maxdome

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maxdome
Maxdome Logo.svg
Inhaber: ProSiebenSat.1 Media SE [1]
Geschäftsführer Marvin Lange, Filmon Zerai, Dennis Zentgraf, Zeljko Karajica [2]
Gründung August 2006
Standort Unterföhring
Angebotsbereiche Filme, Serien, Sport, Musik,
Dokumentationen, Zeichentrick und Comedy
Slogan Du bestimmst was läuft
Homepage maxdome.de

maxdome ist ein Videoportal des Medienunternehmens ProSiebenSat.1 Media SE. Angeboten werden neben Filmen in SD- und HD-Qualität, Dolby Digital Plus 5.1[3] und Originalton auch andere Formate wie Serien, Dokumentationen, Live Events[4] und Informationssendungen sowie Eigenproduktionen von ProSieben und Sat.1.

Entstehung[Bearbeiten]

Die Kirch-Gruppe (Kirch New Media) hatte bereits vor Jahren maxdome als Unterhaltungsplattform geplant, unter anderem sollten damals auch Live-Fußballspiele per Streaming ausgestrahlt werden. Aufgrund technischer und finanzieller Probleme wurde das Projekt allerdings nie realisiert. Weitere Gründe dafür waren mangelnde Kundenakzeptanz und die langsame Dynamik im Markt für breitbandige Angebote.[5] Schon zuvor hatte sich United Internet in Kooperation mit der Deutschen Telekom an einem solchen Projekt versucht. Von diesem Vorhaben distanzierte sich United Internet dann aber und widmete sich maxdome. Die ProSiebenSat.1-Gruppe erhoffte sich dadurch mehr Unabhängigkeit von Werbeeinnahmen im Rahmen ihrer Fernsehsender.[6] Die Plattform wurde in einer ersten Vorversion auf der CeBIT im März 2006 der Öffentlichkeit vorgestellt. Der offizielle Start war am 27. Juli 2006 im Rahmen einer Pressekonferenz zu The Big Picture in Düsseldorf. Die Entwicklung selbst entstand in Zusammenarbeit von SevenOne Intermedia und eines Entwicklungsteams von GMX, einer Tochter der United Internet AG, in München statt. Dieser Teil wurde dann Mitte 2007 nach Karlsruhe verlagert. Mit Wirkung vom 1. Januar 2011 erwarb die ProSiebenSat.1 Group alle Anteile an maxdome, und der Standort in Karlsruhe wurde aufgelöst.[7]

Im August 2013 wurde die SevenSenses GmbH mit der maxdome Verwaltungs GmbH zusammengelegt und in maxdome GmbH umbenannt. Dadurch ist die maxdome GmbH & Co. KG, welche maxdome betreibt, ein direktes Tochterunternehmen der maxdome GmbH (ehemals SevenSenses). maxdome ist nun für den Betrieb der Pay-TV Sender ProSieben FUN, Sat.1 emotions, Kabel eins classics und die Plattform maxdome zuständig. [8]

Technisches[Bearbeiten]

Die Angebote werden online via Video-Streaming eingesehen. Während es zu Beginn am Computer möglich war, einige Filme auf die Festplatte kopiergeschützt herunterzuladen und 48 Stunden lang auch ohne Internetzugang anzusehen, gibt es die Download-Option mittlerweile nur noch per App auf den mobilen Endgeräten.

Die Videostreams sind im H.264 Codec kodiert und benutzen unter Browsern mit HTML5 die MPEG Dash, unter Browsern mit Silverlight die Smooth Streaming Technologie. Optionen wie Play/Pause, Lautstärkeneinstellung, Spulen via Fortschrittsbalken, Vollbild oder Next-Episode-Funktion ermöglichen eine komfortable Bedienung. Die Bild- und Soundqualität mit Dolby Digital Plus 5.1 und dem HD-Standard ist dabei vergleichbar mit einer Blu-ray.

Zukünftig sind auch Projekte zur Ultra HD Auflösung und zum Dolby Atmos Tonformat anvisiert. Damit man die höhere Auflösung von 3840 x 2160 Pixeln nutzen kann, wird ein Ultra-HD-fähiges Endgerät benötigt.

Verfügbarkeit[Bearbeiten]

Da es sich bei maxdome um ein reines Internet-Angebot handelt, können die Sendungen nur mit Hilfe eines Computers, einer Set-Top-Box, Spielekonsole oder auf Smart-TVs und mobilen Endgeräten per App (Android, iOS und Windows).[9] Analoge und normale digitale Fernsehgeräte sind nicht geeignet. Dafür ist die maxdome TV-App bereits auf vielen Smart-TVs und Blu-ray Playern vorinstalliert.

Die allgemeine technische Voraussetzung für das Streaming mit den oben genannten Geräten ist ein Internetanschluss mit einer Datenübertragungsrate von ca. 2 MBit/s. Durch adaptives Streaming sind auch schon kleinere Bandbreiten ausreichend. Für HD Streaming empfiehlt sich jedoch mindestens 6 MBit/s.

Seit Mitte März 2015 bietet Maxdome auch einen HTML5-Player an, der mit dem Browser Google Chrome ab Version 38, Microsoft Edge und Internet Explorer 11 (unter Windows 8.1/10) eine Nutzung des Angebots auch ohne Silverlight möglich macht und somit auch unter Linux verfügbar ist (der Open-Source-Variante Chromium fehlen einige DRM-Komponenten, diese reicht daher nicht aus).[10]

Seit dem 17. Oktober 2012 ist die Nutzung auch auf der PlayStation 3 möglich, hierzu ist die Installation der App notwendig. Bei dem Launch der Playstation 4 war die maxdome-App bereits ab Werk installiert.

Seit 18. März 2013 ist eine maxdome-App[11] für Apples iPod, iPhone und iPad erhältlich. Die App[12] ermöglicht den Zugriff auf die Paketinhalte der Online-Videothek.

Seit dem 10. Dezember 2013 ist eine maxdome-App für Windows Tablets, Computer und Laptops erhältlich, seit Februar 2014 auch für Windows Phones. Für die Nutzung der App wird ein kostenpflichtiger Account vorausgesetzt.[13]

Seit März 2014 ist die Nutzung der maxdome-App auch auf Android-Geräten möglich.[14]

Inhalte[Bearbeiten]

Nach eigenen Angaben stehen bei maxdome über 60.000 Videos aus verschiedenen Kategorien wie Action, Fantasy, Romantik, etc. zur Verfügung.

Videos aus dem Store können grundsätzlich per Einzelabruf geliehen oder gekauft werden, wobei nicht alle Angebote in HD vorliegen und auch nicht alle erworben werden können. Generell kann man jedes Leih- oder Kaufvideo ohne Vertragsbindung im Einzelabruf anschauen. Zusätzlich sind über den Live-Bereich große Show- und Sportevents abrufbar. Auch bietet maxdome ein Abonnement-Modell zu einem monatlichen Preis von 7,99 Euro[15] an, das monatlich gekündigt werden kann. Der erste Monat kann kostenlos getestet werden. Dieses Monatspaket ermöglicht es, die darin enthaltenen Angebote für die Dauer des Pakets beliebig oft wiederzugeben.[16]

Aktuell sind 3D-Filme nicht über den Stream verfügbar. Lizenzrechte für die dreidimensionalen Filme aus Hollywood sind teuer und die geringe Intensität der 3D-Nutzung in den Haushalten kann diese Kosten nicht kompensieren.[17]

Die Abrechnung der Leih- oder Kaufgebühren ist derzeit nur über ein deutsches oder österreichisches Konto möglich. Außerdem steht das Angebot nur zur Verfügung, wenn von einer deutschen oder österreichischen IP-Adresse aus zugegriffen wird, weshalb eine Nutzung außerhalb Deutschlands oder Österreichs[18] nicht möglich ist.

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. welt.de: ProSieben übernimmt Online-Videothek Maxdome ganz, 6. Dezember 2010.
  2. Impressum auf maxdome.de, abgerufen am 5. August 2015
  3. maxdome.de: Dolby Digital Plus 5.1 kommt zu maxdome, 28. Januar 2014.
  4. Alexander Krei: Wrestling-Coup: ProSiebenSat.1 sticht Sky aus auf dwdl.de vom 13. März 2014
  5. heise online: Kirch New Media und ProSieben Digital gehen zusammen, 29. Januar 2001.
  6. netzwelt.de: Maxdome im Test: Video on demand von ProSiebenSat.1 und United Internet, 12. August 2006.
  7. focus.de: ProSiebenSat.1 übernimmt Maxdome komplett, 6. Dezember 2010.
  8. kek-online zur Maxdome GmbH
  9. So geht's auf maxdome.de, abgerufen am 10. Juni 2014
  10. [1] auf blog.maxdome.de, abgerufen am 26. Juni 2015
  11. maxdome-App: Maxdome für iPad, iPhone und iPod
  12. Website iphone-ticker.de zur App, abgerufen am 18.- März 2013
  13. Maxdome - Windows 8 App auf chip.de vom 26. Mai 2014, abgerufen am 10. Juni 2014
  14. Nikolaj Dieckmann: Die maxdome Android-App ist da! auf maxdome.de vom 26. März 2014, abgerufen am 10 :Juni 2014
  15. quotenmeter.de: Neue Preisstruktur bei maxdome
  16. Maxdome: Paket
  17. Aktueller Stand: 3D Filme in Online Videotheken
  18. DerStandard-Artikel vom 17. September 2013, 12:54 Online-Videothek maxdome startet in Österreich

Weblinks[Bearbeiten]