Mazagão (Amapá)

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Município de Mazagão
Mazagão
Mazagão (Brasilien)
Mazagão
Koordinaten 0° 7′ S, 51° 17′ WKoordinaten: 0° 7′ S, 51° 17′ W
Symbole
BRAZÃO MAZAGÃO.png
Wappen
Bandeira de Mazagão.svg
Flagge
Basisdaten
Staat Brasilien
Bundesstaat Amapá
Região intermediária Macapá (seit 2017)
Região imediata Macapá (seit 2017)
Metropolregion Macapá
Gliederung 3 Distrikte, 17 Ansiedlungen
Höhe 60 m
Gewässer Rio Amazonas, Rio Mutuacá
Klima Af, äquatorisch
Fläche 13.294,8 km²
Einwohner 17.032 (2010[1])
Dichte 1,3 Ew./km²
Schätzung 21.206 (1. Juli 2018[2])
Gemeindecode IBGE: 1600402
Telefonvorwahl (+) 55 (96)
Zeitzone UTC−3
Website www.mazagao.ap.gov.br (brasilianisches Portugiesisch)
Politik
Stadtpräfekt João da Silva Costa (2017–2020)
Partei Partido Pátria Livre (PPL)
Kultur
Schutzpatron Nossa Senhora da Assunção
Wirtschaft
BIP 201.204 Tsd. R$
10.281 R$ pro Kopf
(2015)
HDI 0,592 (2010)

Mazagão, amtlich Município de Mazagão, ist die fünftbevölkerungsreichste Stadt des brasilianischen Bundesstaates Amapá in der Região Norte. Sie liegt am linken Ufer des Amazonas und ist rund 34 km von der Hauptstadt Macapá entfernt. Die Bevölkerungszahl wurde zum 1. Juli 2018[2] auf 21.206 Einwohner geschätzt, Mazanganenser (portugiesisch mazaganense oder mazaganistas) genannt, die auf einem Gebiet von rund 13.295 km² leben. Die Bevölkerungsdichte lag 2010 bei 1,3 und liegt 2017 bei 1,5 Personen pro km².[1]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Landschaft ist gemischt aus brasilianischem Cerrado und Várzea mit tropischen und subtropischen feuchten Laubwäldern, das Klima ist tropisch nach der Klimaklassifikation nach Köppen und Geiger Am/Af. Die Durchschnittstemperatur beträgt 27 °C. Es gibt viel Niederschlag und wenige Trockenperioden.[3]

Bei Mazagão verbreitert sich der Amazonas und bildet mehrere Flussinseln heraus, die größte bei Mazagão ist die Ilha do Pará. Nördlich bildet der Rio Vila Novo die Grenze zu Santana, südlich mündet der Rio Mazagão, über den man zum Gründungsort Mazagão Velho gelangt, in den Amazonas. Im Süden liegt das rund 5017 km² große Nutzreservat Reserva Extrativista do Rio Cajari.

Umliegende Orte sind Pedra Branca do Amapari, Porto Grande, Santana, Vitória do Jari und Laranjal do Jari.

2017 änderte das Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística die Zuordnung zu geostatistischen Regionen[4] und teilte die Gemeinde der Região geográfica imediata Macapá und der Região geográfica intermediária Macapá zu. Mit Santana und Macapá gehört Mazagão zu Metropolregion Macapá.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt wurde 1769 als Nova Mazagão von Portugiesen gegründet, deren Heimatstadt Mazagão (heute: El Jadida) in Nordwestafrika in den Besitz der Mauren gelangt war.[5]

Stadtverwaltung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Exekutive: Bei der Kommunalwahl 2016 wurde João da Silva Costa, genannt Professor Dudão, Stadtpräfekt (Bürgermeister) für die Amtszeit von 2017 bis 2020, der für den Partido Pátria Livre (PPL) angetreten war.[6]

Die Legislative liegt bei einem 11-köpfigen Stadtrat, den vereadores der Câmara Municipal.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quelle: IBGE (Angaben für 2018 sind lediglich Schätzungen). 41,39 % der Bevölkerung waren im Jahr 2010 Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre. 48,57 % lebten 2010 im städtischen und 51,43 % im weitläufigen ländlichen Raum. Mazagão ist das flächenmäßig fünftgrößte Munizip in Amapá. Die Analphabetenquote lag 2010 bei den Erwachsenen über 25 Jahren noch bei 29,3 %.[7]

Lebensstandard[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Index der menschlichen Entwicklung für Städte, abgekürzt HDI (portugiesisch: IDH-M), lag 1991 bei dem sehr niedrigen Wert von 0,319 im Jahr 2010 bei dem als niedrig eingestuften Wert von 0,592.[7]

Das monatliche Durchschnittseinkommen wird pro Person mit 353,61 R$ angegeben,[7] was 2018 einem Wert von 90,30 Euro entspricht.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Mazagão führt die Landesstraße AP-010. Der nächstgelegene Flughafen Aeroporto Internacional de Macapá ist 30,2 km entfernt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Augusto Ferreira do Amaral: Mazagão. A epopeia portuguesa em Marrocos. Fundação Oriente e Comissão Portuguesa de História Militar, Lisboa 2007, ISBN 978-972-8799-56-4.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mazagão – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b IBGE: Amapá: Mazagão > Panorama. Abgerufen am 20. September 2018 (brasilianisches Portugiesisch).
  2. a b Estimativas da população residente no Brasil e unidades da federação com data de referência em 1° de julho de 2018. (PDF; 2,6 MB) In: ibge.gov.br. IBGE, 2018, abgerufen am 20. September 2018 (brasilianisches Portugiesisch).
  3. Klima Mazagão: Wetter, Klimatabelle & Klimadiagramm für Mazagão. In: climate-data.org. de.climate-data.org, abgerufen am 28. Januar 2018.
  4. Instituto Brasileiro de Geografia e Estatística (IBGE): Divisão Regional do Brasil. 2017, abgerufen am 28. Januar 2017.
  5. Bevölkerungsgeschichte. In: Richard Konetzke: Süd- und Mittelamerika I. Die Indianerkulturen Altamerikas und die spanisch-portugiesische Kolonialherrschaft (= Fischer Weltgeschichte. Band 22). Fischer Taschenbuch, Frankfurt am Main 1965, S. 73.
  6. Professor Dudão. In: com.br. Eleições 2016, abgerufen am 28. Januar 2018 (brasilianisches Portugiesisch).
  7. a b c Atlas do Desenvolvimento Humano do Brasil: Mazagão - AP. Abgerufen am 28. Januar 2018 (brasilianisches Portugiesisch).