Maximilian von Soden-Fraunhofen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Maximilian Graf von Soden-Fraunhofen (* 7. August 1844 in Ludwigsburg; † 22. Dezember 1922 in München) war ein deutscher Jurist im Königreich Bayern. Er war Mitglied des Reichstages und Innenminister Bayerns.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Sohn des Regierungspräsidenten August von Soden studierte Maximilian v. Soden Rechtswissenschaft zunächst an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Am 15. Juli 1864 wurde er im Corps Suevia Tübingen recipiert.[1][2] Als Inaktiver wechselte er an die Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin und die Ludwig-Maximilians-Universität München. 1868 war er Gerichtspraktikant in München. Später war er beim Bezirksamt Vilshofen und an der Akademie für Forst- und Landwirthe zu Tharandt tätig.

Viermal gewählt, saß er von 1874 bis 1884 für die Deutsche Zentrumspartei und den Wahlkreis Oberbayern 5 (Wasserburg am Inn) im Reichstag.[3] Von 1875 bis 1893 war er Mitglied der Kammer der Abgeordneten (Bayern). 1895 wurde er auf Lebenszeit zum Mitglied im Reichsrat (Bayern) ernannt.[1] Er war von 1912 bis 1916 Innenminister Bayerns und wurde zum Bayerischen Staatsrat ernannt.[1] Für seine Verdienste war Soden 1905 durch Prinzregent Luitpold mit dem Komturkreuz des Verdienstordens der Bayerischen Krone und 1914 durch König Ludwig III. mit dem Großkreuz des Verdienstordens vom Heiligen Michael ausgezeichnet worden.[4]

Ehrungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • W. Zils (Hg.): Geistiges und künstlerisches München in Selbstbiographien. Kellerer, München 1913.
  • Hermann Christern (Hg.): Deutsches Biographisches Jahrbuch. Band 4, 1922, Deutsche Verlagsanstalt Stuttgart, Berlin [u. a.].
  • Walter Schärl: Die Zusammensetzung der bayerischen Beamtenschaft von 1806 bis 1918. Lassleben, Kallmünz 1955 (= Münchner historische Studien, Abteilung Bayerische Geschichte, Band 1)
  • Werner K. Blessing: Soden-Frauenhofen, Maximilian Graf von. In: Karl Bosl (Hrsg.): Bosls bayerische Biographie. Pustet, Regensburg 1983, ISBN 3-7917-0792-2, S. 731 (Digitalisat).
  • Walther Killy, Rudolf Vierhaus (Hg.): Deutsche Biographische Enzyklopädie. Band 9, Saur, München [u. a.] 1998.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e Mitgliederverzeichnis des Corps Suevia zu Tübingen 1831–1931, Bd. 2, S. 58
  2. a b Kösener Corpslisten 1930, 130, 191
  3. Fritz Specht, Paul Schwabe: Die Reichstagswahlen von 1867 bis 1903. Eine Statistik der Reichstagswahlen nebst den Programmen der Parteien und einem Verzeichnis der gewählten Abgeordneten. 2. Auflage. Carl Heymanns Verlag, Berlin 1904, S. 188.
  4. Hof- und Staats-Handbuch des Königreichs Bayern für das Jahr 1914. München 1914, S. 133.