Max L. Strack

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Max Leberecht Strack (* 9. September 1867 in Hamburg; † 10. November 1914 bei Merckem, Flandern) war ein deutscher Althistoriker und Numismatiker.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Strack, Sohn eines Kaufmanns, besuchte das Johanneum in Hamburg, wo er 1885 das Abitur ablegte. In Tübingen begann er anschließend ein Studium, zunächst neben seinem Militärdienst als Einjährig-Freiwilliger. Im Herbst 1887 wechselte Strack an die Universität Bonn, wo er sich zunehmend auf die Alte Geschichte konzentrierte. Am 21. März 1892 wurde er in Bonn bei Heinrich Nissen mit einer Dissertation über die Chronologie des Peloponnesischen Kriegs promoviert. Im Herbst 1892 begann Strack eine zweijährige Studienreise durch den Mittelmeerraum, die ihn zunächst nach Athen führte, von wo er in Begleitung anderer Nachwuchswissenschaftler Reisen durch Griechenland und Kleinasien unternahm. 1893 reiste er über Ägypten nach Rom und kehrte 1894 nach Bonn zurück, wo er sich am 25. April 1896 mit einer Arbeit über die Ptolemäer habilitierte.

1904 wurde Strack außerordentlicher, 1907 ordentlicher Professor für Alte Geschichte in Gießen. 1912 wechselte er nach Kiel. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde Strack Offizier und fiel im November 1914 in Flandern. Sein Sohn Paul L. Strack, ebenfalls Althistoriker und Numismatiker, war einer seiner Nachfolger auf der Professur in Kiel und fiel im Zweiten Weltkrieg.

Stracks Forschungsgebiet waren vor allem die Geschichte der Ptolemäer und die griechische Numismatik. Seit 1896 war er Korrespondierendes Mitglied des Deutschen Archäologischen Instituts.

Er war seit 1886 Mitglied des Corps Suevia Tübingen.[1]

Schriften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • De rerum prima belli Peloponnesiaci Parte gestarum temporibus, Dissertation, Bonn 1892
  • Die Dynastie der Ptolemäer. Hertz, Berlin 1897 (archive.org).
  • Die antiken Münzen Nordgriechenlands, Band II 1, 1: Thrakien. Berlin 1912

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Alfred Körte: Max Leberecht Strack, in: Biographisches Jahrbuch für die Altertumswissenschaft 39, 1919, S. 1–16.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kösener Korpslisten 1910, 197, 571.