Maximilian Schachmann

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Maximilian Schachmann Straßenradsport
Maximilian Schachmann (2018)
Maximilian Schachmann (2018)
Zur Person
Geburtsdatum 9. Januar 1994
Nation DeutschlandDeutschland Deutschland
Disziplin Straße
Zum Team
Aktuelles Team Bora-hansgrohe
Funktion Fahrer
Wichtigste Erfolge
UCI WorldTour
eine Etappe Giro d’Italia
zwei Etappen Katalonien-Rundfahrt
drei Etappen Baskenland-Rundfahrt
UCI-Straßen-Weltmeisterschaften
2018 Weltmeister – Mannschaftszeitfahren
UEC-Straßen-Europameisterschaften
2018 Bronze – Einzelzeitfahren
Letzte Aktualisierung: 8. April 2019
Ehrung als Radsportler des Jahres 2018 im Berliner Velodrom

Maximilian Schachmann (* 9. Januar 1994 in Berlin) ist ein deutscher Radrennfahrer. Er gilt als Zeitfahrspezialist[1] mit Stärken am Berg.[2]

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 wurde Maximilian Schachmann Junioren-Vizemeister im Straßenrennen; bei der Straßen-Europameisterschaft der Junioren im Einzelzeitfahren belegte er Platz neun. 2012 wurde er bei der Straßenweltmeisterschaft im Einzelzeitfahren der Junioren Dritter. Beim Einzelzeitfahren der Straßen-Europameisterschaften (U23) wurde er sowohl 2012 wie auch 2013 erneut Neunter. Bei den UCI-Straßen-Weltmeisterschaften 2014 in Ponferrada belegte er den fünften Platz im U23-Einzelzeitfahren. Im Jahr darauf errang er bei den U23-Europameisterschaften im Einzelzeitfahren die Bronzemedaille und bei den folgenden Weltmeisterschaften die Silbermedaille. Im Jahr 2016 wurde er Deutscher U23-Zeitfahrmeister und gewann als Solist bei einer Bergankunft des Giro della Valle d’Aosta sein erstes internationales U23-Rennen[3] und kurz darauf mit der Gesamtwertung der Tour Alsace sein erstes internationales Eliterennen. Bei den U23-Weltmeisterschaft 2016 gewann er die Silbermedaille im Zeitfahren.

Für die Saisons 2017 und 2018 erhielt er einen Profivertrag bei Quick-Step Floors.[4] Er erreichte für sein neues Team unter anderem den 10. Platz beim Eintagesrennen Le Samyn sowie bei der Tour de Romandie den 19. Rang in der Gesamtwertung.[5] Bei der erstmals zur WorldTour gehörenden Kalifornien-Rundfahrt belegte er den 15. Platz.[6] Bei einem Sturz während der Polen-Rundfahrt im August 2017 brach sich Schachmann mehrfach den rechten Fuß, und er musste die Saison beenden.[7]

Sein erster Sieg in einem Rennen der WorldTour gelang ihm 2018 auf der 6. Etappe der Katalonien-Rundfahrt, die er nach langer Flucht im Zweiersprint gewann.[8] Bei der Flèche Wallonne wurde er an der Mauer von Huy 150 Meter vor dem Ziel als letzter einer Ausreißergruppe eingeholt und erreichte als Achter seine bis dahin beste Platzierung bei einem Klassiker.[9] Im selben Jahr bestritt er mit dem Giro d’Italia 2018 seine erste Grand Tour, bei der er nach den ersten fünf Abschnitten das Weiße Trikot des Führenden in der Nachwuchswertung trug. Wegen seit dem zweiten Ruhetag auftretenden Atemwegsproblemen fiel er danach in der Gesamtwertung deutlich zurück.[10][11] Auf der 18. Etappe mit einer Bergankunft am Prato Nevoso gelang ihm jedoch aus einer zwölfköpfigen Ausreißergruppe, die sich zu Beginn des Abschnitts gebildet hatte, sein erster Grand-Tour-Etappensieg mit einigen Sekunden Vorsprung vor seinen letzten Fluchtbegleitern.[2] Bei der Deutschland Tour 2018 gewann er im Sprint einer vierköpfigen Ausreißergruppe die 2. Etappe und übernahm für einen Tag die Gesamtführung[12] und wurde schließlich Dritter der Gesamtwertung.

Zur Saison 2019 wechselte Schachmann zum Team Bora-hansgrohe. Nachdem er am Vortag bei den Strade Bianche aufgrund eines Defekts aus der Spitzengruppe zurückfiel, gewann er das Eintagesrennen hors categorie Gran Premio Industria & Artigianato im Zweiersprint vor Mattia Cattaneo, mit er sich am letzten Anstieg etwa 10 Kilometer vor dem Ziel absetzen konnte.[13] Wie im Vorjahr gewann Schachmann anschließend eine Etappe der Katalonienrundfahrt, nachdem er sich 11 Kilometer vor dem Ziel nach langer Flucht von seinen Begleitern absetzte und 13 Sekunden Vorsprung ins Ziel rettete.[14] Bei der Baskenland-Rundfahrt gewann Schachmann das Auftakttzeitfahren und zwei weitere Etappen an der Spitze kleinerer Vorderfelder, bevor er auf der Königsetappe die Führung an seinen Teamkollegen Emanuel Buchmann abgeben musste.[15] Er gewann schließlich die Punktewertung und wurde Gesamtzehnter. Bei den folgenden Ardennenklassikern wurde er jeweils Fünfter des Amstel Gold Race und des Flèche Wallonne und Dritter bei Lüttich–Bastogne–Lüttich.

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012 wurde Maximilian Schachmann deutscher Nachwuchs-Radsportler des Jahres, 2018 wurde er zum Radsportler des Jahres gewählt.

Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2012
2015
2016
2018
2019

Grand-Tour-Platzierungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grand Tour 2018
Pink jersey Giro d’Italia 31
Yellow jersey Tour de France
red jersey Vuelta a España

Teams[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Maximilian Schachmann – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eric Gutglück: Schachmann setzt gegen die Großen ein Ausrufezeichen. In: radsport-news.com. 18. Februar 2018, abgerufen am 19. Februar 2018.
  2. a b Schachmann: Giro-Etappensieger statt Wirtschaftsstudent. In: radsport-news.com. 24. Mai 2018, abgerufen am 24. Mai 2018.
  3. Giro Valle d'Aosta: Schachmann gewinnt Bergankunft. rad-net.de, 15. Juli 2016, abgerufen am 15. Juli 2016.
  4. Schachmann geht zu Etixx-Quick Step. sport1.de, 19. Juli 2016, abgerufen am 1. Mai 2017.
  5. Porte über Romandie-Gesamtsieg "etwas geschockt". radsport-news.com, 30. April 2017, abgerufen am 1. Mai 2017.
  6. Nur auf dem Podium kann Bennett die Angriffe nicht abwehren. radsport-news.com, 21. Mai 2017, abgerufen am 22. Mai 2017.
  7. Saison-Aus für Maximilian Schachmann nach Sturz bei Polen-Rundfahrt. In: rad-net.de. 14. August 2017, abgerufen am 15. August 2017.
  8. Schachmann holt sich als Ausreißer seinen ersten Profisieg. In: radsport-news.com. 21. März 2018, abgerufen am 24. März 2018.
  9. Alaphilippe bezwingt Valverde an der Mur, Schachmann Achter. In: radsport-news.com. 25. Januar 2018, abgerufen am 18. April 2018.
  10. Für Schachmann geht es nur noch darum durchzukommen. In: radsport-news.com. 22. Mai 2018, abgerufen am 26. Mai 2018.
  11. Schachmann: Leistung durch Atemprobleme limitiert. In: radsport-news.com. 22. Mai 2018, abgerufen am 24. Mai 2018.
  12. D-Tour: Schachmann kontrolliert Dumoulin wie ein alter Hase. In: radsport-news.com. 24. August 2018, abgerufen am 26. August 2018.
  13. Schachmann verarbeitet Strade-Enttäuschung bestmöglich. In: radsport-news.com. 10. März 2019, abgerufen am 10. März 2019.
  14. Schachmann packt den Hammer aus und gewinnt solo. In: radsport-news.com. 29. März 2019, abgerufen am 13. April 2019.
  15. Buchmann stürmt mit 20-Kilometer-Solo in eine neue Liga. In: radsport-news.com. 12. April 2019, abgerufen am 13. April 2019.