Maximilian Daublebsky von Sterneck

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Maximilian Daublebsky von Sterneck, Lithographie von Josef Kriehuber, 1866
Porträtbüste im Heeresgeschichtlichen Museum, 1895.

Maximilian Daublebsky Freiherr von Sterneck zu Ehrenstein (* 14. Februar 1829 in Klagenfurt; † 5. Dezember 1897 in Wien) war Admiral und Kommandant der österreichisch-ungarischen Marine. [1] [2]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seine Herkunftsfamilie stammt aus Südböhmen, wo sie mit Georg Daublebsky, 1582 Gemeindeältester von Böhmisch-Budweis, erstmals nachweisbar ist und durch Generationen die Bürgermeister der Stadt Böhmisch-Budweis stellte. Eine Abstammung von den altadeligen böhmischen Rittern Doudlebsky von Doudleb mit dem Stammsitz: Doudleby nad Orlici ist möglich, jedoch nicht erwiesen.

Standeserhöhungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Caspar Daublebsky von Sterneck, Sohn des Georg Daublebsky, Bürgermeister von Böhmisch-Budweis, wurde in Wien im 1. Juli 1620 in den böhmischen Adelstand mit dem Prädikat von Sterneck erhoben.
  • Der Urenkel Johann Georg II. Daublebsky von Sterneck (* 6. April 1678 (?)), Bürgermeister der Stadt Böhmisch-Budweis, erhielt d.d. Wien 9. April 1735 eine Wappenbesserung und eine goldene Gnadenkette. Er war verehelicht mit Therese, geborene von Koch.
  • deren Enkel Jakob Ignaz Eusebius Freiherr Daublebsky von Sterneck zu Ehrenstein (* 18. Juni 1748, † 3. Mai 1826), k.k. Gubernialrat und Kammer-Procurator in Mähren, verehelicht mit Josefine, geborene Knapp von Keilberg, wurde d.d. Wien 22. Mai 1786 in den österreichischen Ritterstand; d.d. München 7. Juli 1792 durch Reichsvikar Kurfürst Karl Theodo mit dem Prädikat zu Ehrenstein in den Reichsfreiherrenstand und d.d. Wien 20. August 1812 in den österreichischen Freiherrnstand erhoben.[3]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sein Vater Joseph Daublebsky von Sterneck und Ehrenstein (* 2. Mai 1775 in Prag; † 29. April 1848 in Klagenfurt), - Sohn des Gubernialrat Jakob Ignaz Eusebius Daublebsky von Sternek (Reichsfreiherr seit 1792, österr. Frhr. seit 1807) (1748–1826), 1795 bis 1817 Kammerprokurator von Mähren und Schlesien und Bruder des Frhr. Karl Daublebsky von Sterneck (* 4. September 1779; † 1. Mai 1857), zuletzt Hofrat im Appellationsgericht in Brünn und Urheber der mährischen und schlesischen Gerichtsorganisation seiner Zeit - ließ sich in seiner Laufbahn als Jurist in Kärnten nieder; 1810 bis 1815 Appelationsrat in Klagenfurt, wo er ab dem Jahr 1821 den Landständen angehörte und u. a. Präsident der Stände von Kärnten wurde.[4] Er erwarb das Schloss Krastowitz bei Klagenfurt, wo 1829 sein Sohn Maximilian geboren wurde.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maximilian Daublebsky von Sterneck (* 1829), Vater von Maximilian Daublebsky von Eichhain, war verheiratet mit Baronin Amalie Spiegelfeld. Er wurde Offizier in der kaiserlich-königlichen Marine der Monarchie Österreich-Ungarn und im Jahr 1859 Korvettenkapitän. Im Jahr 1864 erfolgte seine Beförderung zum Fregattenkapitän. Unter Konteradmiral Wilhelm von Tegetthoff wurde er zum Kapitän auf dessen Flaggschiff SMS Erzherzog Ferdinand Max ernannt. In der Seeschlacht von Lissa gelang es ihm 1866, durch einen Rammstoß das feindliche, durch einen Treffer manövrierunfähige, italienische Flaggschiff Re d’Italia zu versenken und an der Seite von Tegetthoff als Sieger hervorzugehen. Für diese Tat erhielt er den Militär-Maria-Theresien-Orden.

Im Jahr 1869 wurde Maximilian Daublebsky von Sterneck zum Militärhafenkommandant von Pola (heute Pula) ernannt. 1872 wurde er zum Konteradmiral, 1883 zum Vizeadmiral befördert und zum Marinekommandanten ernannt. Im Jahr 1888 erreichte er mit dem Dienstgrad Admiral den Abschluss seiner militärischen Karriere.

Er führte gemeinsam mit Johann Nepomuk Graf Wilczek 1872 eine Begleitfahrt ins Nördliche Eismeer durch, um für die Österreichisch-Ungarische Nordpolexpedition von Karl Weyprecht, dem Kommandanten, und Julius Payer ein Proviantdepot bei den Barents-Inseln anzulegen. Dafür hatte er den kleinen Segler mit dem Namen Isbjörn gechartert. Nach Trennung von dem Expeditionsschiff Tegetthoff segelten Sterneck und Wilczek durch die Karasee in die Mündung der Petschora ein. Die Flußfahrt endete am 15. Oktober 1872, anschließend wurde die Reise mit dem Post-Dampfschiff über Perm, Kasan und Nischni Nowgorod nach Moskau fortgesetzt.

Als Maximilian Daublebsky von Sterneck im Jahr 1897 starb, wurde sein Leichnam in der auf seinen Wunsch in der 1891–1898 für das Seearsenal erbauten katholischen Garnisonskirche Madonna del Mare (dt. Unserer Lieben Frau vom Meere/kroat. Gospe od Mora) in S. Policarpo, einem Stadtteil von Pola in Istrien, bestattet, während sein Herz in die Gruft des Schlosses Krastowitz in Kärnten überführt wurde.

Vorgänger Amt Nachfolger
Friedrich von Pöck Marinekommandant
1883–1897
Hermann von Spaun

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Antonio Schmidt-Brentano: Die österreichischen Admirale. Band II 1885–1914, Bibliotheksverlag, Osnabrück 1997, S.249.
  2. Antonio Schmidt-Brentano: Die K.K bzw. K.u.K Generalität 1816–1918. Österreichisches Staatsarchiv, Wien 2007, S. 33 (PDF).
  3. (vgl.: Die Wappen des böhmischen Adels. J. Siebmacher´s großes Wappenbuch, Bd. 30, 1979 Neustadt an der Aisch, ISBN 3 87947 030 8, S. 221 mit Beschreibung der Wappen I: Daublebsky von Sterneck; Wappen II: Ritter Daublebsky (Wappentafel 95); Wappen III: Freiherrn Daublebsky von Sterneck zu Ehrenstein (Wappentafel 95))
  4. (vgl.: Heribert Sturm: Biographisches Lexikon zur Geschichte der böhmischen Länder. Herausgegeben im Auftrag des Collegium Carolinum (Institut), Bd. I, R. Oldenbourg Verlag München Wien 1979, ISBN 3-486-49491-0, S. 233 f. Namensträger Daublebsky von Sterneck)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Maximilian Daublebsky von Sterneck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien