportvereinen und Schulsport trainieren auch die Mannschaften von Alba Berlin im Komplex der Max-Schmeling-Halle und auch das Landesleistungszentrum Tanzen befindet sich dort.

Besonderheiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Außenansicht auf dem grünen Dach der Max-Schmeling-Halle

Auf dem Dach der Max-Schmeling-Halle befindet sich die größte Solarstromanlage auf einem öffentlichen Gebäude Berlins. Die 1064 installierten Photovoltaik-Module mit einer Fläche von 1749 m² können bis zu 250 kW Strom produzieren. Der Jahresertrag beträgt bei durchschnittlicher Sonnenscheindauer 220 MWh, das entspricht dem Strombedarf von rund 110 Haushalten. Die Anlage vermeidet jährlich 220 Tonnen Kohlendioxid. Die Berliner Energieagentur (BEA) hat die Solaranlage konzipiert, finanziert und errichtet und diese wird seit 2009 für insgesamt 20 Jahre von ihr betrieben.[2]

Die Halle ist zu zwei Dritteln in den Boden eingelassen, wodurch sie sich gut in die umliegende Landschaft einpasst. Um die Halle sind Grünflächen angelegt und auf der Halle leben seit Frühjahr 2016 auch Bienenvölker, betrieben von einem Imker des Vereins Stadtbiene e.V. Die Halle hat 2002 die Goldmedaille des internationalen IOC/IAKS Wettbewerbs über die weltweit architektonisch besten und bestgenutzten Hallen insbesondere für ihre ökologische Auslegung gewonnen und ist seit 2011 mit Green-Globe zertifiziert.Grünes Entertainment Im Zertifizierungsverfahren zählen vor allem die Solaranlage, das Blockheizkraftwerk, die nach Norden ausgerichtete Hauptglasfassade sowie die Architektur der „Grünen Brücke“ als Verbindung zwischen den ehemals getrennten Stadthälften von Ost- und West-Berlin sowie die Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr.[3]

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Max-Schmeling-Halle ist von den S-Bahnhöfen Gesundbrunnen und Schönhauser Allee in rund zehn Minuten zu Fuß zu erreichen. Außerdem besteht eine Anbindung an die U-Bahn (Linie U2; Schönhauser Allee bzw. Eberswalder Straße) und die Straßenbahnen der Linien M1 (Haltestelle Milastraße) und M10 (Haltestelle Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark), von denen man die Halle in rund sechs Minuten zu Fuß erreichen kann.[4] Das architektonische Konzept der Halle sieht vor, dass es keine gesonderten Besucherparkplätze gibt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Max-Schmeling-Halle – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Das Boxidol und die Mehrzweckhalle - Offizielle Eröffnung der Max-Schmeling-Halle in Berlin. Abgerufen am 11. August 2016.
  2. Fakten zur Solaranlage der Max Schmeling Halle
  3. IZ-aktuell, Newsletter der Immobilien-Zeitung vom 1. Februar 2011
  4. Betreiberwebseite: [1]