Mazedonier in Deutschland

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Mazedonische kulturelle Veranstaltung in Berlin

Nach Daten des Ausländerzentralregisters lebten Ende 2015 95.976 mazedonische Staatsbürger in Deutschland.[1]

Die ursprüngliche Muttersprache der Deutsch-Mazedonier ist die mazedonische Sprache, daneben wird als Fremdsprache – und zunehmend auch als Muttersprache – vor allem Deutsch gesprochen. Sie sind überwiegend mazedonisch-orthodoxe Christen.

Die Mazedonier leben größtenteils in den Bundesländern Bayern, Berlin, Niedersachsen und Baden-Württemberg. Die Städte mit den größten Anteilen an mazedonischer Bevölkerung sind Berlin, Nürnberg, Ingolstadt, Aalen, Hannover und Stuttgart..[2][3]

Zu den mazedonischen Staatsbürgern Deutschlands zählen auch viele ethnische Albaner, die in Mazedonien rund 25 Prozent der Gesamtbevölkerung ausmachen (für mehr Informationen zur ethnischen Struktur und zur Minderheitenpolitik Mazedoniens siehe: Albaner in Mazedonien und Mazedonien#Innenpolitik). Dadurch kann die genaue Zahl der slawischen Mazedonier in Deutschland ungenau beziffert werden.

Organisation und Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Mazedonier in Deutschland sind überwiegend orthodoxe Christen. Im Rahmen der mazedonisch-orthodoxen Kirche oder der MPCO organisiert sich heute die Mehrheit der Auswanderer. Die meisten dieser Organisationen wurden in den frühen 1990er Jahren gegründet, bald nach dem Zerfall Jugoslawiens und somit der Gründung der Republik Mazedonien. Die ursprüngliche Kirchengemeinde wurde um 1980 in Hamburg gegründet, und bald darauf waren sechs weitere MPCO-Gemeinden in der Bundesrepublik etabliert. Die MPCO-Gemeinden haben ihre eigenen Kirchen, in denen viele Mazedonier für Ostern und Weihnachten zusammenkommen. Die größten sind:

Die MPCO-Gemeinden fördern die mazedonisch-orthodoxen Kirche in Deutschland, die traditionelle mazedonische Folklore und das Brauchtum aus der Heimat. Sie fördern außerdem die Instandhaltung des mazedonischen Erbes, der Sprache und der Traditionen der Mazedonier in Deutschland.

Zu den anderen christlichen Minderheiten in der mazedonisch-deutschen Gemeinde gehören die griechischen Katholiken, Ost-Katholiken, ein paar Unierte und einige Protestanten. Ein nicht kleiner Teil der Mazedonier sind muslimisch. Diese muslimischen Mazedonier werden Torbeschen genannt. Heute können viele Mazedonier allerdings inzwischen zu den Nichtreligiösen, Irreligiösen und Agnostikern sowie Säkularen gezählt werden.

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt mehrere mazedonische Sportvereine und -mannschaften in Deutschland. Zu den bekanntesten zählt FK Makedonija 1970 aus Berlin.[11]

Bekannte Deutsch-Mazedonier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alexander Veljanov

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ausländische Bevölkerung – Ergebnisse des Ausländerzentralregisters (Stand: 31. Dezember 2015), S. 37, 45, 83, 93, 99, 126, 145 163.
  2. Zahlen für 2006
  3. Makedonci vo Svetot
  4. MPCO Berlin-http://www.mpco-berlin.de/
  5. MPCO Hannover-http://www.mpc-sv-spas.de/
  6. MPCO Nurenberg-http://www.mpc-nurnberg.de/
  7. MPCO Ingolstadt-http://www.svetinikola.de/
  8. MPCO Stuttgart-http://www.svkim.de.vu/
  9. MPCO Aalen-http://www.sv-dimitrija.de/index.html
  10. M.P.C Europe
  11. FK Makedonija-http://www.fkmakedonija.de/index.html