Max Werner-Kersten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Max Werner-Kersten (* 1880; † 1948[1]) war ein deutscher Komponist.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er komponierte den bekannten Schlager Bummel-Petrus, der 1920 veröffentlicht wurde.

Um 1920 waren weder Schallplatte noch Radio verbreitet, Erfolge im Schlagerbereich waren nur über die Veröffentlichung von Notenblättern und die Aufnahme ins Repertoire von Tanzkapellen zu erreichen. Die Melodie des Bummel-Petrus war unter dem Namen Mühlenpolka schon von acht Verlegern abgelehnt worden, als der Schlagertexter Hermann Frey den Text dazu schrieb. Als Bummel-Petrus mit dem Refrain

Petrus schließt den Himmel zu,
Alle Englein geh'n zur Ruh.
Nur der schlaue Petrus wacht,
Weil der alte Bengel heut mit einem Engel einen kleinen Bummel macht.

wurde das Stück, von Otto Wrede verlegt, ein großer Erfolg.[2][3] Hans Fischerkoesen zeichnete 1921 einen Kurzfilm zum Bummel-Petrus als Werbefilm für Schuhe[4][5].

Zur Person Max Werner-Kersten ist wenig bekannt. Nach den Berliner Adressbüchern jener Zeit handelt es sich um Max Werner, der von 1913 bis 1931 als Betreiber einer „Konzertagentur“ eingetragen ist. Seit 1916 firmiert diese unter der Adresse Jägerstraße 63 I. Etage.[6] Seine Privatadresse war Steglitz, Lauenburger Str. 29, Erdgeschoss.[7] Der Texter Hermann Frey hat sich demnach in seinem 1943 publizierten Buch, in denen er von einem Besuch bei Werner-Kersten in der Jägerstraße 61 berichtet,[2][3] an eine falsche Hausnummer erinnert. Frey bezeichnete den Komponisten 1943 als „Werner Kersten“ (d. h. Werner als Vorname, so auch im Register),[2] was aber in der Zitation dieses Buches vom Wrede-Verlag zu „Werner-Kersten“ korrigiert wurde.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sammlung Schellack-Platten – Deutsches Rundfunk-Archiv digitalisiert von der Universität Oldenburg
  2. a b c Hermann Frey: Immer an der Wand lang – allerlei um Hermann Frey. Berlin 1943
  3. a b c Otto Wrede Regina-Verlag mit ausführlicher Entstehungsgeschichte des Bummel-Petrus aus der Sicht des Texters Hermann Frey
  4. Kurzfilm Bummel-Petrus (1921) Eintrag in der Online-Filmdatenbank
  5. Oliver Klatt: Trickfilmpionier Hans Fischerkoesen – Hitlers Disney einestages (Spiegel Online) 25. April 2013
  6. Werner, Max, Konzertagentur. In: Berliner Adreßbuch, 1917, Teil 1, S. 3200.
  7. Die Wohnung in Steglitz bestand laut Adressbuch mindestens seit 1915 (über die Zeit davor liegen keine Informationen vor), war 1928 noch eingetragen und 1929 nicht mehr.