Max Franz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Max Franz Ski Alpin
Max Franz (2014)
Nation OsterreichÖsterreich Österreich
Geburtstag 1. September 1989
Geburtsort Klagenfurt
Größe 182 cm
Karriere
Disziplin Abfahrt, Super-G,
Riesenslalom, Kombination
Verein SV Weißbriach Ski Sektion
Status aktiv
Medaillenspiegel
Weltmeisterschaften 0 × Gold 0 × Silber 1 × Bronze
FIS Alpine Skiweltmeisterschaften
0Bronze0 St. Moritz 2017 Abfahrt
Platzierungen im alpinen Skiweltcup
 Debüt im Weltcup 28. November 2009
 Weltcupsiege 1
 Gesamtweltcup 15. (2014/15)
 Abfahrtsweltcup 9. (2012/13)
 Super-G-Weltcup 6. (2016/17)
 Kombinationsweltcup 23. (2011/12)
 Podiumsplatzierungen 1. 2. 3.
 Abfahrt 1 2 0
 Super-G 0 0 1
letzte Änderung: Saisonende 2016/17

Max Franz (* 1. September 1989 in Klagenfurt[1]) ist ein österreichischer Skirennläufer. Er ist der Cousin des ehemaligen Skirennläufers Werner Franz und vor allem in den schnellen Disziplinen Abfahrt und Super-G erfolgreich. Seit 2012 gehört er der Nationalmannschaft des Österreichischen Skiverbandes (ÖSV) an.

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Franz fährt für den SV Weißbriach und wurde 2006 in den ÖSV-Kader aufgenommen. Sein erstes FIS-Rennen bestritt er im Dezember 2004, der erste Podestplatz folgte im März 2009 im Riesenslalom.

Im Europacup ging er erstmals im März 2006 an den Start, im Jahr darauf setzte ihn ein Oberschenkeltrümmerbruch 18 Monate lang außer Gefecht.[2] Die erste volle Saison folgte 2008/09. In seinem erst dritten Europacuprennen schaffte er bei der Abfahrt am Patscherkofel in Innsbruck mit Platz drei seinen ersten Podestplatz. Bei der darauffolgenden Abfahrt in Wengen am 9. Jänner 2009 konnte er seinen ersten Sieg feiern, zog sich jedoch während der Fahrt bei einem Sprung eine Kreuzbandzerrung zu. Franz wäre von den ÖSV-Trainern für einen Start bei der Weltcup-Abfahrt in Wengen, dem legendären Lauberhornrennen, in der darauf folgenden Woche vorgesehen gewesen, musste aufgrund seiner Knieverletzung jedoch zwei Wochen pausieren.[3] Ende Jänner schaffte er mit Platz zwei bei der Abfahrt in Les Orres ein erfolgreiches Comeback. Aufgrund dieser Ergebnisse wurde er hinter Patrick Küng Zweiter der Europacup-Abfahrtswertung und sicherte sich einen Fixstartplatz in seiner Spezialdisziplin für die kommende Weltcupsaison 2009/10.

In seinem ersten Weltcuprennen, der Abfahrt von Lake Louise am 28. November 2009, erreichte Franz nur den 59. Platz. Fünf Tage später zog er sich beim Abfahrtstraining in Beaver Creek einen Riss des vorderen Kreuzbands im rechten Knie zu, womit die Saison für ihn beendet war.[4] Zu Beginn der Saison 2010/11 konnte Franz wieder an Rennen teilnehmen. Am 30. Jänner 2011 gewann er als 21. der Super-Kombination von Chamonix seine ersten Weltcuppunkte. Im März 2011 wurde er erstmals Österreichischer Staatsmeister in der Abfahrt. In der Saison 2011/12 fand Franz Anschluss an die Weltspitze: Am 16. Dezember 2011 fuhr er im Super-G von Gröden auf den fünften Platz und erzielte damit sein erstes Top-10-Ergebnis im Weltcup. Ebenfalls Fünfter wurde er am 4. März 2012 im Super-G von Kvitfjell. In den Disziplinen Abfahrt und Super-Kombination fuhr er je zweimal unter die schnellsten 15. Nach dem Winter wurde er in die Nationalmannschaft des ÖSV aufgenommen.

Am 24. November 2012 fuhr Franz in der Abfahrt von Lake Louise auf den zweiten Platz und erzielte damit seine erste Podestplatzierung im Weltcup. Sieben Tage später erlitt er bei einem Sturz im Super-G von Beaver Creek eine schwere Gehirnerschütterung sowie eine Nasenbeinfraktur und Abschürfungen im Gesicht.[5] Er musste sechs Wochen pausieren und gab am 19. Jänner 2013 mit dem 14. Platz in der Lauberhornabfahrt von Wengen sein Comeback. Eine Woche später schaffte er auf der Streif in Kitzbühel mit 5. Rang seinen ersten Top-10 Platzierung nach der Verletzung. Bei der Heim-Weltmeisterschaft in Schladming konnte Franz seinen Erwartungen nicht gerecht werden. In der Abfahrt erreichte er nur Rang 23, im Super-G durfte er erst gar nicht an den Start gehen. Im Weltcup lief es danach wieder besser für ihn: In Kvitfjell fuhr er sowohl im Super-G als auch in der Abfahrt auf den 7. Rang. Er beendete die Saison auf dem 9. Platz des Abfahrtsweltcups.

In der darauf folgenden Saison 2013/14 bestätigte Franz seine Leistungen des Vorjahres durch konstante Top-15-Resultate. Sein bestes Abfahrtsergebnis erreichte er am 18. Jänner 2014 mit Platz 4 in der Lauberhornabfahrt von Wengen. Kurz darauf fuhr er im Super-G von Kitzbühel ex-aequo mit Aksel Lund Svindal auf den 3. Rang.[6] Es war dies sein bis dato einziger Podestplatz im Super-G. Durch diese Leistungen durfte Franz bei den Olympischen Winterspielen 2014 sowohl im Super-G als auch in der Abfahrt an den Start gehen. Im Super-G verpasste er als Sechser nur um sieben Hundertstel die Bronzemedaille.[7] In der Abfahrt wurde er Neunter. Auch in der Saison 2014/15 fuhr er regelmäßig in die Top-20. Bei der Abfahrt in Saalbach-Hinterglemm erreichte er beim österreichischen Dreifachsieg hinter Matthias Mayer den 2. Platz.[8]

Die Saison 2015/16 begann für Franz mit guten Ergebnissen: in den Speed-Rennen von Lake Louise belegte er den 6. Platz in der Abfahrt und den 4. Platz im Super-G. In den Abfahrten von Gröden und Wengen erreichte er weitere Top-Ten-Ergebnisse. Am 19. Jänner 2016 zog er sich im ersten Training für das Hahnenkammrennen in Kitzbühel schwere Verletzungen im linken Knie sowie im linken Handgelenk zu und musste die Saison vorzeitig beenden.[9] Gegen Ende der Saison war Max Franz wieder am Start, wobei er im Super-G sowie in der Abfahrt von Kvitfjell nicht in die Punkteränge fuhr. Beim Saisonfinale in St. Moritz erreichte er Platz 11 im Super-G.

Am 17. Dezember 2016 gewann er den Abfahrtsklassiker von Gröden vor Aksel Lund Svindal und dem dreifachen Gröden-Sieger Steven Nyman und feierte damit seinen ersten Weltcupsieg. Bei der alpinen Ski-WM in St. Moritz errang er Bronze in der Abfahrt.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olympische Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weltcup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 4 Podestplätze, davon 1 Sieg:
Datum Ort Land Disziplin
17. Dezember 2016 Gröden Italien Abfahrt

Weltcupwertungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Saison Gesamt Abfahrt Super-G Kombination
Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte Platz Punkte
2010/11 140. 12 - - 57. 2 39. 10
2011/12 32. 290 24. 94 14. 156 23. 40
2012/13 26. 269 9. 201 18. 68 - -
2013/14 26. 336 13. 214 15. 117 37. 5
2014/15 15. 457 10. 256 8. 187 24. 14
2015/16 43. 237 27. 116 22. 105 28. 16
2016/17 25. 329 16. 139 6. 190 - -

Europacup[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum Ort Land Disziplin
9. Jänner 2009 Wengen Schweiz Abfahrt

Junioren-Weltmeisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Österreichische Meisterschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://sport.orf.at/sotschi2014/stories/2201166/
  2. Ski-Alpin: Neue Generation suedsport.at, 3. Februar 2009
  3. ÖSV-Jungstars dürfen das Lauberhorn hinunterbrettern kleinezeitung.at, 14. Jänner 2009
  4. Max Franz beim Training verletzt kaernten.orf.at, 3. Dezember 2009, abgerufen am 14. April 2010
  5. Franz auf dem Weg der Besserung. derStandard.at, 2. Dezember 2012, abgerufen am 3. Dezember 2012.
  6. Defago gewinnt Super-G von Kitzbühel - Franz Dritter Krone.at, 26. Januar 2014, abgerufen am 8. März 2015.
  7. Jansrud gewinnt Super-G - ÖSV im Pech news.at, 16. Februar 2014, abgerufen am 8. März 2015.
  8. Dreifachtriumpf in Saalbach. Kurier.at, 21. Februar 2015, abgerufen am 8. März 2015.
  9. Saisonende für Franz sport.orf.at, 19. Januar 2016, abgerufen am 20. Januar 2016.