Max Meyer (Fußballspieler)

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Max Meyer
Meyer Schalke 2015.jpg
im Trikot des FC Schalke 04 (2015)
Personalia
Name Maximilian Meyer
Geburtstag 18. September 1995
Geburtsort OberhausenDeutschland
Größe 173 cm
Position Mittelfeld
Junioren
Jahre Station
2000–2002 FC Sardegna Oberhausen
2002–2004 Rot-Weiß Oberhausen
2004–2009 MSV Duisburg
2009–2013 FC Schalke 04
Herren
Jahre Station Spiele (Tore)1
2012–2018 FC Schalke 04 146 (17)
2013 FC Schalke 04 II 1 0(2)
Nationalmannschaft
Jahre Auswahl Spiele (Tore)2
2009 Deutschland U15 1 0(1)
2010–2011 Deutschland U16 6 0(2)
2011–2012 Deutschland U17 18 0(9)
2013–2014 Deutschland U19 6 0(3)
2014–2017 Deutschland U21 24 0(7)
2016 Deutschland Olympiaauswahl 6 0(4)
2014– Deutschland 4 0(1)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2017/18

2 Stand: 25. April 2018

Maximilian „Max“ Meyer (* 18. September 1995 in Oberhausen) ist ein deutscher Fußballspieler.

Vereinskarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meyer begann mit dem Fußballspielen beim ortsansässigen Verein FC Sardegna Oberhausen, für den er von 2000 bis 2002 spielte. Anschließend spielte er bis 2004 für Rot-Weiß Oberhausen. Danach schloss er sich der Jugendabteilung des MSV Duisburg an. Für den MSV spielte er fünf Jahre, bevor er 2009 in das Nachwuchsleistungszentrum des FC Schalke 04 wechselte. Im Jugendalter war Meyer auch als Futsalspieler beim PSV Wesel-Lackhausen aktiv.[1]

Juniorenzeit beim FC Schalke 04[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Saison 2010/11 erzielte er in 24 Spielen sieben Tore und bereitete zwei weitere Treffer in der B-Jugend-Bundesliga West vor.[2] In der Saison 2011/12 übertraf er diese Marke, als er bereits nach 17 Spielen elf Tore erzielt und zehn weitere vorgelegt hatte. Daraufhin wurde er im Alter von 16 Jahren in die A-Jugend-Mannschaft (U19) von Schalke 04 berufen. Mit ihr gewann er 2012 die Deutsche A-Jugend-Meisterschaft.[3]

Im DFB-Pokal-Spiel gegen den SV Sandhausen stand er am 30. Oktober 2012 erstmals im Profikader, kam allerdings nicht zum Einsatz.[4]

Am 14. Dezember 2012 unterschrieb Meyer einen bis zum 30. Juni 2015 laufenden Fördervertrag. Die Vereinbarung enthielt eine Option auf eine weitere Zusammenarbeit.[5]

FC Schalke 04[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meyer im April 2013; hinten sein damaliger Trainer Jens Keller

In der Winterpause 2012/13 nahm Schalke Meyer mit ins Trainingslager in Katar.[6] Am 22. Spieltag der Bundesligasaison 2012/13 kam Meyer zu seinem Profidebüt, als er beim Auswärtsspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 eingewechselt wurde. Am 12. März 2013 spielte Meyer erstmals in einem Europacup-Wettbewerb, als er im Achtelfinalrückspiel in der Champions League gegen Galatasaray Istanbul eingewechselt wurde.[7]

Im Mai 2013 verlängerte Meyer seinen im Sommer 2015 auslaufenden Vertrag bis 2017.[8] Spielte er in der Saison 2012/13 noch mit der Rückennummer 29, bekam er zur Saison 2013/14 die Nummer 7, die zuvor Raúl getragen hatte und für eine unbestimmte Zeit nicht mehr vergeben werden sollte.[9]

Im Play-Off-Hinspiel der Champions League gegen PAOK Saloniki stnd er zum ersten Mal in einem Profispiel in der Startformation. Im November 2013 verlängerte Meyer seinen Vertrag vorzeitig bis zum 30. Juni 2018.[10]

In der Saison 2014/15 kam er als offensiver Mittelfeldspieler auf 28 Ligaspiele, in denen er fünf Tore erzielen und ein weiteres vorbereiten konnte. In der Saison 2015/16 kam er unter Trainer André Breitenreiter auch auf den Außen zum Einsatz. Zur Saison 2016/17 wurde Breitenreiter durch Markus Weinzierl ersetzt. In den ersten sieben Bundesliga-Spielen betritt Meyer nur 264 von möglichen 630 Spielminuten. Er agierte zwar wieder als Zehner, spielte sich aber erst nach einer Systemumstellung, nach der er eine Art Hängende Spitze spielte, in die Mannschaft.

In der Saison 2017/18 wurde Meyer vom neuen Trainer Domenico Tedesco zum defensiven Mittelfeldspieler umgeschult.[11] Er absolvierte 24 Bundesligaspiele (davon 21 in der Startelf). Sportvorstand Christian Heidel teilte im April 2018 vor dem Heimspiel gegen Borussia Mönchengladbach mit, dass Meyer seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängere und den Verein im Sommer verlassen werde.[12] Am 29. April kritisierte Meyer in einem Interview mit der Bild das Verhalten des Vereins und erklärte, dass er mit Heidel nicht länger zusammenarbeiten wolle.[13] Einen Tag später wies der Verein die Anschuldigungen zurück und stellte Meyer vom Trainings- und Spielbetrieb frei.[14]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Wechsel zu Schalke absolvierte er am 11. November 2009 sein Debüt in der U-15-Nationalmannschaft gegen die U15 Estlands.[15]

Meyer nahm mit der U-17-Nationalmannschaft an der U-17-Fußball-Europameisterschaft 2012 in Slowenien teil. Dort unterlag man erst im Finale gegen die Niederlande. Meyer wurde mit drei Toren Torschützenkönig des Turniers und außerdem zum besten Spieler gewählt.[16][17]

Im Januar 2013 wurde er erstmals für die U-18-Nationalmannschaft nominiert.[18] Im August wurde er erstmals in den Kader der U-19-Auswahl berufen und kam gegen Ungarns U19 zum Einsatz.

Meyer kam während der Qualifikation für die U-19-Europameisterschaft in Ungarn mehrmals zum Einsatz. Für das Turnier selbst verweigerte der Verein jedoch die Freigabe und begründete dies mit der zeitgleich stattfindenden Saisonvorbereitung und dem Erholungsbedarf des Spielers,[19] so dass U-19-Trainer Marcus Sorg schließlich auf eine Nominierung verzichtete.[20]

Am 13. Mai 2014 absolvierte Meyer im Freundschaftsspiel gegen Polen sein A-Länderspieldebüt. Nachdem er zunächst in den vorläufigen Kader für die Weltmeisterschaft 2014 berufen worden war,[21] wurde er nach dem Spiel für das Vorbereitungs-Trainingslager wieder gestrichen.[22]

Meyer spielte in der deutschen U21 die beiden Qualifikationsspiele gegen die Ukraine für die U-21-Fußball-Europameisterschaft 2015 in Tschechien nominiert.[23]

2016 nahm Meyer am Olympischen Fußballturnier in Rio de Janeiro teil. Zum 10:0-Sieg im dritten Gruppenspiel gegen Fidschi steuerte er drei Tore bei.[24] Nach einer Verletzung von Leon Goretzka war Meyer Mannschaftskapitän und gewann mit der Mannschaft die Silbermedaille. Am 1. November 2016 wurde ihm zusammen mit der Olympia-Fußballmannschaft das Silberne Lorbeerblatt verliehen.[25]

Am 31. August 2016 absolvierte Meyer gegen Finnland in der deutschen A-Nationalmannschaft sein zweites Spiel, zwei Jahre nach seinem Debüt, und erzielte mit dem Treffer zum 1:0 sein erstes Länderspieltor.[26]

Unter U-21-Bundestrainer Stefan Kuntz gewann Meyer die U21-EM 2017 in Polen. Dabei kam er in allen fünf Spielen zum Einsatz. Nach dem Turnier wurde er in das „Team des Turniers“ gewählt.[27]

Spielweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meyer umspielt Walace bei den Olympischen Sommerspielen 2016

Nach seiner Spielweise befragt, benannte Meyer als seine Stärken: „Gute Ballsicherheit, gute Übersicht, gutes Dribbling“. Außerdem wird ihm ein guter Torabschluss attestiert. Seine gute Technik führe Meyer darauf zurück, dass er mit zehn Jahren für vier Jahre neben dem Vereinsfußball zusätzlich Futsal gespielt habe. Neben den Trainingseinheiten im Verein hatte er zusätzlich eine Futsaleinheit pro Woche: Direkt nach dem Fußball-Punktspiel gab es das Futsal-Punktspiel.[28]

Meyers favorisierte Position ist die des zentralen offensiven Mittelfeldspielers („Zehner“). Allerdings kann er auch auf den Flügeln oder als Hängende Spitze eingesetzt werden.[29] In der Saison 2017/18 spielte Meyer bei Schalke 04 im defensiven Mittelfeld.[11]

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nationalmannschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

FC Schalke 04[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Im Jahr 2014 hat Max Meyer die Schirmherrschaft für den internationalen Jugendaustausch „Multi“ der Stadt Oberhausen übernommen.[33]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Max Meyer – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Spox.com: "Deutschland ist die letzte Enklave", abgerufen am 8. Februar 2017.
  2. transfermarkt.de. Leistungsdaten Max Meyer Saison 10/11.
  3. WAZ: Schalkes U19 triumphiert im Finale über Bayern, abgerufen am 17. Juni 2012.
  4. transfermarkt.de. Spielbericht FC Schalke 04 - SV Sandhausen, DFB-Pokal/2te Runde, 30. Oktober 2012.
  5. FC Gelsenkirchen-Schalke 1904 e.V. (Hrsg.): Fördervertrag für Schalkes Meyer. In: Website des FC Schalke 04. 2012, archiviert vom Original am 16. Dezember 2012; abgerufen am 14. Dezember 2012. i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schalke04.de
  6. Drei Talente aus der Knappenschmiede reisen mit nach Katar (Memento des Originals vom 26. Dezember 2014) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schalke04.de Website von Schalke 04, abgerufen am 1. Januar 2013.
  7. Bitteres Aus in der Champions League! (Memento des Originals vom 20. Oktober 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.schalke04.de Website des FC Schalke 04, abgerufen am 12. März 2013.
  8. Meyer verlängert bis 2017, der FC Schalke auf facebook.
  9. WAZ: Schalke-Talent Meyer erbt Trikotnummer 7 von Raul, abgerufen am 26. Juni 2013.
  10. Max Meyer verlängert Vertrag bis zum 30. Juni 2018, Website FC Schalke 04, abgerufen am 30. November 2013.
  11. a b Max Meyer: Die neue Konstante beim FC Schalke 04, bundesliga.com, abgerufen am 30. April 2018.
  12. Max Meyer wird den FC Schalke 04 im Sommer verlassen, eurosport.de, 26. April 2018, abgerufen am 30. April 2018.
  13. Meyer fühlt sich gemobbt und nennt Tönnies-Aussagen "eine Sauerei", kicker.de, 29. April 2018, abgerufen am 30. April 2018.
  14. Max Meyer nimmt nicht mehr am Profi-Training teil, schalke04.de, 30. April 2018, abgerufen am 30. April 2018.
  15. transfermarkt.de. Spielbericht der deutschen U15 gegen Estland.
  16. UEFA.com. Deutschsprachige Seite der UEFA/U17 Turnier - Daten.
  17. 2012: Max Meyer. UEFA - Bericht über den besten Spieler.
  18. Länderspielreise: Max Meyer für U18-Nationalmannschaft nominiert. Website vom FC Schalke 04.
  19. Meyer soll nicht zur U19-EM Auf: reviersport.de, 11. Juni 2014
  20. Ohne Meyer und Werner: Sorg benennt Aufgebot Auf: kicker.de, 10. Juli 2014
  21. Löw nominiert 30 Spieler für den erweiterten WM-Kader (Memento vom 11. Mai 2014 im Internet Archive) dfb.de, 8. Mai 2014.
  22. A-Team mit 27 Spielern ins Trainingslager nach Südtirol (Memento vom 17. August 2014 im Internet Archive) dfb.de, 14. Mai 2014.
  23. Spiegel Online: Playoff-Sieg gegen die Ukraine: Deutschlands U21 steht dicht vor EM-Teilnahme, abgerufen am 10. Oktober 2014.
  24. Olympiaturnier Männer, 2016, Vorrunde, 3. Spieltag auf kicker.de, abgerufen am 10. August 2016
  25. Pressemitteilung des Bundespräsidialamtes vom 1. November 2016: Verleihung des Silbernen Lorbeerblattes. Abgerufen am 31. März 2017.
  26. Spox.com: DFB siegt bei Schweinsteiger-Abschied, abgerufen am 1. September 2016
  27. UEFA.com: Das offizielle Team des Turniers der U21 EURO. Abgerufen am 3. Juli 2017.
  28. Max Meyer: „Mannschaftserfolg steht über allem“. Offizielle Seite des DFB - Interview Max Meyer. Abgerufen am 12. Mai 2012
  29. Westfälischer Anzeiger: Schalker Offensivspieler: Meyer schlüpft in die Rolle von Raul, vom 8. November 2016, abgerufen am 20. November 2016.
  30. Fritz-Walter-Medaille 2012
  31. Max Meyer erhält Fritz-Walter-Medaille in Silber
  32. Max Meyer ist Gelsenkirchens Sportler des Jahres, Website vom FC Schalke 04, abgerufen am 8. Februar 2014.
  33. multi-online.org (Memento des Originals vom 14. Juli 2014 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.multi-online.org. Internationaler Jugendaustausch „Multi“ der Stadt Oberhausen, Beitrag zur Schirmherrschaft von Max Meyer