Max Blumenthal

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Max Blumenthal (2011)

Max Blumenthal (* 18. Dezember 1977 in Boston) ist ein US-amerikanischer Autor, Journalist, Blogger und Filmemacher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blumenthal ist der Sohn von Jaqueline und Sidney Blumenthal, einem US-amerikanischen Journalisten, politischen Aktivisten und früheren Berater des ehemaligen US-Präsidenten Bill Clinton und langjährigen Vertrauten von Hillary Clinton.

Blumenthal absolvierte seinen Abschluss 1999 an der University of Pennsylvania.[1] Er war Forschungsstipendiat (Research Fellow) für Media Matters for America.[2]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2009 erschien das erste Buch von Blumenthal, Republican Gomorrah: Inside the Movement that Shattered the Party, das sich auf der Bestsellerliste der New York Times platzierte.[3] Paul Begala nannte den Erstling ein „wichtiges“ Buch.[4]

Blumenthals zweites Buch, Goliath, wurde vom amerikanischen Historiker und Journalisten Eric Alterman in seiner politischen Kolumne für The Nation als gedankenlos konstruiertes („carelessly constructed“) „Ich-hasse-Israel-Handbuch“ rezensiert, das alle bis auf die fanatischsten Antizionisten („most fanatical anti-Zionist extremists“) vor den Kopf stoße.[5] Beim ehemaligen Grand Wizard des Ku-Klux-Klan, David Duke, fand das Buch hingegen Zuspruch.[6]

Blumenthals Äußerungen, wie der Vergleich Israels mit dem Nationalsozialismus in Deutschland, werden durch das Simon Wiesenthal Center (SWC) als antisemitisch eingestuft.[7][8] Eine mit Blumenthal geplante Veranstaltung bildete den Anlass der Toilettenaffäre, die das SWC als einen der schlimmsten antisemitischen Ausfälle des Jahres 2014 bezeichnete.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Publikationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009: Republican Gomorrah: Inside the Movement that Shattered the Party, New York, Nation Books, ISBN 9781568583983. (Siehe zur ISBN unter: Karlsruher Virtueller Katalog.)
  • 2013: Goliath: Life and Loathing in Greater Israel
  • 2015: The 51 Day War: Ruin and Resistance in Gaza.
  • 2019: The Management of Savagery: How America's National Security State Fueled the Rise of Al Qaeda, ISIS, and Donald Trump. London/New York: Verso Books; ISBN 9781788732284

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Max Blumenthal (Memento des Originals vom 6. März 2010 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.theinvestigativefund.org, auf theinvestigativefund.org.
  2. Author and Journalist Max Blumenthal to Speak at UC Riverside. UC Riverside, 24. September 2009.
  3. http://www.thenation.com/authors/max-blumenthal/ He is the author of the bestselling book Republican Gomorra auf thenation.com
  4. Begala, Paul. "Commentary: Obama Lucky With His Enemies", CNN.com, 10. September 2009, abgerufen am 18. Juni 2016
  5. Udi Greenberg, Daniel Steinmetz-Jenkins: The ‘I Hate Israel’ Handbook. In: thenation.com. 29. Juni 2015, abgerufen am 19. März 2016 (englisch).
  6. Shmuley Boteach: No Holds Barred: Hillary’s Clinton’s troubling relationship with Israel-hating adviser, Jerusalem Post vom 11. Januar 2016
  7. Daniel Bax: Max Blumenthal und die Klo-Affäre: „Ich bin empört“, Die Tageszeitung – 13. November 2014. Abgerufen am 9. Juni 2016.
  8. Marcus Meier: Gysi-Jäger: Jüdischer Milliardär "nutzt" deutsche Parteien, Telepolis – 13. November 2014. Abgerufen am 9. Juni 2016.
  9. Day of the Dead. In: Salon. 4. Dezember 2002. Abgerufen am 21. Mai 2015.
  10. "Neighborhood Briefing", Arizona Daily Star, September 17, 2004.
  11. Max Blumenthal awarded 2014 Cultural Freedom Award for An Especially Notable Book, lannan.org, abgerufen am 10. Oktober 2019.
  12. The 51 Day War: Resistance and Ruin in Gaza - Palestine Book Awards. Abgerufen am 17. Mai 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Max Blumenthal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien