Meerane

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Meerane
Meerane
Deutschlandkarte, Position der Stadt Meerane hervorgehoben
Koordinaten: 50° 51′ N, 12° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen
Landkreis: Zwickau
Verwaltungs­gemeinschaft: Meerane
Höhe: 253 m ü. NHN
Fläche: 19,76 km²
Einwohner: 14.851 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 752 Einwohner je km²
Postleitzahl: 08393
Vorwahl: 03764
Kfz-Kennzeichen: Z, GC, HOT, WDA
Gemeindeschlüssel: 14 5 24 190
Stadtgliederung: Kernstadt, 4 Ortsteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Lörracher Platz 1
08393 Meerane
Webpräsenz: www.meerane.de
Bürgermeister: Lothar Ungerer (parteilos)
Lage der Stadt Meerane im Landkreis Zwickau
Bernsdorf Callenberg Crimmitschau Crinitzberg Dennheritz Fraureuth Gersdorf Glauchau Hartenstein Hartmannsdorf Hirschfeld Hohenstein-Ernstthal Kirchberg Langenbernsdorf Langenweißbach Lichtenstein Lichtentanne Limbach-Oberfrohna Meerane Mülsen Neukirchen/Pleiße Niederfrohna Oberlungwitz Oberwiera Reinsdorf Remse Schönberg St. Egidien Waldenburg Werdau Wildenfels Wilkau-Haßlau Zwickau Sachsen Thüringen Vogtlandkreis Erzgebirgskreis Chemnitz Landkreis MittelsachsenKarte
Über dieses Bild

Meerane ist eine sächsische kreisangehörige Stadt im Nordwesten des Landkreises Zwickau. Sie ist Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Meerane. In Meerane entwickelte sich im 19. Jahrhundert eine ausgeprägte Textilindustrie, die das Stadtbild nachhaltig prägte.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Meerane liegt in einem dicht besiedelten Gebiet am Nordwestrand des Erzgebirgischen Beckens an der Grenze zu Thüringen 17 km südlich von Altenburg und ca. 15 km nördlich von Zwickau zwischen der vierspurig ausgebauten B 93 und der Bundesautobahn 4.

Das Meerchen ist das bedeutendste Fließgewässer der Stadt. Dem Bach fließen im Stadtgebiet der Seiferitzer Bach von Süden und der Dittrichbach von Osten zu. Im Südosten der Stadt verläuft nahe der Autobahn die regionale Wasserscheide zwischen der Pleiße und der Zwickauer Mulde.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angrenzende Gemeinden sind Crimmitschau (Stadt), Dennheritz, Glauchau (Stadt), Remse und Schönberg im Landkreis Zwickau sowie Gößnitz (Stadt) und der Ortsteil Guteborn der Gemeinde Ponitz im thüringischen Landkreis Altenburger Land.

Stadtgliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Meerane gehören die Ortsteile Crotenlaide (auch Untergötzenthal genannt), Dittrich, Seiferitz, Niklasbusch und Waldsachsen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1174 starb der böhmische König Wladislaw II. nach nur viermonatigem Aufenthalt auf Burg Mare. Diesem Umstand verdankt Meerane seine erste urkundliche Erwähnung. Der Burgberg direkt in der Meeraner Innenstadt weist noch heute auf den Standort einer Burg hin, auch wenn man diese dort vergeblich sucht. Meerane wurde 1361 als Oppidum de Mare und 1405 als Städtlein bezeugt. Viele verschiedene Namen gab es in der Folgezeit für die entstehende Siedlung rund um die sagenhafte Burg Mare: Mehir, Mera oder Mherann, bevor 1853 per Stadtratsbeschluss die Schreibweise Meerane festgelegt wurde.

Stadtansicht von 1839

Im 19. Jahrhundert setzte die Industrialisierung ein, die auf eine seit dem 16. Jahrhundert ansässige Weberei, der Gründung einer Weberzunft 1612 und dem Zuzug niederländischer Weber fußte. Bedeutend war die Fabrikation von wollenen und halbwollenen Damenkleiderstoffen in insgesamt sechs mechanischen Webereien mit 1220 Arbeitern, die Appretur-Färberei und Kammgarnspinnerei. Die Bahnstrecke Glauchau–Gößnitz der Sächsischen Staatseisenbahn wurde bereits 1858 eröffnet und 1876 arbeiteten 2500 Webstühle in der Stadt.[2]

Ab 1878 gehörte der bisher in den Schönburgischen Rezessherrschaften gelegene Ort zur Amtshauptmannschaft Glauchau, welche bis 1900 zur Kreishauptmannschaft Zwickau und danach zur neu gebildeten Kreishauptmannschaft Chemnitz gehörte. Meerane wurde 1924 als bezirksfreie Stadt aus der Amtshauptmannschaft Glauchau ausgegliedert.

Von 1952 bis 1994 gehörte Meerane zum Kreis Glauchau und danach zum Landkreis Chemnitzer Land, welcher 2008 im Landkreis Zwickau aufging.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bevölkerung ist seit der Reformation überwiegend evangelisch-lutherisch. 1925 22576 Bewohner evangelisch-lutherisch, 14 reformiert, 260 römisch-katholisch, 17 Juden und 1227 unter „andere“ aufgeführt.[3]

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ehemalige Gemeinde Datum Anmerkung
Crotenlaide[4] 1. Oktober 1923
Dittrich[5][6] 1. Juli 1950
1974
Eingemeindung nach Pfaffroda,
Umgliederung nach Meerane
Götzenthal (Ober-)[7] 1. Juli 1936
Seiferitz[5][6] 1. Juli 1950
Untergötzenthal¹[7] 1. April 1928
Waldsachsen²[5] 1974

¹infolge Gebietsaustausches am 1. April 1928 von Thüringen an Sachsen abgetreten[7]
²infolge Gebietsaustausches am 1. April 1928 der thüringische Anteil an Waldsachsen an Sachsen abgetreten[7]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1546 wurden 193 Inwohner, 1583 120 besessene(r) Bürger und 1750 100 Häuser in der Stadt, 159 Häuser in der Vorstadt sowie 14 Gemeinde- und herrschaftliche Häuser gezählt.[3]

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1960 31. Dezember):

Einwohnerentwicklung

1834 bis 1946

  • 1834 – 4.172
  • 1875 – 21.277
  • 1880 – 22.293
  • 1885 – 22.013
  • 1890 – 22.446
  • 1910 – 25.470
  • 1933 – 24.855
  • 1939 – 24.447
  • 1946 – 26.804 a

1950 bis 2002

  • 1950 – 26.519 b
  • 1960 – 24.520
  • 1981 – 22.194
  • 1984 – 21.260
  • 1995 – 19.606
  • 1997 – 19.390
  • 1999 – 19.001
  • 2001 – 18.439
  • 2002 – 18.173

2003 bis 2012

  • 2003 – 17.745
  • 2004 – 17.513
  • 2005 – 17.244
  • 2006 – 16.937
  • 2007 – 16.752
  • 2008 – 16.517
  • 2009 – 16.287
  • 2010 – 16.115
  • 2011 – 15.942
  • 2012 – 15.226

ab 2013

  • 2013 – 15.003
  • 2014 – 14.850

Datenquelle ab 1998: Statistisches Landesamt Sachsen

a 29. Oktober
b 31. August

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 wurden im Stadtrat entsprechend dem Wahlergebnis folgende Fraktionen gebildet:[8]

Neues Rathaus
Partei / Liste Stimmenanteil G/V Sitze G/V
Freie Wähler – FWV 23,3 % + 9,0 5 + 2
Meeraner Bündnis 19,8 % − 10,2 5 − 2
Christlich Demokratische Union Deutschlands – CDU 19,0 % − 0,4 4 ± 0
Die Linke – LINKE 15,2 % + 3,0 3 ± 0
Sozialdemokratische Partei Deutschlands – SPD 8,4 % + 0,3 2 ± 0
Nationaldemokratische Partei Deutschlands – NPD 7,9 % + 0,9 2 + 1
Einzelbewerber (fraktionslos) 6,1 1

G/V = Gewinne oder Verluste gegenüber der vorigen Wahl 2009

Ortssäule Meerane

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Mai 1990 wurde Peter Ohl von der DSU zum ersten Nachwende-Bürgermeister gewählt und 1994 nun für die Freien Wähler im Amt bestätigt. Seit 2001 ist Lothar Ungerer (parteilos) Bürgermeister der Stadt Meerane. Bei den Bürgermeisterwahlen am 8. Juni 2008 und am 7. Juni 2015 wurde Ungerer im Amt bestätigt.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot eine bizarr gestaltete dreigeschossige silberne Burg mit offenem Tor und neun kleinen spitzbedachten Türmchen, in der Mitte belegt mit einem dreimal von Rot und Silber schrägrechts geteilten Schild.“ Das 1897 offiziell durch den Stadtrat eingeführte Wappen erinnert an die neun während der Hussitenkriege zerstörten Türme der Stadtmauer.[2] Das Wappen ist das der Schönburger.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1990 wurde eine Städtepartnerschaft mit Lörrach in Baden-Württemberg begründet. Es findet neben dem öffentlichen Bereich auch ein Austausch zwischen Vereinen und Organisationen statt. In Lörrach wurde 2002 ein Meeraner Platz getauft, im Gegenzug entstand im Zuge des Rathaus-Neubaues ein Jahr später der Lörracher Platz.[9]

Seit Mai 2015 besteht eine Partnerschaft mit der Gemeinde Lanusei auf der italienischen Insel Sardinien.[10].

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altes Rathaus

Das Heimatmuseum zur Stadtgeschichte von der Ur- und Frühzeit bis 1945 wurde im ersten Obergeschoss des Alten Rathauses eingerichtet. Besondere Aufmerksamkeit wird unter anderem mit einem Handwebstuhl und einem mechanischen Webstuhl der historischen Textilfabrikation zuteil. 2011 wurde im Kunsthaus der Stadt eine ständige Ausstellung Werner Bochmann“ mit Erich Knauf und Ralph Arthur Roberts zum Leben und Wirken des gebürtigen Meeraner Schlager- und Filmkomponisten eröffnet. Das Kunsthaus beherbergt ferner die Galerie ART IN des Meeraner Kunstvereins mit mehrmals jährlich wechselnden Ausstellungen.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Teichplatz mit Martinskirche
Postamt

Durch die starke Erweiterung im 19. Jahrhundert infolge der Industrialisierung hält sich die historische Bausubstanz in Grenzen. Das 1727 im Renaissancestil erbaute und das Heimatmuseum beherbergende historische Alte Rathaus wurde vollständig restauriert und wird noch für Hochzeiten genutzt. Die erstmals 1314 urkundlich erwähnte St.-Martins-Kirche wurde nach mehreren Bränden umgebaut und erhielt das Langhaus in der heutigen Form 1884. Sie besitzt einen 1963/64 restaurierten Flügelaltar von Jacob Naumann (1506) mit Maria und Kind im Schrein und einen gotischen Chor (1503 geweiht). Der Turm ist noch im Kern romanisch. Das neben der Kirche gelegene Pfarrhaus ist das einzige original im Barockstil erhaltene Gebäude Meeranes. Die von der Kirche zum Teichplatz hinab führende italienische Treppe wurde erst 2004 nach Plänen des Fabrikanten E.R. Funke aus dem Jahre 1900 erbaut. Das 1901 erbaute neobarocke Postamt zählt gleichsam zu den sehenswertesten Gebäuden im Stadtzentrum. Unter dem Burgberg befinden sich mittelalterliche Gangsysteme, die vorrangig zur Lebensmittelllagerung genutzt wurden und wie in Gera als „Höhler“ bezeichnet werden.[11]

An der Chemnitzer Straße im Südosten der Stadt zeigt der 1934 errichtete Weberbrunnen Szenen aus der Textilindustrie. An der Schwanefelder Straße im Nordwesten fallen zahlreiche sanierten Villen aus der Gründerzeit auf. Die Kirche Waldsachsen wurde 1561 erbaut und 1653, 1736 (Turmneubau), 1831 sowie 1868 (Vergrößerung der Kirche) erneuert. Die Orgel wurde 1852 repariert, jedoch bereits 1868 durch ein neues Instrument von Johann Gotthilf Bärmig ersetzt.

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Parks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmal zu Ehren des Unternehmers Wilhelm Wunderlich im gleichnamigen Park
  • Wilhelm-Wunderlich-Park
  • Mittelberganlagen
  • Annapark
  • Schillerpark
  • Merzenberganlage
  • Hochzeitswald
  • Gornzigtal
  • Kirchenholz
  • Skate Park

Karneval / Fasching[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bekannt ist die Stadt Meerane auch für ihre in der Region ungewöhnlich ausgeprägte Faschingskultur. Im Jahre 1986 gründete sich der Meeraner Carnevalsverein (MCV), der erste Faschingsverein der Stadt. Ein Jahr später, 1987, gründeten sich die Sächsischen Chaoten, ein weiterer Faschingsverein, wobei beide Vereine in einem konkurrierenden Verhältnis zueinander stehen. Nach der Wiedervereinigung lernte Meerane durch seine Städtepartnerschaft mit Lörrach die Fasnachtkultur aus dem schweizerisch-badener Raum kennen. Noch prägender waren allerdings die Besuche der Baseler "Grachsymphoniker", einer Schweizer Gugge, die sowohl zur Gründung mehrerer Meeraner Guggen sowie der Einführung des in der Region mittlerweile weit bekannten "Meeraner Straßenfaschings" beitrug. Guggen, eigentlich eine Eigenart aus dem alemannischen Raum, fanden dadurch einen erfolgreichen Einzug in der Meeraner Faschingskultur. Meeraner Guggen sind: Gnallschoddn, Draufgänger Guggis, Rasselbande, Urknall-Gugge

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Steile Wand

Bekannt wurde die Stadt auch durch die Steile Wand von Meerane. Diese 340 Meter lange Straße verdankt ihren Namen der mit 12 % recht extremen Steigung der Bergstraße (mittlerweile in „An der Steilen Wand“ umbenannt) und wurde in den 1950er Jahren während der hier verlaufenden Friedensfahrten von Reportern so getauft.[12]

Der einheimische Fußballverein Meeraner SV war Halbfinalist der Ostzonenmeisterschaften 1948 und 1949 sowie Gründungsmitglied der DDR-Fußball-Oberliga.

Die Männer des Meeraner Hockeyvereins spielen in der 2. Bundesliga Ost (Halle) und in der Regionalliga Ost (Feld).

Der 2000 gegründete Sächsische Handballclub Meerane verschmolz 2013 mit dem HSV Glauchau zum HC Glauchau/Meerane, dessen erste Männermannschaft in der Handball-Oberliga Mitteldeutschland spielt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

2011 neu erbauter Bahnhof

Die Stadt ist über die südlich verlaufende sechsspurige A 4 mit den Anschlüssen Meerane und Glauchau-West, beide ca. 2 km entfernt, zu erreichen. Die B 93 umgeht die Stadt westlich, während die eigentliche Stadt vor allem von der Staatsstraße S 288 von der B 175 bei Glauchau über Waldsachsen nach Crimmitschau erschlossen wird. Nachrangige Straßen führen nach Ponitz, Gößnitz und Remse.

Meerane liegt an der Bahnstrecke Glauchau-Schönbörnchen–Gößnitz, die ihrerseits Teil der sogenannten Mitte-Deutschland-Verbindung ist. Einzige Zugangsstelle im Bahnverkehr ist der Bahnhof Meerane, der seit der Einstellung des Güterverkehrs im Jahr 2000 nur noch dem Personenverkehr dient. Mit Regionalexpresszügen bestehen im Jahr 2012 direkte Verbindungen nach Glauchau sowie nach Göttingen über Jena und Erfurt, darüber hinaus verkehren Regionalbahnen nach Glauchau und Gößnitz. Die Stadt liegt im Verkehrsverbund Mittelsachsen.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadthalle in Stilformen des Bauhauses

Da Meerane einst ein wichtiger Standort der Textilindustrie war, waren verwandte Industriebetriebe wie Färbereien, Gerbereien und Maschinenfabriken hier ebenfalls angesiedelt.

Bis zur Einstellung der Produktion 1991 wurde im VEB IFA Karosseriewerke Meerane (auch „Meeraner Karosseriewerk“, MEKAWE) die Karosserie des Trabant 600, 601 Universal („Kombi“) und Kübel gefertigt. Die Wurzeln des Karosseriebaus in Meerane liegen bei der Firma Hornig & Co, die am 13. August 1869 als Stellmacherei gegründet wurde und bis zur Enteignung 1946 u. a. Karosserien für DKW, Horch und Audi herstellte.

Im Meeraner Wirtschaftszentrum Süd-West sind heute viele Unternehmen aus dem Automobilsektor vorhanden. Diese nutzen die Nähe zum nahegelegenen Volkswagen-Werk in Zwickau-Mosel. Ansässige Unternehmen sind z. B.:

In der Ifo-Studie „Die Wohnortwahl privater Haushalte und die Bewertung lokaler Standortfaktoren in den sächsischen Gemeinden“ (2008) belegte Meerane den 14. Platz aller 505 Gemeinden Sachsens. 14 Faktoren hat das Ifo-Institut der Beurteilung zugrunde gelegt, dazu zählen u. a. Einzelhandel, Arbeitslosigkeit, Erholungsfläche, Krankenhäuser, Ärztequote, öffentliche Sicherheit, verkehrliche Lage und öffentlicher Nahverkehr.[13]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Meerane gibt es mit der Friedrich-Engels-Schule, der Lindenschule und der Evangelischen Grundschule St. Martin drei Grundschulen, mit der staatlichen Tännichtschule und der privat getragenen Internationalen Oberschule Meerane zwei Oberschulen und das Europäische Gymnasium „Johann Heinrich Pestalozzi“. Ferner existieren zwei Förderschulen und ein berufliches Schulzentrum für Wirtschaft und Sozialwesen.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neumarkt
Marienstraße
Geburtshaus des Schauspielers Ralph Arthur Roberts
Gedenktafel am Geburtshaus des Schauspielers Ralph Arthur Roberts

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • August Bebel (1866–1877), Reichstagsabgeordneter im Wahlkreis Meerane-Glauchau (SPD)
  • Friedrich Eduard Bilz (1842–1922), Naturheilkundler, Erfinder des Getränks „Bilz-Brause“ (heute Sinalco)
  • Ernst Ebeling (1859–1932), Bürgermeister bis 1889
  • Wilhelm Külz (1875–1948), stellvertretender Bürgermeister 1903, Mitbegründer und Vorsitzender der LDP 1945–1948
  • Jürgen Martens (* 1959), Sächsischer Staatsminister für Justiz und Europa

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berichte über die Verwaltung und den Stand der Gemeindeangelegenheiten der Stadt Meerane. Meerane 1880ff. (Digitalisat)
  • Just Heinrich Leopold: Chronik und Beschreibung der Fabrik- und Handelsstadt Meerane. Verlag Louise Geucke, Meerane 1863 (Digitalisat)
  • Richard Steche: Meerane. In: Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. 13. Heft: Amtshauptmannschaft Glauchau. C. C. Meinhold, Dresden 1890, S. 22.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Meerane – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Meerane im Digitalen Historischen Ortsverzeichnis von Sachsen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Aktuelle Einwohnerzahlen nach Gemeinden 2015 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Manfred Bensing, Karlheinz Blaschke, Karl Czok, Gerhard Kehrer, Heinz Machatscheck: Lexikon Städte und Wappen der DDR. Hrsg.: Heinz Göschel. 2. neubearb. und erw. Auflage. Bibliographisches Institut, Leipzig Juli 1984, S. 290–291.
  3. a b Digitales Historisches Ortsverzeichnis von Sachsen – Meerane. Institut für Sächsische Geschichte und Volkskunde e.V., abgerufen am 20. Oktober 2012.
  4. Finanzministerialblatt für den Freistaat Sachsen, Nr.22, 1923
  5. a b c Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern, Verlag Metzler-Poeschel, Stuttgart, 1995, ISBN 3-8246-0321-7, Herausgeber: Statistisches Bundesamt
  6. a b Verzeichnisse der seit Mai 1945 eingemeindeten Gemeinden und Nachweis über die Aufgliederung der selbständigen Gutsbezirke und Staatsforstreviere, 1952, Herausgeber: Ministerium des Innern des Landes Sachsen
  7. a b c d Das Sachsenbuch, Kommunal-Verlag Sachsen KG, Dresden, 1943
  8. Website Meerane, Stadtrat der Stadt Meerane - Amtsperiode 2014-2019
  9. Partnerstadt Lörrach. Stadt Meerane, abgerufen am 20. Oktober 2012.
  10. Freie Presse: Meerane findet neue Freunde. Abgerufen 1. Juni 2015
  11. Die Höhler im Burgberg. Stadt Meerane, abgerufen am 20. Oktober 2012.
  12. Carmen Kayser: 15000 Fans machen Steile Wand zum Erlebnis. In: LIVE Radsport.ch. 18. Mai 2006, abgerufen am 20. Oktober 2012.
  13. Alexander Ebertz: Die Wohnortwahl privater Haushalte und die Bewertung lokaler Standortfaktoren in den sächsischen Gemeinden. ifo Dresden, Mai 2008 (PDF)