Max Koch (Literaturhistoriker)

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Max Koch (* 22. Dezember 1855 in München; † 19. Dezember 1931 in Breslau) war ein deutscher Germanist und Hochschullehrer.

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Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Koch studierte Literaturgeschichte in München, unter anderem bei Michael Bernays und Konrad Hofmann. 1878 wurde er mit einer Dissertation über „Die Schleswigschen Literaturbriefe Heinrich Wilhelm von Gerstenbergspromoviert. Es folgten Aufenthalte an den Universitäten Berlin, London und Paris. 1879 habilitierte sich Koch in Marburg, wo er ab 1885 außerordentlicher Professor war. Ab 1890 hatte er den neugegründeten Lehrstuhl für neuere Literaturgeschichte an der Universität Breslau inne.

In seiner Forschung stand Koch in der positivistischen Tradition des 19. Jahrhunderts. So widmete er sich vor allem den biographischen Hintergründen, geschichtlichen und nationalen Zusammenhängen von Literatur. Besonders verdient machte sich Koch um die Förderung der in Deutschland noch jungen vergleichenden Literaturgeschichte. Sein Interesse galt dabei den Zusammenhängen der Stoff- und Motivgeschichte europäischer Literaturen. Er war Herausgeber der „Zeitschrift für vergleichende Literaturgeschichte“ (1887–1910) und der „Studien zur vergleichenden Literaturgeschichte“ (1901-09).

Nach der deutschen Niederlage von 1918, die den Patrioten Max Koch schwer traf, wandte er sich von der kosmopolitischen Basis der Komparatistik ab und hin zu einer nationalistischen und völkischen Haltung, die mit einer starken Verehrung Richard Wagners einherging und zunehmend auch seine Publikationen prägte.

Werke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gottsched und die Reform der deutschen Literatur im achtzehnten Jahrhundert. Richter, Hamburg 1887.
  • Geschichte der Deutschen Literatur. Göschen, Leipzig 1893.
  • Geschichte der Deutschen Literatur von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart. Band 2. Hrsg. von Friedrich Vogt und Max Koch. 1897.
  • (Hrsg.:) August von Platen. Sämtliche Werke in zwölf Bänden. Hesse & Becker, Leipzig 1910.
  • Dantes Bedeutung für Deutschland. Kirchheim, Mainz 1921.
  • Richard Wagners geschichtliche völkische Sendung. H. Beyer & Söhne, Langensalza 1927.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Max Koch – Quellen und Volltexte