Max Andrzejewski

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Max Andrzejewski (* 1986) ist ein deutscher Jazz-Schlagzeuger und Komponist.

Leben und Wirken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andrzejewski studierte zunächst an der Hochschule für Musik Köln, bevor er 2009 nach Berlin zog, wo er am Jazz-Institut Berlin sein Studium bei John Hollenbeck abschloss.

Andrzejewski gründete im Sommer 2011 seine Band Hütte, um dort auch die ausgeprägte eigene Sprache seiner Mitmusiker Johannes Schleiermacher, Tobias Hoffmann und Andreas Lang zur Entfaltung gelangen zu lassen. Hans-Jürgen Schaal zufolge resultiert eine Formation mit einer sehr großen „konzeptionellen Vielfalt – von Free-Jazz-Gesten bis hin zu Rock- und Punk-Elementen – und mit den meisten Berührungspunkten zur Pop-Kultur: E-Gitarre, Gesang, Eingängigkeit.“[1]

Er gehörte zum Trio Kim3 (mit Kim Efert und Peter Ehwald) und dem Berlin Improvisers Orchestra. Auch tritt er im Rockduo PRANKE mit dem isländischen Gitarristen Daniel Bodvarsson auf, gehört zum Trio Long Winding Road des Gitarristen Kalle Kalima und ist Mitglied der Band Expressway Sketches mit Tobias Hoffmann. Weiterhin spielte er u. a. mit Charles Gayle, Henrik Walsdorff, Jan Roder, Greg Cohen, Philipp Gropper, Antonis Anissegos, Ronny Graupe, Antonio Borghini, Matthias Müller, Andreas Schmidt und Gerhard Gschlößl. Er ist weiterhin auf Alben von Bellbird und Anna Webber zu hören.

Andrzejewski ist außerdem als Komponist und Performer im Theater- und Tanzbereich tätig, so z. B., so arbeitet er beispielsweise mit dem Regisseur Ersan Mondtag zusammen. Er verwirklichte Kompositionen für Stücke wie Tyrannis (Staatstheater Kassel), Schnee (Thalia Theater Hamburg), Iphigenie (Schauspiel Frankfurt), Schere Faust Papier (Thalia Theater Hamburg).

Preise und Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Andrzejewski gewann 2010 mit der Band Ebene0 den Convento Jazzpreis. Seine Band Hütte erhielt 2013 den Neuen Deutschen Jazzpreis; er wurde dort auch als bester Solist des Wettbewerbs geehrt[1] Das Theaterstück "Tyrannis" (Regie Ersan Mondtag) mit Andrzejewskis prägenden Kompositionen wurde 2016 zum Theatertreffen Berlin eingeladen.

Diskographische Hinweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Expressway Sketches (JazzHausMusik; 2010, mit Tobias Hoffmann, Benjamin Schaefer)
  • Ebene Null: Wandertrieb (mit Christoph Möckel, Lucas Leidinger, Stefan Berger)
  • Hütte (Unit Records; 2011)
  • Max Andrzejewski's Hütte und Chor (Traumton Records, 2014, mit Johannes Schleiermacher, Tobias Hoffmann, Andreas Lang sowie Tobias Christl, Friederike Merz, Sarah Whitteron, Zola Mennenöh und Laura Winkler)
  • Expressway Sketches Love Surf Music (Klaeng; 2015, mit Tobias Hoffmann, Benjamin Schaefer, Lukas Kranzelbinder)
  • Max Andrzejewski's Hütte and The Homegrown Organic Gospel Choir (WhyPlayJazz 2017) mit Johannes Schleiermacher, Tobias Hoffmann, Andreas Lang und einem dreizehn-köpfigen Chor, geleitet von Tobias Christl

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Der Jazz gewinnt: Der Neue Deutsche Jazzpreis 2013 geht an Max Andrzejewski und seine „Hütte“, Neue Musikzeitung