Maximilian Brückner

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Maximilian Brückner, 2019

Maximilian Brückner (* 10. Januar 1979 in München) ist ein deutscher Schauspieler. Seinen Durchbruch hatte er 2004 als Ecki in Sherry Hormanns Filmkomödie Männer wie wir. Einem breiten Fernsehpublikum wurde er ab 2006 als Tatort-Kommissar Franz Kappl bekannt.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Familie und Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maximilian Brückner hat sieben jüngere Geschwister, vier Brüder und drei Schwestern.[1][2] Seine Brüder Florian Brückner, Dominikus Brückner und Franz Xaver Brückner sowie seine Schwestern Susanne Wiesner und Isabella Brückner sind ebenfalls Schauspieler. Mit Florian spielte er in den Filmen Räuber Kneißl und Was weg is, is weg, Christian Lerchs 2011 gedrehtem Regiedebüt, jeweils ein Brüderpaar.

Privat tanzt Brückner Schuhplattler und spielt Tuba. Seit 2012 ist er mit Magdalena Staudacher verheiratet. Im April 2017 wurden sie zum ersten Mal Eltern einer Tochter,[2][1] Ende 2019 kam eine weitere Tochter zur Welt.[1]

Brückner lebt mit seinen Eltern und mehreren Geschwistern in der Zenzmühle bei Bad Endorf in einem Mehrgenerationenhaus, das er gemeinsam mit seinen Geschwistern renoviert hat.[3][4][5]

Ausbildung und Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brückner absolvierte seine Schauspielausbildung von 2001 bis 2003 die Otto-Falckenberg-Schule in München[6] Er war einer der Studenten, die 2001 von Theaterintendant Christian Stückl für die Sommerakademie für Baierisches Volksschauspiel ausgewählt wurden. 2002 erhielt er sein erstes Engagement am Münchner Volkstheater, wo er u. a. in Inszenierungen wie in Wilhelmine von Hillerns Die Geier-Wally (Leander Klotz), Friedrich Schillers Die Räuber (Karl Moor) oder in Henrik Ibsens Peer Gynt (Titelrolle) spielte. Für seine Darstellung des Boandlkramers in Kurt Wilhelms Theaterstück Der Brandner Kaspar und das ewig’ Leben erhielt er den Merkur-Theaterpreis. Er spielte damit die Paraderolle von Toni Berger, die dieser in der ursprünglichen Inszenierung weit über 1000 Mal verkörpert hatte. Er beschrieb seine Rolle als eine „Mischung aus Pumuckl, Marilyn Manson und Gollum aus Herr der Ringe. Der Boandlkramer ist nicht dumm. Er ist wie ein kleines Kind, dem man Macht über eine Armee gibt.“. Von 2004 bis 2006 spielte er bei den Salzburger Festspielen den Mammon im Jedermann.

Film und Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maximilian Brückner, 2014

Seit 2002 wirkt Brückner auch in zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen. Erstmals vor der Kamera stand er für die Fernsehserie Café Meineid von Franz Xaver Bogner, wo er als Tom Kurowski einen Gastauftritt hatte. Sein Leinwanddebüt und zugleich seine erste Hauptrolle als fußballbegeisterter Ecki gab er 2004 in der von Sherry Hormann inszenierten Filmkomödie Männer wie wir. 2005 übernahm er im Oscar-nominierten Spielfilm Sophie Scholl – Die letzten Tage die Rolle des Militärarztes Willi Graf. Dieter Wedel besetzte ihn in einer Nebenrolle als Thomas Hupach in seinem Fernsehzweiteiler Papa und Mama, was ihm eine Nominierung für den Adolf-Grimme-Preis einbrachte.

Einem breiten Fernsehpublikum wurde Brückner als Tatort-Kommissar Franz Kappl im Auftrag des Saarländischen Rundfunks bekannt, wo er ab Oktober 2006 gemeinsam mit Gregor Weber als Kommissar Stefan Deininger ermittelte. Nach Abschluss der Dreharbeiten zur siebten Folge (Ausstrahlung im Januar 2012) wurden die Verträge mit den Schauspielern nicht mehr verlängert.[7] 2008 übernahm er an der Seite von Hannelore Elsner die Rolle ihrer Filmsohns Karl Angermeier in Doris Dörries Filmdrama Kirschblüten – Hanami. 2012 war er in einer kleineren Rolle als deutscher Offizier in Steven Spielbergs Kriegsepos Gefährten (War Horse) zu sehen. In dem Fernsehfilm Clara Immerwahr übernahm er neben Katharina Schüttler die Rolle des Chemikers Fritz Haber. Von 2015 bis 2020 spielte er die Hauptrolle des Kommissars Franz Germinger jr. in der ZDF-Krimriehe Schwarzach 23. Für den historischen ZDF-Fernsehfilm Zwischen Himmel und Hölle über den Beginn der Reformation in Wittenberg stand er 2016 an der Seite von Jan Krauter, Johannes Klaußner und Aylin Tezel als Reformator Martin Luther vor der Kamera. 2017 und 2019 war Brückner in der bayerischen Fernsehserie Hindafing in der Hauptrolle des Provinzbürgermeisters Alfons Zischl. Unter der Regie von Matti Geschonneck spielte er 2022 den NS-Richter Karl Eberhard Schöngarth im Fernsehfilm Die Wannseekonferenz.

Politisches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im März 2008 wurde Brückner bei den Kommunalwahlen in Bayern für die CSU zum Gemeinderat in seiner Heimatgemeinde Riedering im Landkreis Rosenheim gewählt. Aufgrund eines Wohnortwechsels hat er dieses Mandat jedoch zurückgegeben.[8]

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maximilian Brückner, 2017

Kinofilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehfilme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fernsehserien- und reihen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Theater (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörbücher (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Maximilian Brückner – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Veronika Mahler: Maximilian Brückner: So lebt er in einem Mehrgenerationenhaus. Abgerufen am 23. Mai 2022.
  2. a b Augsburger Allgemeine: Maximilian Brückner ist Vater geworden. Abgerufen am 23. Mai 2022.
  3. Bayerischer Rundfunk: Höfe in Bayern: Die Zenzmühle. 29. September 2020 (br.de [abgerufen am 23. Mai 2022]).
  4. Denkmalpreis 2014 • Zenz-Mühle • Bad Endorf. Abgerufen am 23. Mai 2022 (deutsch).
  5. Höfe in Bayern: Maximilian Brückner entdeckt die Zenzmühle | Wir in Bayern | BR | Renovieren | Bauen. Abgerufen am 23. Mai 2022 (deutsch).
  6. Maximilian Brückner bei castupload.com, abgerufen am 12. Oktober 2021.
  7. Christopher Keil: Einvernehmlich? Von wegen! Saarbrücker "Tatort"-Kommissare abgesetzt. Süddeutsche Zeitung, 8. November 2011, abgerufen am 21. Juni 2013.
  8. Maximilian Brückner gibt Ratsmandat zurück In: OVB Online, 7. Mai 2009. Abgerufen am 26. Dezember 2013.