Max Weinberg (Maler)

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Max Weinberg

Max Weinberg, auch משה וינברג (Moshe Weinberg) (* 1928 in Kassel) ist ein Künstler, der in Frankfurt am Main als Maler und Bildhauer wirkt. Sein Markenzeichen sind Gestalten mit überzähligen Gliedmaßen, insbesondere Frauen mit vielen Augen, Beinen und Brüsten. Charakteristisch ist auch sein äußeres Erscheinungsbild mit langem Haar und Bart, bemalten T-Shirts und den kajalumrandeten Augen, sowie seine große Vorliebe für die Musik von Beethoven.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Max Weinberg wurde 1928 in Kassel als Sohn deutsch-polnischer Eltern jüdischen Glaubens geboren. Sein Vater Abraham Weinberg stammte aus Łódź und zog aus wirtschaftlichen Gründen nach Kassel, wo er seine Frau Neti heiratete. Max Weinberg hat noch vier Schwestern und einen Bruder (Arno Weinberg), der, noch keine 15 Jahre alt, in der Gaskammer in Hadamar im Rahmen der „Aktion T4“ ermordet wurde.[1] Seine Eltern flohen mit ihm und seinen Schwestern vor den Nationalsozialisten 1933 zunächst nach Belgien und schließlich 1935 nach Palästina.

Bereits im Alter von 13 Jahren verkaufte Max Weinberg erste Bilder auf den Straßen von Tel Aviv. Zunächst studierte Weinberg an einer religiös orientierten Kunstschule, gab dies jedoch schnell wieder auf, weil ihm diese Art des Lernens zu gelenkt erschien. Stattdessen zimmerte er sich mit 18 Jahren am Strand von Tel Aviv eine Baracke, die sein erstes Atelier werden sollte. Sein Hauptmotiv war damals eine badende Frau im Stil von Paul Cezanne oder Raffael. Ab 1954 studierte er an der Staatlichen Akademie für Kultur und Künste in Tel Aviv bei den Professoren Mokady, Stimatzki und Streichmann.

Nach Abschluss des Studiums kam Max Weinberg 1959 im Alter von 31 Jahren nach Frankfurt am Main, wo er sich an der Städelschule fortbildete.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Presse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Stolpersteine in Kassel: Familie Weinberg auf kassel-stolper.com (abgerufen am 23. Februar 2017)