Max Gluckman

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Max Gluckman (* 26. Januar 1911 in Johannesburg, Südafrika; † 1975), aus russisch-jüdischem Elternhaus, war ein südafrikanischer Ethnosoziologe, der die Manchester-Schule begründete.

Ausgebildet im Südafrika der Apartheid, das sozialwissenschaftliche Forschung zunehmend erschwerte, führte er zunächst (zumal rechtsethnologische) Feldstudien in Barotseland (Nordrhodesien, heute Sambia) durch. Seine Ansätze beeinflussten die Forschungen am seinerzeit hochangesehenen Rhodes-Livingstone Institute in Lusaka stark, von wo er als Professor an die Universität Manchester berufen wurde. 1970 wurde er in die American Academy of Arts and Sciences gewählt.

Die Gluckman-Monografien Custom and Conflict in Africa ist ein bedeutender englischer Beitrag zur Konfliktsoziologie und zur Ethnosoziologie der Rituale.

Unter Gluckmans zahlreichen Schülern sind A. L. Epstein, Bruce Kapferer, J. Clyde Mitchell und Victor Turner zu nennen.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Economy of the central Barotse plain. Rhodes-Livingstone Institute, Livingstone 1941.
  • Rituals of rebellion in South-east Africa. Manchester University Press, Manchester 1954.
  • Custom and conflict in Africa. 3. Auflage. Blackwell, Oxford, UK; Cambridge, USA 1991, ISBN 0-631-04840-5.
  • Politics, law and ritual in tribal society. 3. Auflage. Transaction Publishers, New Brunswick 2012, ISBN 978-1-4128-4615-8.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Tilman Grottian, Systemtheoretische Ansätze bei Max Gluckman, Münster/Hamburg: LIT 1994, ISBN 3-89473-645-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]