Max Gluckman

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Max Gluckman (* 26. Januar 1911 in Johannesburg, Südafrika; † 1975), aus russisch-jüdischem Elternhaus, war ein südafrikanischer Ethnosoziologe, der seine Hauptwirkung von der Universität Manchester aus entfaltete (siehe auch Manchester School of Anthropology).

Ausgebildet im Südafrika der Apartheid, das sozialwissenschaftliche Empirie zunehmend erschwerte, führte er zunächst (zumal rechtsethnologische) Feldstudien in Barotseland (Nordrhodesien, heute Sambia) durch. Seine Ansätze beeinflussten die Forschungen am seinerzeit hochangesehenen Rhodes-Livingstone Institute in Lusaka stark, von wo er als Professor an die Universität Manchester berufen wurde.

Von seinen Monografien wurde zumal Custom and Conflict in Africa vielfach aufgelegt und ist ein bedeutender englischer Beitrag zur Konfliktsoziologie und zur Ethnosoziologie der Rituale. Unter seinen zahlreichen Schülern sind A. L. Epstein, Bruce Kapferer, J. Clyde Mitchell und Victor Turner zu nennen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Tilman Grottian, Systemtheoretische Ansätze bei Max Gluckman, Münster/Hamburg: LIT 1994, ISBN 3-89473-645-3

Weblinks[Bearbeiten]