Max Bögl

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Firmengruppe Max Bögl
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Rechtsform Stiftung & Co. KG
Gründung 1929
Sitz Sengenthal, Bayern
Leitung Geschäftsführer:[1]
  • Michael Bögl
  • Stefan Bögl
  • Roland Zemler
Mitarbeiter 6.000 (2015)[2]
Umsatz 1,6 Mrd. Euro (2015)[3]
Branche Bauunternehmen
Website www.max-boegl.de

Die Firmengruppe Max Bögl ist ein international tätiges Bauunternehmen mit Sitz in Sengenthal bei Neumarkt in der Oberpfalz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Bögl senior gründete 1929 einen Maurerbetrieb.[4] Im Jahre 1955 tritt Max Bögl junior in die Firma ein, und erweitert diese um Straßen- und Kanalbau. Der Betrieb wird 1973 an die Söhne Hans und Max Bögl übergeben. Ein Jahr später erhält Max Bögl sen. den Bayerischen Verdienstorden, ebenfalls 1974 wurde die Max Bögl Bauunternehmung GmbH & Co. KG gegründet, sowie die erste Zweigniederlassung in Erlangen eröffnet.

Nach zuvor bereits getätigten Firmenzukäufen erfolgten 1990 die ersten Übernahmen ostdeutscher Betriebe. Die erste Auslandsniederlassung wurde 1994 in Tschechien gegründet. Aus dem bisherigen Gesamtunternehmen wurden 1997 einzelne Bereiche herausgenommen und als eigenständige Unternehmen im Verbund geführt.

Für die Errichtung der größten freitragenden Halle der Welt, der Luftschiffhalle der Cargolifter AG in Brand bei Berlin, wird der Firmengruppe der europäische Stahlbaupreis 2000 verliehen. 2002 erhält die Firmengruppe den größten Einzelauftrag in der Firmengeschichte zum Bau von drei U-Bahnhöfen in Amsterdam. Die erste kommerziell betriebene Transrapidstrecke der Welt in Shanghai, mit Fahrwegträger von Max Bögl wird 2003 eingeweiht. 2005 wird die Staumauer der Talsperre Leibis-Lichte in Thüringen errichtet. Auf der 2006 fertiggestellten Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München wird zum ersten Mal das System „Feste Fahrbahn Bögl“ (Gleistragplatte) verwendet. Einen Großauftrag zum Umbau des ehemaligen Space-Park zum Einkaufs- und Erlebniszentrum „Waterfront“ in Bremen erhält die Firmengruppe 2007 von der irischen LNC Property Group. 2007[5] wurde das Unternehmen und mehrere leitende Mitarbeiter, darunter Hans Bögl (sen.), zu einer Strafzahlung in Millionenhöhe wegen Bestechung eines IKEA-Mitarbeiters verurteilt. Im Jahr 2008 wurde der Besucher-Transrapid der Deutschen Bahn AG vom Münchener Flughafen für den symbolischen Preis von 1 Euro zzgl. Transport an den Bögl-Hauptsitz bei Neumarkt in der Oberpfalz gebracht.

Die Federführung bei der Akquisitionsarbeit für den Transrapid[6] wurde 2010 übernommen, im selben Jahr bekam das Unternehmen die Zuschläge für den Fortbau des Stadions Miejski (Wrocław), die Erweiterung der Landebahn des Flughafens Sibiu[7], den Neubau der Arena Națională in Bukarest[8] sowie den Bau der Umfahrungsschnellstraße um Sibiu[9]. Das leistungsstärkste Windkraftwerk Bayerns wurde 2011, auf dem Winnberg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz (Gesamthöhe 180 m, Anschlussleistung 3,4 Megawatt), in Betrieb genommen. Die Anlage produziert mehr als ein Drittel des Stromverbrauchs der gesamten Gemeinde Sengenthal. 2011 startete der Baubeginn der mit 115 Metern höchste Autobahnbrücke in NRW im Sauerland am Ende der A46[10]. Das Shopping-Center „Nordlicht“ wurde 2012 gebaut. Einen Auftrag über 80 Millionen Euro zur Lieferung der Tübbinge für den neuen Fildertunnel in Stuttgart (Baden-Württemberg) erhielt das Unternehmen 2013.

Im Januar 2014 wurde das Richtfest der 277 Meter langen und 30 Meter hohen Produktionshalle neben dem Schwerlasthafen Rendsburg begangen, in der ab Juli 2014 die Produktion von Türmen für Windkraftanlagen begonnen wurde.[11] Im März 2014 wurde mit dem Spatenstich der Grundstein für das neue Stadtquartier "NeuerMarkt" in Neumarkt in der Oberpfalz gelegt.[12]

Am 8. September 2014 wurde die Marke „Max Bögl“ zum Firmennamen, die Tätigkeitsbezeichnung „Bauunternehmung“ fiel weg. Mit dem Stiftungsgedanken möchten die Gesellschafter Johann Bögl und Max Bögl ihr langfristiges unternehmerisches Engagement unterstreichen.[13]

Max Bögl ist mit dem Neubau einer Autobahnbrücke der A7 betraut. Am 15. Juni 2016 stürzte eine Stahlstützkonstruktion am Neubau der Talbrücke Schraudenbach (A7) ein. Ein 38-jähriger Bauarbeiter kam ums Leben, 14 Arbeiter wurden teilweise schwer verletzt. Die Bauarbeiter waren alle bei einem Subunternehmer angestellt, teilte Max Bögl mit. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zur Ursache.[14][15]

Bauwerke, die das Unternehmen gebaut hat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Betriebsstruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Aufsichtsrat besteht aus Dieter Klinger, Max Bögl und Peter Hanf. Die Unternehmensbereiche sind Hochbau, Tiefbau, Ingenieurbau, Fertigteilwerke, Stahl- und Anlagenbau, Tunnelbau, Microtunneling, Bodenvereisung, Gleitschalungsbau, Roh- und Baustoffe, Versicherungs- und Finanzdienstleistungen, Projektentwicklung, Wind AG.

Im Bereich der Erneuerbaren Energien engagiert sich Bögl bei der Entwicklung und Errichtung von Türmen für Windkraftanlagen.

Max Bögl beschäftigt weltweit 6000 Mitarbeiter (Stand: 2014) und ist einer der größten Arbeitgeber der Region Neumarkt mit Standorten in Sengenthal, Neumarkt und Mühlhausen bei Neumarkt.

Die Firmengruppe verfügt über sieben Fertigteilwerke in Neumarkt, Bachhausen bei Berching, Gera, Linthe, Hamminkeln und Liebenau und Osterrönfeld sowie über 30 weitere Standorte in Deutschland und dem europäischen Ausland, denen wiederum weitere Produktionsstätten angegliedert sind.

Firmengruppe Max Bögl in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Max Bögl Stiftung & Co. KG
  • Max Bögl Bauservice GmbH & Co. KG
  • Max Bögl Fertigteilwerke GmbH & Co. KG
  • Max Bögl Stahl- und Anlagenbau GmbH & Co. KG
  • Max Bögl Transport und Geräte GmbH & Co. KG
  • Max Bögl Wind AG
  • Max Bögl Verkehrstechnik GmbH
  • Max Bögl Versicherungsdienstleistung GmbH & Co. KG
  • BK Infrastruktur GmbH
  • Bögl Reitz GmbH
  • IBOS GmbH
  • Max Bögl Windpower Winnberg GmbH & Co. KG

Firmengruppe Max Bögl International[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Max Bögl International SE
  • Max Bögl Asia Pacific Limited, Hong Kong
  • Max Bögl Construction Limited, Hong Kong
  • Max Bögl Stiftung & Co. KG, Filial Tyskland, Dänemark
  • Goller Boegl GmbH, Italien
  • Max Bögl Nederland B.V., Niederlande
  • Max Bögl Austria GmbH, Österreich
  • Max Bögl Polska Sp. z.o.o., Polen
  • Max Bogl Qatar WLL, Qatar
  • Max Boegl Romania S.R.L., Rumänien
  • Max Bögl Schweiz AG, Schweiz
  • BÖGL a KRÝSL k.s., Tschechien, Polen, Slowakei

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. max-boegl.de: Impressum
  2. Mitarbeiterzahl
  3. Umsatz
  4. http://www.neumarktonline.de/art.php?newsid=430. 22. Juni 2005.
  5. http://www.wiwo.de/unternehmen/korruption-deutschlands-spektakulaerste-bauskandale-seite-2/5563676-2.html
  6. Verkehrsministerium zu Besuch bei Max Bögl in Neumarkt in neumarkt-tv.de Neumarkt TV,29. März 2010
  7. tribuna.ro: Se prăbuşeşte pista aeroportului!, 23. August 2010 (Rumänisch)
  8. max-boegl.de: Neues Nationalstadion in Bukarest
  9. citynews.ro: Centura Sibiului, salvarea firmei Max Boegl, 5. Februar 2010 (Rumänisch)
  10. Höhenrekord geht an Talbrücke Nuttlar. Max Bögl. Abgerufen am 9. April 2013.
  11. Max Bögl feiert Richtfest für das Hybridturmfertigungswerk in Osterrönfeld. Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises Rendsburg-Eckernförde mbH, abgerufen am 8. Februar 2014.
  12. http://max-boegl.de/fileadmin/content/download-center/Pressemeldungen_Max_Boegl/Pressemeldungen_intern/Spatenstich_NeuerMarkt_070314.pdf
  13. max-boegl.de: Geschichte 2014
  14. Unglück an A7 bei Werneck: Rätsel um Einsturz der Schraudenbach-Brücke. In: mainpost.de. Abgerufen am 16. Juni 2016 (de-de).
  15. Olaf Przybilla Schweinfurt: Unglück in Unterfranken: Das Trümmerfeld lässt erahnen, wie schwierig die Ursachensuche wird. In: sueddeutsche.de. ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 16. Juni 2016]).
  16. http://max-boegl.de/fileadmin/content/download-center/Pressemeldungen_Max_Boegl/Pressemeldungen_extern/Brueckenbau_1_2_2013_Nijmegen_28_02_13.pdf

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Max Bögl Bauunternehmung – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien