Maximilian Pagl

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Heutiges Schiffleutmusem und Geburtshaus von Abt Maximilian Pagl von Lambach
Abt Maximilian Pagl mit dem Bauplan zur Paurakirche. Ölgemälde von Martin Altomonte (Stift Lambach)
Die Dreifaltigkeitskirche in Stadl-Paura
Kalvarienbergkirche in Lambach
Maria-Hilf-Kapelle in Lambach

Maximilian Pagl (* 21. Mai 1668 in Stadl-Paura; † 23. Februar 1725) war von 1705 bis 1725 Abt des Stiftes Lambach in Lambach, Oberösterreich.

Leben[Bearbeiten]

Maximilian Pagl wurde in Stadl-Paura als Sohn des Stadlinger Zillenhüters Balthasar Pagl als Johannes Pagl geboren. Das Geburtshaus beherbergt heute das Schiffleutmuseum. 1687 trat er in das Kloster Lambach ein, studierte Theologie und Rechtswissenschaften an der Universität Salzburg und wurde 1695 zum Priester geweiht. Am 10. Februar 1705 wurde er zum 44. Abt des Stiftes Lambach gewählt und wählte den Ordensnamen Maximilian.

Durch seine häufigen Linzreisen ließ er sich ein Haus samt Stallungen in der Nähe von Wels erbauen, das sogenannte Maxlheiderhaus. Der Name des Hauses setzt sich aus seinem Ordensnamen Maximilian und dem Standort, der Welser Heide, zusammen. Dieses Gebiet wird auch heute noch als Maxlhaid bezeichnet, teilweise ist auch die Schreibweise Maxlheid üblich. Abt Maximilian Pagl trug auch wesentlich zur Fruchtbarmachung der Welser Heide bei, indem er in diesem Gebiet Föhren anpflanzen ließ.

Initiierte Bauwerke[Bearbeiten]

Auf den kunstsinnigen Abt des Stiftes Lambach gehen viele Erweiterungen im Stift Lambach zurück.

  • Vollendung des Nordtraktes mit Sommerrefektorium und darüberliegendem Ambulatorium, Baumeister: Carlo Antonio Carlone, Stuckateur: Diego Francesco Carlone
  • Errichtung des Hochaltars in der Stiftskirche
  • Vergrößerung der Stiftsbibliothek
  • Neugestaltung der Stiftsgärten und Errichtung eines Zwergengartens mit barocken Zwergenplastiken (1715) im Konventgarten
  • Errichtung der Stiftsapotheke (1724), die 1794 auf den Marktplatz verlegt wurde.

Der Abt ließ auch in der Umgebung des Stiftes eine Reihe barocker Bauten errichten.

  • Die gotischen Friedhofskirche (ehemalige Pfarrkirche) wurde barockisiert.
  • 30. Juni 1717: Grundsteinlegung zur Dreifaltigkeitssäule in Linz
  • 1717 - 1719: Bau der Maria-Hilf-Kapelle auf dem Puchberg (Grundriss: Siebeneck)
  • 1717 - 1722: Bau der Kalvarienbergkirche auf dem Pfisterberg (Grundriss: Kreuzform)
  • 1714 - 1724: Bau der Dreifaltigkeitskirche (Paurakirche) in Stadl-Paura (Grundriss: Dreieck), Baumeister: Johann Michael Prunner. Die Dreifaltigkeitskirche in Stadl-Paura wurde zum Dank dafür errichtet, dass die Gegend von der Pest verschont blieb.