Meckel

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Dieser Artikel behandelt die Ortsgemeinde Meckel, für weitere Bedeutungen siehe Meckel (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Meckel
Meckel
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Meckel hervorgehoben
Koordinaten: 49° 53′ N, 6° 31′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Bitburger Land
Höhe: 300 m ü. NHN
Fläche: 10,8 km2
Einwohner: 403 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54636
Vorwahl: 06568
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 077
Adresse der Verbandsverwaltung: Hubert-Prim-Straße 7
54634 Bitburg
Webpräsenz: www.bitburgerland.de
Ortsbürgermeister: Johannes Junk
Lage der Ortsgemeinde Meckel im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild

Meckel ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meckel liegt in der Südwesteifel, etwa 10 km südlich des Zentrums der Kreisstadt Bitburg. Das Gemeindegebiet erstreckt sich in einer Talmulde und wird am südöstlichen Rand von der Bundesstraße 51 durchquert. Die Höhenlage reicht von 300 m ü. NHN bis 391 m ü. NHN. Durch den Ort fließt der Nüßbach. Zu Meckel gehört auch der Wohnplatz Meilbrück.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von einer frühen Besiedelung des Gemeindegebietes zeugen umfangreiche Überreste aus der Römerzeit. In dieser Zeit stand an der heutigen Straße Meckel–Gilzem der römische Gutshof „Scheiwelsheck“ und der Tempelbezirk von Meilbrück. Die erste urkundliche Erwähnung des Ortes fand vermutlich zwischen 711 und 814 statt, als ein gewisser Harduwinus sein Gut zu „Meckeia cum ecclesia“ dem Kloster Echternach überschrieb. Bis zur französischen Zeit Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Meckel zur luxemburgischen Propstei Bitburg. Im Jahr 1795 kam Meckel zum Kanton Bitburg im französischen Departement der Wälder, später wurde die Ortschaft Sitz der Mairie Meckel, die mit Beginn der preußischen Herrschaft in die gleichnamige Bürgermeisterei überging. 1824 wurde eine Personalunion aus den Bürgermeistereien Meckel und Idenheim gebildet, die das gemeinsame Gebiet von Röhl aus verwaltet. Die Bürgermeisterei Bitburg-Land wurde 1860 Nachfolger dieser Personalunion und schließlich 1970 im Zuge der rheinland-pfälzischen Funktional- und Gebietsreform 1970 mit vier weiteren Ämtern zur Verbandsgemeinde Bitburg-Land zusammengeschlossen. Seit 2014 gehört Meckel der Verbandsgemeinde Bitburger Land an.

Im Jahre 1991 wurde Meckel im Wettbewerb Unser Dorf soll schöner werden mit einer Gold­plakette ausgezeichnet.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Meckel, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 209
1835 277
1871 298
1905 350
1939 345
1950 346
Jahr Einwohner
1961 338
1970 330
1987 295
1997 388
2005 385
2015 403

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Meckel besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Meckel
Wappenbegründung:

Hinweis auf die lange Zugehörigkeit zu Echternach ist das rote Lilienkreuz, während die 5-strahligen Sterne dem alten Bitburger Propsteisiegel entlehnt sind.[5]

Meckel, die katholische Pfarrkirche Sankt Bartholomäus
Meckel, alte kath. Pfarrkirche St. Bartholomäus, heute Friedhofskapelle

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Insbesondere südlich des Nüßbaches finden sich einige alte Bauernhäuser. Dort steht auch die nach den Plänen des Dombaumeisters Reinhold Wirtz[6][7] von 1896 bis 1898 erbaute Pfarrkirche St. Bartholomäus. In unmittelbarer Nähe befindet sich auch die ehemalige Pfarrkirche, heute als Friedhofskapelle genutzt. Sie zählt zu den in der Westeifel verbreiteten spätgotischen Einstützenräumen, die im späten 15. und frühen 16. Jahrhundert entstanden sind. In der Umgebung der Kapelle sind einige sehr alte Grabsteine und -kreuze vorhanden.

Die Bebauung nördlich des Nüßbaches ist zum Großteil neuerer Substanz. Dieser Abschnitt des Dorfes wird durch den Gasthof sowie die etwas weiter entfernte alte Scheune bestimmt.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie viele Gemeinden in der Eifel ist auch Meckel landwirtschaftlich geprägt. In diesem Bereich sind noch einige Haupt- und Nebenerwerbslandwirte vorhanden. Im Gegensatz zu anderen Orten der Umgebung ist Meckel allerdings durchaus auch Standort einiger industrieller und im Dienstleistungssektor tätiger Unternehmen. So bieten ein Dorfgasthaus, eine Raststätte mit Tankstelle sowie ein Sägewerk, ein Zimmerei- und ein Steinbruchbetrieb mehrere Arbeitsplätze vor Ort. Trotzdem sind die meisten Erwerbstätigen im nahegelegenen Bitburg, im Raum Trier oder in Luxemburg beschäftigt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Meckel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2014, Seite 68 (PDF; 2,4 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Wappenerklärung. Abgerufen am 5. Juli 2016.
  6. Eintrag zu Sankt Bartholomäus (1) in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, abgerufen am 22. September 2015.
  7. Eintrag zu Sankt Bartholomäus (2) in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, abgerufen am 22. September 2015.