Maxime Monfort

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Maxime Montfort Straßenradsport
Maxime Montfort (2008)
Maxime Montfort (2008)
Zur Person
Geburtsdatum 14. Januar 1983
Nation BelgienBelgien Belgien
Disziplin Straße
Zum Team
Aktuelles Team Lotto Soudal
Funktion Fahrer
Infobox zuletzt aktualisiert: 27. November 2016

Maxime Monfort (* 14. Januar 1983 in Bastogne) ist ein belgischer Radrennfahrer.

Karriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Monfort begann seine Profikarriere 2004 bei dem belgischen Radsportteam Landbouwkrediet-Colnago, nachdem er dort im Vorjahr als Stagiaire fuhr. Gleich im ersten Jahr feierte er seinen ersten Rundfahrterfolg: Er gewann die dritte Etappe der Luxemburg-Rundfahrt und wurde Erster im Gesamtklassement. Von 2006 bis 2008 fuhr er für das französische ProTeam Cofidis, 2009/10 für das Team Columbia. Bei seiner ersten Teilnahme an der Vuelta a España im Jahre 2007 wurde er Elfter in der Gesamtwertung. Im Jahr 2008 bestritt er erstmals die Tour de France, die er auf einem 23. Rang beendete. Bei den Olympischen Sommerspielen 2008 belegte er im Zeitfahren Platz 26; das Straßenrennen beendete er nicht. 2009 wurde er belgischer Meister im Einzelzeitfahren.

Im Jahre 2011 stand Monfort beim Team Leopard-Trek unter Vertrag. Bei der Tour de France in diesem Jahr unterstützte vor allem er die luxemburgischen Brüder Andy und Fränk Schleck, die das Team als Kapitäne anführten und im Gesamtklassement die Plätze zwei und drei belegten. Trotz seiner Helferdienste wurde er noch 29. in der Gesamtwertung. Bei der Vuelta a España war Monfort gemeinsam mit dem Dänen Jakob Fuglsang Kapitän von Leopard-Trek und erzielte mit dem sechsten Rang seine erste Top-Ten-Platzierung bei einer der drei großen Rundfahrten. Damit war er sowohl bester Fahrer seines Teams als auch bester Belgier in der Gesamtwertung. Außerdem gewann das Team das Mannschaftszeitfahren zum Auftakt.

Zur Saison 2012 fusionierte Monforts Team mit dem US-amerikanischen Team RadioShack zum Team RadioShack-Nissan. Bei der Tour de France war er neben Fränk Schleck, Andreas Klöden, Haimar Zubeldia und Christopher Horner als Fahrer für die Gesamtwertung vorgesehen. Nachdem er zwischenzeitlich sogar auf dem siebten Rang gelegen hatte, verlor er auf der elften Etappe in den Alpen viel Zeit und beendete die Rundfahrt auf Platz 16, seiner bis dahin besten Platzierung bei der Tour de France. Damit war er drittbester Fahrer seines Teams und zweitbester Belgier nach Jurgen Van Den Broeck. Bei der Vuelta a España 2012 führte er sein Team als Kapitän an, konnte seine Top-Ten-Platzierung aus dem Vorjahr aber nicht wiederholen und beendete die Rundfahrt als 16.

In der Saison 2013 blieb Monfort beim Team RadioShack Leopard. Er begann mit der Mittelmeer-Rundfahrt 2013, bei der er im Zeitfahren auf der zweiten Etappe den zweiten Platz belegte. Auf der vierten Etappe eroberte er das Gelbe Trikot des Gesamtführenden, musste es aber auf der abschließenden fünften Etappe an den Schweden Thomas Lövkvist abgeben und beendete die Rundfahrt als Vierter des Gesamtklassements. Bei der Tour de France sollte er zunächst als Helfer für seinen Kapitän Andy Schleck fungieren. Da Monfort im Gebirge aber die konstanteren Leistungen erbrachte, setzte das Team bald auf ihn als Fahrer für die Gesamtwertung. In der Gesamtwertung belegte er am Ende der Rundfahrt Platz 14. Damit war er sowohl bester Belgier als auch bester Fahrer seines Teams.

Zur Saison 2014 wechselte Monfort zum Team Lotto Belisol. Für seine Mannschaft nahm er in diesem Jahr zwar nicht an der Tour de France, dafür aber am Giro d'Italia und der Vuelta a España teil. Beim Giro d'Italia erreichte er auf der vorletzten Etappe den achten Platz und beendete die Rundfahrt als bester Fahrer seines Teams und bester Belgier auf dem 14. Gesamtplatz. Bei der Vuelta wurde er - ebenfalls als bester Fahrer seines Teams und bester Belgier - Gesamt-16.

In der folgenden Saison 2015 blieb Monfort bei seiner Mannschaft, die in Lotto Soudal umbenannt wurde. Nachdem er zu Saisonbeginn den achten Platz beim Etappenrennen Étoile de Bessèges erzielte, nahm er wiederum am Giro d'Italia teil, den er auf dem elften Platz und damit vor seinem Landsmann, Mannschaftskollegen und -kapitän Jurgen Van Den Broeck beendete. Dies war bis dahin seine beste Platzierung bei dieser Rundfahrt. In der zweiten Jahreshälfte erreichte er bei der Vuelta a España zwar nur den 27. Gesamtrang, fuhr aber auf der 19. Etappe auf den dritten Platz und erreichte damit seine erste Einzel-Podiumsplatzierung bei einer Etappe der drei großen Rundfahrten.

Auch 2016 blieb Monfort beim Team Lotto Soudal. Wie im Vorjahr erreichte er zu Saisonbeginn beim Etappenrennen Étoile de Bessèges den achten Platz. Im Frühjahr war er Kapitän seines Teams beim Giro d'Italia und wurde 15. Im August nahm er an der Tour de l'Ain teil, belegte auf der dritten Etappe den zehnten Platz und schloss die Rundfahrt auf Gesamtplatz neun ab. Auch bei der Vuelta a España führte er sein Team als Kapitän an und kam auf den 16. Platz.

Bislang (2016) nahm Monfort 16 mal an einer der drei großen Rundfahrten teil. Er kam bei allen Teilnahmen ins Ziel, zuletzt elf mal in Folge unter die Top 30.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2004

2009

2010

2011

Grand-Tour-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grand Tour 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Pink jersey Giro d’Italia 33 14 11 15 13
Yellow jersey Tour de France 23 28 55 29 16 14
red jersey Vuelta a España 11 6 16 16 27 16

Teams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Maxime Monfort – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien