Meerkatze (Schiff, 1977)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Meerkatze
Fischereischutzschiff Meerkatze
Fischereischutzschiff Meerkatze
Schiffsdaten
Flagge DeutschlandDeutschland (Dienstflagge) Deutschland
andere Schiffsnamen
  • Aquarius (seit 2009)
Schiffstyp Fischereischutzschiff
Rufzeichen DBFM
Heimathafen Cuxhaven
Eigner Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung
Bauwerft Lürssen
Baunummer 13453
Kiellegung 9. Juni 1976
Stapellauf 19. November 1976
Verbleib in Fahrt als Vermessungsschiff
Ab 2009
Flagge Gibraltar Gibraltar
Schiffstyp Vermessungsschiff
Rufzeichen ZDJI3
Heimathafen Gibraltar
Eigner MV "Aquarius" GmbH & Co. KG
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
77,01 m (Lüa)
Breite 11,75 m
Tiefgang max. 5,78 m
Vermessung 1812 BRZ / 544 NRZ
 
Besatzung 29
Maschinenanlage
Maschine Dieselelektrischer Antrieb
2 × Elektromotoren der Siemens AG Dynamowerk (Typ: IP 4330-2 DM 04)
Maschinen-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
2.250 kW (3.059 PS)
Höchst-
geschwindigkeit
15 kn (28 km/h)
Generator-
leistungVorlage:Infobox Schiff/Wartung/Leistungsformat
2.897 kW (3.939 PS)
Propeller 1 × Festpropeller
Transportkapazitäten
Tragfähigkeit 611 tdw
Sonstiges
Klassifizierungen

DNV GL

Registrier-
nummern

IMO-Nr.: 7600574

Die Meerkatze ist ein ehemaliges Fischereischutzschiff der Bundesrepublik Deutschland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Schiff wurde unter der Baunummer 13453 auf der Fr. Lürssen Werft gebaut. Die Kiellegung fand am 9. Juni, der Stapellauf am 19. November 1976 statt. Die Fertigstellung des Schiffes erfolgte am 9. Dezember 1977. Das Schiff, das von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung bereedert wurde, ersetzte die Meerkatze II, das ehemalige Forschungsschiff Anton Dohrn, das diesen Namen seit der Außerdienststellung der ersten Meerkatze getragen hatte.

Das vom Germanischen Lloyd klassifizierte Schiff verfügte über die Eisklasse E2. Es wurde schwerpunktmäßig in der mittleren Nordsee und im Nordatlantik eingesetzt. Durch seine Bauform war das Schiff selbst bei schwerem Wetter außerordentlich seetüchtig. 2009 wurde es außer Dienst gestellt und im April des Jahres durch einen gleichnamigen Neubau ersetzt.

Technische Daten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Antrieb des Schiffes erfolgt dieselelektrisch. Bei den Fahrmotoren handelte es sich um zwei Elektromotoren des Herstellers Siemens AG Dynamowerke mit einer Leistung von jeweils 1.125 kW, die auf einen Festpropeller wirken. Für die Stromerzeugung stehen insgesamt fünf Dieselgeneratoren mit insgesamt 2.897 kW Leistung sowie ein Hafen- bzw. Notgenerator mit 158 kW Leistung zur Verfügung. Das Schiff ist mit einer Querstrahlsteueranlage ausgestattet.

Verbleib des Schiffes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermessungsschiff Aquarius

Nach der Außerdienststellung 2008 wurde das Schiff von der Reederei RS Research Shipping (heute: Hempel Shipping) in Bremen ersteigert, am 2. April 2009 übergeben und anschließend umgebaut. Unter dem Namen Aquarius kam es unter der Flagge Gibraltars als privates Vermessungsschiff wieder in Fahrt.[1]

Seit Februar 2016 wird das Schiff von der Organisation SOS Méditerranée im Mittelmeer zur Rettung von Flüchtlingen eingesetzt.[2][3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: IMO 7600574 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. MV AQUARIUS, Infos zum Schiff auf der Website des Bereederungsunternehmens (Hempel Shipping GmbH)
  2. MS „Aquarius“: Seenotretter für das Mittelmeer. 27. Januar 2016, abgerufen am 30. Januar 2016.
  3. SOS Méditerranée Deutschland e.V. Abgerufen am 25. März 2016.