Max Giesinger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Max Giesinger (2016)

Max Giesinger (* 3. Oktober 1988 in Waldbronn) ist ein deutscher Sänger und Songwriter. Im Februar 2012 belegte er in der ersten Staffel der Gesangs-Castingshow The Voice of Germany den vierten Platz.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Giesinger stammt aus Busenbach, einem Ortsteil von Waldbronn im baden-württembergischen Landkreis Karlsruhe. Im Alter von 13 Jahren spielte er in seiner ersten Band, den Deadly Punks. Weitere Bands folgten. Mit 20 Jahren spielte er in der Bud Spencer Group, bei Sovereign Point und als Soloprojekt Maxville und absolvierte neben der Schule 70 Auftritte im Jahr.[1] Sein Abitur machte er auf dem Gymnasium Karlsbad. Nach dem Abitur reiste er für ein Work-&-Travel-Programm nach Australien und Neuseeland, wo er als Straßenmusiker tätig war.[2]

Seit 2006 lädt Giesinger im Internet-Videoportal YouTube regelmäßig Coverversionen, aber auch selbst geschriebene Lieder hoch. Bei diesen begleitet er sich meistens mit der Gitarre. Sein bis 2016 meistgesehenes Video mit über vier Millionen Klicks war eine Version des Songs Somebody That I Used to Know von Gotye, die er 2012 zusammen mit Michael Schulte aufgenommen hatte.

Nach seiner Rückkehr nach Deutschland bewarb Giesinger sich an der Popakademie Baden-Württemberg in Mannheim. Dort war er schon seit Anfang 2011 Teil des Bandförderprogramms Bandpool, wurde jedoch nicht als Student zugelassen, da er die Aufnahmeprüfung nicht bestand.[3] Er nahm im Jahr 2011 bei der Gesangs-Castingshow The Voice of Germany teil, nachdem er von den Produzenten angesprochen worden war. Er wurde allein durch das Votum der Anrufer durch die ersten drei Liveshows bis in das Halbfinale gewählt. Das Lied, mit dem er bei der ersten Liveshow auftrat, ein Cover des Coldplay-Songs Fix You, platzierte sich danach durch Downloadverkäufe in den deutschen Charts. Mit Unterstützung seines Coaches Xavier Naidoo erreichte er das Finale der Sendung am 10. Februar 2012, in dem er den vierten Platz belegte. Sein Lied Dach der Welt erreichte anschließend Platz 14 der deutschen Charts. Danach folgte eine erste Deutschland-Tournee mit Auftritten in zwölf Städten. 2013 veröffentlichte Giesinger die EP Unser Sommer und ging anschließend auf seine zweite Deutschland-Tournee In dieser Stadt.

Nachdem er sich wegen Differenzen über die Zusammenarbeit von seinem Label getrennt hatte, startete Giesinger im Februar 2014 eine Crowdfunding-Kampagne auf Startnext zur Finanzierung seines ersten Albums. Das Finanzierungsziel erreichte er dabei innerhalb von 24 Stunden.[4] Sein Debütalbum Laufen lernen veröffentlichte Giesinger in Eigenregie mit Hilfe von Rent a Record Company. Allerdings gelang es ihm nicht, an den Erfolg seiner Zeit bei The Voice of Germany anzuknüpfen.

Das zweite Album Der Junge, der rennt wurde in Mannheim und Großenbrode aufgenommen.[5] Diesmal gelang es ihm, mit BMG wieder ein Label für die Veröffentlichung zu gewinnen. Außerdem entwickelte sich die vorab veröffentlichte Single 80 Millionen zu einem Radioerfolg und stieg Anfang April 2016 in die deutschen Charts ein. Zwei Wochen später erreichte das Album Platz 20 der Charts in Deutschland und stieg auch in die Schweizer Hitparade ein. Nachdem er zur Fußball-EM 2016 das Lied 80 Millionen in einer neuen Version aufgenommen hatte, erreichte es Platz 2 in den deutschen Charts.[6] Am 16. September 2016 erschien mit Wenn sie tanzt die zweite Singleauskopplung des Albums. Nachdem das Stück zunächst auf den hinteren Rängen eingestiegen war, erreichte die Single im Dezember 2016 ebenfalls die Top 10 der deutschen Singlecharts.

Im September 2017 wurde bekannt gegeben, dass er im Frühjahr 2018 Sasha als Coach bei The Voice Kids ablösen wird.[7]

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Giesinger beim Radio Regenbogen Award 2017 im Europapark in Rust

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Chartplatzierungen[8][9] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
2014 Laufen lernen
Motor Music
Erstveröffentlichung: 20. Mai 2014
2016 Der Junge, der rennt
BMG
17 Platin
(… Wo.)
41
(6 Wo.)
27
(15 Wo.)
Erstveröffentlichung: 8. April 2016
Verkäufe: + 200.000
Nummer-eins-Alben
Alben in den Top 10
Alben in den Charts 1 1 1

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Musiklabel
Anmerkungen
2014 Unser Sommer
• Motor Music
Erstveröffentlichung: 10. Oktober 2014

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Titel
Album
Chartplatzierungen[8] Anmerkungen
DeutschlandDeutschland DE OsterreichÖsterreich AT SchweizSchweiz CH
2012 Fix You 70
(1 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. Januar 2012
Dach der Welt 14
(3 Wo.)
39
(1 Wo.)
65
(2 Wo.)
Erstveröffentlichung: 10. Februar 2012
2016 80 Millionen
Der Junge der rennt
2 Platin
(38 Wo.)
52
(6 Wo.)
53
(3 Wo.)
Erstveröffentlichung: 24. April 2016
Verkäufe: + 400.000
Wenn sie tanzt
Der Junge der rennt
9 Gold
(26 Wo.)
18
(15 Wo.)
16 Gold
(23 Wo.)
Erstveröffentlichung: 6. September 2016
Verkäufe: + 215.000
Nummer-eins-Singles
Singles in den Top 10 2
Singles in den Charts 4 3 3

Weitere Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • I’ll Be Waiting (2012)
  • Vom selben Stern (2012)
  • Unser Sommer (2013)
  • Irgendwas mit L (2014)
  • Kalifornien (2014)
  • Für immer (2015)
  • Roulette (2017)
  • Nicht so schnell (2017)

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Giesinger mit der 1 Live Krone 2016

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Max Giesinger - Drei musikalische Leben, ka-city.de, 28. April 2009
  2. Max Giesinger: Ich bin auf dem richtigen Weg., stuttgarter-zeitung.de, 3. Februar 2012
  3. Die Musik spielt eine Nebenrolle In: Badische Neueste Nachrichten, 13. Januar 2012
  4. Max Giesinger - Debütalbum, Startnext.de
  5. https://www.youtube.com/watch?v=k6reKOapTUc
  6. King Soccer Is Back auf germanchartblog am 17. Juni 2016
  7. Uwe Mantel: Ex-"The-Voice"-Kandidat wird "Voice-Kids"-Coach. In: DWDL.de. 22. September 2017; abgerufen am 22. September 2017.
  8. a b Chartquellen: Deutschland- Österreich - Schweiz
  9. Auszeichnungen: DE - CH
  10. Radio Galaxy Award 2016 für Max Giesinger, Radio Galaxy, 6. Juli 2016, abgerufen am 1. Dezember 2016
  11. Zeichensetzer in der Kommunikation 2017 ausgezeichnet. In: Börse am Sonntag. (boerse-am-sonntag.de [abgerufen am 28. Juni 2017]).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Max Giesinger – Sammlung von Bildern