Mbomou

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Fluss Mbomou, für eine zentralafrikanische Präfektur, siehe Mbomou (Präfektur)
Mbomou
Einzugsgebiet des Ubangi mit dem Mbomou (Mitte rechts)

Einzugsgebiet des Ubangi mit dem Mbomou (Mitte rechts)

Daten
Lage Zentralafrikanische Republik, Demokratische Republik Kongo
Flusssystem Kongo
Abfluss über Ubangi → Kongo → Atlantik
Quellgebiet Zentralafrikanische Republik an der Grenze zum Südsudan
5° 1′ 30″ N, 27° 26′ 31″ O
Quellhöhe 725 m
Mündung Im Grenzbereich zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Zentralafrikanischen Republik in den UbangiKoordinaten: 4° 7′ 35″ N, 22° 25′ 55″ O
4° 7′ 35″ N, 22° 25′ 55″ O
Mündungshöhe 395 m
Höhenunterschied 330 m
Länge 966 km[1]
Einzugsgebiet 156.950 km²[1]
Abfluss am Pegel Bangassou[2]
AEo: 115.000 km²
Lage: etwa 100dep1 oberhalb der Mündung
MQ
Mq
822,8 m³/s
7,2 l/(s km²)
Abfluss[3] an der Mündung
AEo: 156.950 km²
MQ 1952–1974
Mq 1952–1974
1130 m³/s
7,2 l/(s km²)
Linke Nebenflüsse Bili
Rechte Nebenflüsse Mbari; Chinko; Ouara
Mittelstädte Bangassou
Satellitenaufnahme des Zusammenflusses von Uelle (von unten) und Mbomou (von oben)

Satellitenaufnahme des Zusammenflusses von Uelle (von unten) und Mbomou (von oben)

Der Mbomou (gelegentlich als Bomu) ist ein Fluss in Zentralafrika.

Verlauf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fluss entspringt an der Grenze zum Südsudan, etwa 5 km südlich der Stadt Ezo. Er vereinigt sich bei Yakoma mit dem Uele und bildet ab dem Zusammenfluss den Ubangi, den zweitgrößten Nebenfluss des Kongo. Der Mbomou bildet in seinem Gesamtverlauf die Staatsgrenze zwischen der Zentralafrikanischen Republik und der Demokratischen Republik Kongo.

Entdeckung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der griechische Forschungsreisende Panagiotes Potagos erkundete bei seiner zweiten Reise das Gebiet. Er soll 1877 der erste Europäer gewesen sein, der den Fluss entdeckte.[4]

Hydrometrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durchschnittliche monatliche Durchströmung des Mbomou gemessen an der hydrologischen Station in Bangassou, etwa 100 km oberhalb des Zusammenflusses mit dem Uelle in m³/s (Mittelwert aus 2 Jahren 1986 - 1988).[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b J. Callede, Y. Boulvert, J-P. Thiebaux: Le bassin de l'Oubangui, Kap. 1
  2. a b Der Mbomou bei Bangassou
  3. J. Callede, Y. Boulvert, J-P. Thiebaux: Le bassin de l'Oubangui, Kap. 4
  4. Auszug aus der Encyclopædia Britannica