Megalithkultur

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Als Megalithkultur (altgriechisch μέγα mega „groß“ und altgriechisch λίθος lithos „Stein“) wird unzutreffend eine Reihe nicht miteinander verwandter, europäischer bzw. zirkummediterraner archäologischer Kulturen der Jungsteinzeit und der Bronzezeit bezeichnet. Der Begriff „Megalithkultur“ beinhaltet nach Jean-Pierre Mohen drei Kriterien: ein Tumulus (Hügelgrab), lokale Begräbnisriten und „große Steine“, weitere Gemeinsamkeiten fehlen. Der Brauch, Tote in Großsteingräbern zu deponieren, entwickelte sich unabhängig voneinander in verschiedenen Teilen der Erde. Allerdings gibt es übergeordnete geistig-religiöse und soziologische Deutungsversuche.

Im 19. Jahrhundert vermuteten einige Forscher hinter den Anlagen eine religiöse Bewegung.[1] Vere Gordon Childe nahm an, dass sich diese in mehrere Sekten spaltete.[2]

Die betreffenden Bauwerke (Megalithanlagen) bestehen aus unbearbeiteten, später oder regional (Malta) auch aus bearbeiteten Steinblöcken. Daneben finden sich aufgerichtete erratische Blöcke oder Steine, die ein Gewicht bis zu 350 t (Grand Menhir Brisé), in der Regel aber 15–20 t haben. Die Steinsetzungen aus Megalithen enthalten oft Tote oder deren Teile.

Die Bauten beziehungsweise Steinsetzungen werden in Deutschland je nach Ausführung und vermutetem Verwendungszweck als Hünengräber, Dolmen, Ganggräber, Menhire, Steinkisten, Steinkreise oder Steinreihen bezeichnet. Steinkreise heißen in Westeuropa auch Cromlech. Henges in Großbritannien und Irland können durch Steinkreise gefasst sein.

Verbreitung megalithischer Bauweisen in Europa, Nordafrika und Vorderasien (gelb)

Zeitabschnitte[Bearbeiten]

Megalithanlagen, Menhire oder Steinsetzungen wurden in Europa und im Mittelmeerraum in folgenden Zeitabschnitten errichtet:

  • Kleinasien (PPNA und PPNB)
  • Palästina (sog. PPNC), so genannte Mazzeben
  • Frankreich (4700–2000 v. Chr.) und eisenzeitliche kannelierte Menhire
  • Iberische Halbinsel (4000–2000 v. Chr.)
  • Malta (3800–2500 v. Chr.)
  • Irland und England (3500–1500 v. Chr.)
  • Deutschland, Niederlande, Polen, Skandinavien (3500–2000 v. Chr.)
  • Korsika (3000–1000 v. Chr.)
  • Sardinien (3000–600 v. Chr.)

Typologie und Begriffe[Bearbeiten]

Eine für alle Regionen gültige Klassifizierung gibt es nicht, da die regionalen Unterschiede zu groß sind. So gibt es Ganggräber mit Kraggewölbe über runden Kammern in Westeuropa. In Skandinavien und Norddeutschland sind sie unbekannt. Galeriegräber gibt es in Frankreich, Deutschland und Großbritannien, nicht aber in Spanien und Portugal. Langhügel gibt es auf der Iberischen Halbinsel nicht. Dort ist der Rundhügel die gängige Architekturform. Rundhügel sind in Norddeutschland dagegen selten und Langhügel häufig. Zwar stehen viele Megalithgebiete miteinander im Zusammenhang. Sie weisen aber doch auch regional bedingte Besonderheiten auf, die es bislang unmöglich machen, eine alle Gebiete umfassende Systematisierung nach Techniken, Gestaltung, Materialien und Verbreitung zu erarbeiten. In vielen Gebieten sind unmegalitische Vorformen und Nachfolger zu verzeichnen. Folgende hauptsächliche, nach funktionellen Gruppen eingeteilte Gruppen von Megalithanlagen gibt es in Europa und Vorderasien:[3]

Mit Bestattungsfunktion[Bearbeiten]

  • Dolmen (kelt./breton. „Tisch“, „Stein“ also „Tisch aus Stein“): Quadratische, runde oder längliche Kammergräber mit Tragsteinen und einem oder mehreren horizontalen Decksteinen oder Kraggewölben. Verwendet wurden meist Findlinge. Südlich der eiszeitlichen Gletschergrenze, wo es keine Findlinge gab, wurden Totenhütten, Grabhügel mit Mauernkammergräbern oder Holzgräber errichtet. Die meisten Megalithanlagen waren von runden oder länglichen Erd- gelentlich auch Steinhügeln bedeckt. Volkstümlich werden sie in Deutschland als Hünengräber bezeichnet. Sie zeigen gegenüber Erdgräbern ein anderes Totenverständnis. Die Anlagen blieben zugänglich und waren mit Grabbeigaben ausgestattet. Die klassischen Dolmen finden sich im nördlichen Mitteleuropa ab 3500 v. Chr., an der französischen Atlantikküste (ab 4500 v. Chr.) auf den Britischen Inseln sowie auf Malta, nicht hingegen auf der Iberischen Halbinsel.[4] Man unterscheidet in Mittel- und Nordeuropa mehrere Grundtypen mit zahlreichen Varianten:[5]
  1. Hauptartikel: Urdolmen
  2. Hauptartikel: Rechteckdolmen
  3. Hauptartikel: Großdolmen
  4. Hauptartikel: Ganggrab
  5. Hauptartikel: Steinkiste

Steinsetzungen ohne primäre Bestattungsfunktion[Bearbeiten]

  • Menhire (kelt. men: Stein, hir: lang): Eine keltische Bezeichnung für Steine von oft großer Höhe (bis 23 m und bis 350 t) mit kultischer Bedeutung, die einzeln oder in Gruppen bzw. Reihen zum Teil neben oder auf Gräbern errichtet wurden. Mit oder ohne bearbeitete Oberfläche, gelegentlich sogar mit Felsritzungen. Falls sie schematische Gesichtszüge oder andere Merkmale aufweisen, nennt man sie „Menhir-Statuen“. Die meisten Menhire stammen aus dem späten Neolithikum. Von Findlingen sind sie dadurch abgegrenzt, dass sie aufgerichtet wurden und ihre Höhe im allgemein deutlich größer ist als ihre Grundfläche. Auch Findlinge wurden als Menhire aufgestellt. Eine Sonderform sind die Mazzeben Palästinas.
  • Cromlechs (bret.: crom: krumm; lech: Stein) und Henges (zu altengl. hengues/h-enges. = hängen): heißen Arrangements aus Menhiren in Kreis- oder Hufeisenform, z. B. Stonehenge oder der Ring von Brodgar, die aber auch elliptisch viereckig, rechteckig oder anders geformt sein können, in Skandinavien zum Beispiel schiffsförmig. In Großbritannien werden auch kreisförmige frühgeschichtliche Anlagen aus Erdwällen, Holz und Stein Henges genannt. Gewöhnlich umgeben sie einen im Zentrum stehenden Menhir. Der größte Cromlech liegt bei Avebury, Südengland, und bedeckt 15 Hektar.
  • Steinreihen bzw. Alignements: So werden mehrere parallel, mitunter alleeartig in regelmäßigen Abständen gesetzte Menhirreihen genannt. Sie variieren sowohl in Anzahl als auch in Höhe und Länge beträchtlich. Das bekannteste Beispiel sind die Steinreihen im südbretonischen Carnac mit etwa 3000 Monolithen von einem halben bis vier Metern Höhe. Sie sind auf drei aufeinanderfolgenden Feldern angeordnet, die insgesamt fast vier Kilometer lang sind. Ihre Bedeutung ist unklar, möglicherweise kultisch.

Kultanlagen mit und ohne Bestattungsfunktion[Bearbeiten]

  • Hypogäen: Große Grabkammern mit oft kultischer Funktion, die in den Untergrund geschlagen wurden. Am bekanntesten ist das Hypogäum von Ħal-Saflieni auf Malta.[6]
  • Megalithtempel: Tempel standen ohne Erdummantelung frei im Gelände (oder wurden wie in Göbekli Tepe erst sekundär und offenbar nach Aufgabe des Ortes mit Erde abgedeckt[7]). Sie beinhalten keine Grabanlagen und weisen ausschließlich Kulträume auf. Beispiele finden sich auf Malta und als bisher ältestes am Göbekli Tepe (Südostanatolien).

Sonderformen[Bearbeiten]

  • Nuraghen:[8] Dies sind runde, kegelförmige Turmbauten mit megalithischem Charakter der ausgehenden Jungsteinzeit und der Bronzezeit auf Sardinien, Korsika und in Süditalien, wo sie Trulli heißen. Vorkragende Steine bilden ein unechtes Gewölbe, Nischen und Treppen, das Dach war ein schilfgedecktes Balkengerüst mit Mittelstütze. Ihre Bedeutung ist unklar; sie werden als Wehr- und Wachtürme, Kult- und Fluchtstätten, teilweise auch als Gräber gedeutet und sind auf Sardinien zwischen 1500 und spätestens 238 v. Chr. entstanden.
  • Talayots (arab. Wachposten): Auf den Balearen (Mallorca, Menorca). Runde oder viereckige Türme ähnlich den Nuraghen. Ihr Sockel bestand aus oft tonnenschweren, mörtellos zusammengefügten Steinen, die acht Meter oder höher waren. Der Durchmesser betrug an der Basis teilweise über 15 m und verjüngte sich nach oben konisch. Sie dienten als Wachtürme der umgebenden Dörfer oder eventuell als Wohntürme der Führer und besaßen teilweise wohl auch einen sakralen Charakter.

Verbreitung[Bearbeiten]

Verbreitungsgebiete sind nicht immer deckungsgleich mit archäologischen Kulturen, sondern mit Ressourcen. So ist die ansonsten einheitliche TBK im Osten ihres Verbreitungsgebietes megalithlos. Dasselbe gilt z.B. für die britische Megalithkultur, die in Ostengland keine Steinbauten errichtete.

Mittel- und Nordeuropa[Bearbeiten]

Seit etwa 4200 v. Chr. in der Norddeutschen Tiefebene zwischen den Niederlanden und der Weichsel sowie im südlichen Skandinavien nachgewiesen, erbauten die Träger der Trichterbecherkultur ebenso wie der primär in Westfalen und Hessen verbreiteten Wartberg-Kultur (westliche TRB-Gruppe) ab 3500 v. Chr. die zu dieser Zeit völlig neuartigen Anlagen. Vorwiegend mittels großer Findlinge wurden große, teilweise begehbare Kammern errichtet, in denen ausgewählte Tote und Beigaben deponiert wurden. Die unter dem volkstümlichen Namen „Hünengräber“ (Hüne = Riese) bekannten Anlagen dienten einer Siedlungskammer oder einer Region als Grablege. Sie wurden über einige Generationen genutzt und dann verschlossen und mit einem Erdhügel bedeckt. Daneben sind auch Mauerkammergräber, Monolithgräber und hölzerne Totenhütten bekannt.

Dem gegenüber steht die Tradition der aus Holz und Erde errichteten Kreisgrabenanlagen, die vorwiegend im Bereich der östlichen TRB und der östlichen Linearbandkeramik zwischen 4.900 und 4.000 v. Chr. bzw. entlang ihres Siedlungsweges zwischen der unteren Donau und der Nord-/Ostsee errichtet wurden. Aufgrund ihrer Bauweise aus Holz gelten sie zwar nicht als Megalithtechnik, sind aber in ihren Ausmaßen (bis zu 150m Durchmesser) durchaus vergleichbar. Ihr Erhaltungszustand ist gegenüber der Megalithtechnik naturgemäß weniger langlebig. Eine Mischung beider Bautraditionen ist im Bereich Deutschland feststellbar und begründet die enorme Vielfalt und Experimentierfreude der Megalithtechnik.

Die Megalithanlagen wurden durch die Angehörigen der Schnurkeramik, der Kugelamphoren-Kultur und der Glockenbecherkultur teilweise ausgeräumt und nachgenutzt. Zugleich schufen diese aber auch neue Megalithbauten und Kreisgrabenanlagen.

Im Mai 2009 wurde in Niedersachsen die Autoferienstraße „Straße der Megalithkultur“ eingeweiht. Sie verläuft von Osnabrück über Bramsche, Fürstenau, Meppen und Wildeshausen bis nach Oldenburg. Die Ferienstraße ist ausgeschildert.

Bretagne, Normandie, Irland und Großbritannien[Bearbeiten]

Megalithreihen bei Carnac (Frankreich, Bretagne)
Steinkreis der Merry Maidens in Cornwall

In der Bretagne ab etwa 4500 v. Chr. wurden wie auch später auf den Britischen Inseln megalithische Bauten oder Steinsetzungen errichtet, die auch die Shetlandinseln und die Orkney (Maes Howe, Ring of Brodgar) erreichten. Sie werden in verschiedene Typen eingeteilt; siehe Nordische Megalitharchitektur und Britische Megalithik. Die bretonischen Anlagen galten lange als die ältesten in Europa. Forschungen 2006 erbrachten in Rots und Ernes, bei Caen und Colombiers bei Alençon, alle in der Normandie, noch ältere Daten.[9]

Besonders in der Bretagne, Irland und Großbritannien wurden neben diesen großen Megalithanlagen etwa ab 3200 v. Chr. Steinkreise und Steinreihen errichtet, deren bekannteste Beispiele Stonehenge (Salisbury, England), Callanish (Isle of Lewis, Schottland) und Carnac (Bretagne) sind. Ihre genaue Aufgabe ist unbekannt. Neben der Verwendung zur Anzeige astronomischer Daten wie der Sonnenwende werden auch kultische Funktionen angenommen. Die Interpretation mancher der Darstellungen als Dolmengöttin geht auf Henri Breuil zurück und stützt sich zum Teil auf eine fehlerhafte Umzeichnung.[10]

Iberische Halbinsel[Bearbeiten]

Auf der iberischen Halbinsel begann die Errichtung von Großsteingräbern mit dem Epi-Cardial und setzte sich bis in die kupferzeitliche Almeriakultur fort. Sie sind mit Ausnahme der Ostküste überall zu finden. Besonders häufig sind Großsteingräber in Portugal und den Randregionen Spaniens, Andalusien, Asturien und Galicien.

Eine späte Version entstand auf den Balearen mit Cuevas, Navetas, Talayots Hypostyloi und Taulen.

Westeuropa und westliches Mittelmeer[Bearbeiten]

Die Westschweiz, Belgien, Südfrankreich, Aquitanien, Süditalien, Nordafrika und die westmediterranen Inseln Balearen, Korsika, Sardinien, Sizilien und Malta besitzen ebenfalls mehr oder minder bedeutende megalithische Bauten. Im mittleren Westen Frankreichs findet man eine bedeutende Gruppe von Tumuli, die neolithische Nekropole von Bougon, deren ältesten Teile auf 4700 v. Chr. datiert werden.

Auf Malta wurden Tempel aus großen bearbeiteten Steinblöcken errichtet, was an dem guten Ausgangsmaterial (weicher Globigerinenkalkstein) lag. Sie besitzen bautechnisch keinerlei Parallelen im Neolithikum Europas. Auch Dolmen (Ta Cenc) wurden später auf dem Archipel errichtet.

Felsgräber[Bearbeiten]

Die in den Fels gehöhlten Anlagen (z. B. das Hypogäum von Ħal-Saflieni, die Felsengräber der Balearen (Cuevas) und Sardiniens Domus de Janas) werden zwar nicht als gleichartige Phänomene verstanden, sie sind aber entweder die Vorbilder (Mallorca, Malta und Sardinien) oder Begleiter der westmediterranen Megalitharchitektur. Dolmen treten dagegen auf diesen Inseln erst in der Bronzezeit auf. Ähnliche Formen finden sich in Apulien, auf Sizilien und in Nordafrika (Tunesien, Algerien). Dort wurden Dolmen von den Numidern bis in die römische Zeit für Bestattungen erbaut (Madracen, Tipasa, Tin Hinan). Es gibt auch Hybridformen, die teils als Dolmen und teils als Felsgrab angelegt sind.

Südosteuropa und Türkei[Bearbeiten]

In Thrakien, im Grenzgebiet zwischen Bulgarien, Griechenland und der Türkei sowie in Abchasien (Georgien) sind Dolmen und Menhire aus, teilweise bereits geschichtlichen Epochen. In der Türkei finden sich Megalithen in Südostanatolien und wenig bis unerforschte um den Çıldır See und auf seiner Insel Akçakale, in Nordostanatolien.

Weltweit[Bearbeiten]

Megalithstrukturen finden sich auch außerhalb Europas, beispielsweise in der Türkei, in Georgien, Syrien und Palästina, aber auch auf der Osterinsel oder in den Hochkulturen Mesoamerikas, in Indien, Indonesien und Korea. In Südamerika entstand eine vorkolumbianische Großsteinarchitektur (Tiahuanaco). In Afrika finden sich megalithische Bauten in Marokko, Tunesien, Algerien und der Zentralafrikanischen Republik sowie die senegambischen Steinkreise in Gambia und in Senegal.[11]

Entstehung, Ausbreitung und Träger[Bearbeiten]

Theorien zur Verbreitung

Ältere Theorien (Vere Gordon Childe) gingen davon aus, dass sich die Megalithidee durch missionierende Seefahrer entlang der Atlantikküste ausbreitete.[12] Die Theorien über die alleinige Verbreitung der Megalithidee durch Wanderung (Hyperdiffusionismus) werden heute jedoch mehrheitlich abgelehnt. Selbst in Europa liegen entweder zu große Zeiträume oder zu große Entfernungen zwischen dem Auftreten der regionalen Megalithbauformen. So spricht einiges für eine unabhängige homologe Entwicklung, die bei verschiedenen Kulturen zu unterschiedlichen Zeitpunkten auftrat. Regional ist eine Verbreitung astronomischer Kenntnisse und die Errichtung observatorischer Anlagen auch abseits der Megalithregionen gegeben, bei wenigen Megalithanlagen ist jedoch ein astronomischer Bezug belegt.

Entstehung und Ausbreitung nach heutigem Stand

Primäre Ursache für die Entstehung der europäischen Megalithkultur war die Neolithisierung Europas, was sich in den Regionen mit Steinressourcen im Verteilungsmuster der Megalithbauten zeigt. Das Neolithikum breitete sich in Europa in zwei Strängen von Süden nach Norden aus und erreichte Mitteleuropa um die Mitte des 6. vorchristlichen Jahrtausends, wobei nach populationgenetischen Untersuchungen etwa durch Luca Cavalli-Sforza und Bryan Sykes (beim sog. Cheddar-Mann) mindestens zwei Populationswellen nachgewiesen werden konnten, die beide aus der Levante kamen.

Was Europa angeht, so ging die Wissenschaft vor einigen Jahren von bis zu fünf Entstehungszentren der Megalithkultur aus, heute sind es nur noch Westfrankreich und die Iberische Halbinsel. Diese atlantische Verbreitung ist im Gegensatz zu den nordmitteleuopäischen Ganggräbern und Dolmen, die nach 3500 v. Chr. entstanden, sehr alt. Noch jünger sind diese im westmediterranen Inselbereich.

Trägerkulturen

Die Trichterbecher-Kulturen führen 3500 v. Chr. die megalithischen Traditionen ein, kennt aber auch andere Bestattungsformen, und nur wenige der damals lebenden Menschen (max. 3 %) wurden in der 700 Jahre währenden Phase megalithisch bestattet.

Vorbilder und Traditionslinien

Der Cairn von Barnenez zeigt, wie die Idee zum Bau solcher Anlagen entstand. Die Küsten der Bretagne sind überzogen mit Steinmaterial, das vom Meer freigespült wurde. Bereits zuvor gab es Tumuli, in denen bestattet wurde. Die Verwendung eines dauerhaften Materials bot sich insbesondere im Küstenbereich an. Johannes Müller formuliert: „Während Ganggräber (gemeint sind Allée couvertes bzw. Galeriegräber) als typisches atlantisches Architekturelement bereits in Vorläufergräbern des Mesolithikums in der Bretagne und auf der Iberischen Halbinsel verbreitet waren, kann die trapezartige Hügelform der ersten Megalithanlagen als Nachahmung der kontinentalen Langhügel betrachtet werden. Die Hügelform breitete sich von Nordpolen Richtung Westen, über das Pariser Becken bis in die Bretagne aus.“

Christianisierung von Megalithen

Deutungen[Bearbeiten]

Geistig-religiöse Interpretationen[Bearbeiten]

Für Andrew Sherratt gelten Megalithbauten als Hauptmerkmal der Bauernkulturen, z. B. der Trichterbecher-Kultur (TBK) Nordmitteleuropas und repräsentieren ihre Wertvorstellungen und Glaubenswelt.[13] Megalithanlagen waren mit einer Heiligkeit ausgestattet, die von den nachfolgenden Kulturen übernommen wurden und repräsentierten eine Bedeutung, die der Platz für die Bauern hatte, waren Schauplatz regelmäßiger Rituale und Zeremonien und wurden errichtet in der Hoffnung, dass sie immerfort über die jährlichen Zyklen des Lebens hinweg bis in die Unendlichkeit Bestand hätten, quasi als Orte mit der Funktion eines kollektiven Gedächtnisses und einer sakralen Landschaftsgestaltung, die sich mitunter zu Zentralheiligtümern mit starker Bindewirkung für die Gemeinschaft entwickelten.[14][15] Erst die zunächst weit mobileren Schnurbandkeramiker lösten diese Tradition ab und gingen zu kleinen, individuellen Gräbern über. Die kreisförmigen Anlagen der Britischen Inseln, die sog. Henge-Monumente wiederum hätten astronomische Bezüge.[16]

Nach der Encyclopedia Britannica[17] kann der Brauch möglicherweise auf einem Kult der Toten und Ahnen beruhen, denen solche Steine eine gewisse Dauerhaftigkeit und monumentale Form verlieh. Teilweise habe man wohl auch geglaubt, dass die Ahnen in ihnen wohnten. Einzelne Steine wie die Menhire seien aber schwieriger zu erklären. Wo sie jedoch in menschliche Form gebracht wurden, könnten sie Symbole des Sitzes der Ahnen gewesen sein. Eine einheitliche Deutung aller megalithischen Monumente sei jedoch nicht möglich, und es sei sicher auch falsch, von eine regelrechten megalithischen Religion zu sprechen, vielmehr solle man bei megalithischen Monumenten besser von einer großartigen Manifestation von Ideen sprechen, die durchaus recht unterschiedlich gewesen sein könnten, unter denen jedoch der Totenkult eine wichtige Rolle gespielt habe.[18] Eine ähnliche Meinung vertritt auch Hermann Müller-Karpe, insbesondere nach Auswertung von Begleitfunden, Idolen, anthropomorphen Stelen, Ritualobjekten und ikonographischen Objekten wie Stierhörnern usw., die seines Erachtens für die iberischen Megalithe eine totenkultische Bedeutung erkennen lassen, zusammen mit einer religiösen Heilshoffnung, die „in neuer Weise die Ewigkeitshoffnung in Form einer expliziten Jenseitsexistenz einbezog“.[19] Außerdem waren sie offenbar Orte, in denen sich die Transformation der Toten zu Ahnen vollzog, wo aber auch die Welt der Toten von der der Lebenden abgegrenzt wurde, wobei oft auffällt, dass es bei der Anlage von Gräbern keine Sichtverbindung zu den Wohnorten und Arealen der Lebenden gibt.[20]

Klaus Schmidt urteilt über die megalithischen Anlagen mit ihren Großskulpturen in dem frühneolithischen Göbekli Tepe in Anatolien: „Bei der Suche nach Vergleichen für die anthropomorphen Pfeiler der Steinzeit stößt man schnell auf die europäischen Menhire und ihr nahöstliches Pendant, die Mazzeben (bzw. Masbot) des semitischen Kulturkreises. Ohne dass eine wie auch immer geartete inhaltliche Übereinstimmung der steinzeitlichen Pfeiler mit den genannten jüngeren Phänomenen erweisbar wäre, soll angemerkt sein, dass Menhire und Mazzeben am ehesten als Behausung eines Numens – einer verehrten Gottheit oder eines Totengeistes – gedeutet werden können.“ Daraus zieht er den Schluss, dass Göbekli Tepe als „Monument des Totenkultes zu sehen sei“.[21]

Entsprechend urteilt Victor Maag für die weit jüngeren chalkolitischen Megalithe Palästinas (um 4000 v. Chr.), die Megalithe seien Sakralorte gewesen, die von späteren Völkern Palästinas wie den Kanaanäern und Israeliten übernommen und ihren eigenen Anschauungen angepasst worden seien. Von den Schöpfern der Mazzeben, dem von ihnen so genannten „Volk der Totengeister“, hätten sie auch den Brauch übernommen, dort zu schlafen, um Wahrträume zu bekommen, wie dies etwa in der hebräischen Bibel und der ephraimitischen Kultlegende für den Erzvater Jakob beschrieben ist, dem am Stein von Bethel Gott El erschien (Traum von der Himmelsleiter, Gen. 28, 10–22), wonach der Stein zum Kultzentrum wurde. Allerdings sei wohl nur hervorragenden Toten ein solcher Menhir errichtet worden. „Ihnen baute man Dolmen als steineren Häuser, stellte ihnen einen einzelnen großen Felszahn oder eine Felsplatte auf, worin sie sich niederließen, oder man umgab ihr Grab, weil an ihm die einstige ‚Macht‘ der Verstorbenen spürbar wurde, mit einem Cromlech als Abschrankung. In diesem magischen Kreis wurde – jedenfalls durch ein entsprechendes Ritual – der Tote gebannt, damit er nicht herumflanierte. In einzelnen Cromlechs mögen auch ganze Sippen ihre Toten bestattet haben. Solche Cromlechs – die Semiten, die sie in Palästina antrafen, nannten sie Gilgal („Kreis“) – schließen oft eine oder mehrere Mazzeben ein, wodurch seine Erklärung seiner Ansicht nach an Wahrscheinlichkeit gewinnt.“[22]

Soziologische Interpretationen[Bearbeiten]

Studien und Experimente haben gezeigt, wie hoch das technische Wissen der Erbauer von Dolmen gewesen sein mag. In einem Experiment von 1979 waren 200 Menschen notwendig, um einen 32 Tonnen schweren Steinblock zu ziehen und aufzurichten, der immer noch viel leichter war als die 100 Tonnen mancher Monumente.[23] Es ist jedoch nicht gesichert, dass dies den prähistorischen Methoden entspricht. Auch der Transport solcher Blöcke über oft viele Kilometer vom Steinbruch zum Ort des Baues (bei Stonehenge bis zu 380 km) erforderte eine ausgeklügelte Logistik, die nur einer gut organisierten größeren Gemeinschaft zur Verfügung stand.[24] Allerdings weist Andrew Sherratt darauf hin, dass Großbauten wie die europäischen Megalithgräber im Prinzip auch von kleinen Gemeinschaften ohne hierarchische Gesellschaftsstruktur erbaut worden sein könnten.[25] Ob nun große, hierarchisch organisierte oder kleine, wenig geschichtete Gruppen: Die soziale Bedeutung dieser kollektiven Arbeiten muss erheblich gewesen sein. Großbauten, die nur größere und gut organisierte Menschengruppen haben errichten können, sind als Gemeinschaftsleistung zu verstehen. In jedem Fall müssen Ort und Geschehen für die Gemeinschaft aber so bedeutend gewesen sein, dass das Individuum jenen enormen Arbeitseinsatz im Kollektiv zeigte, ohne den einige Anlagen nicht denkbar wären und in diesem Sinne gelten sie auch als Monumente der Sesshaftwerdung mit teilweise überregionaler Bedeutung, da sie benachbarte Gemeinschaften mitunter auch rituell miteinander verbanden oder das Land gar netzartig überzogen, wobei sie jeweils Sichtverbindung zueinander hatten, wie etwa die schwedischen und norddeutschen Megalithgräber des 4. vorchristlichen Jahrtausends zeigen. Sie dienten somit als rituelle Zentren einer durch die bäuerliche Lebensweise bedingten neuen Religion, mit deren Hilfe sich die Megalithbauern des Ackerlandes bemächtigt hatten, das sie nun ernähren musste. Und sie dienten als Markierungen des Territoriums, das gegen andere Gruppen behauptet werden musste, wie vor allem Colin Renfrew vermutete. Ob aber der ökonomische Übergang zu Ackerbau und Viehzucht, die sog. Neolithische Revolution, alleiniger Auslöser der Megalithik gewesen ist, bleibt vor allem für deren Frühphase an der Atlantikküste Nordeuropas fraglich, denn hier fehlen Siedlungen, die Megalithbauten zugeordnet werden könnten.[26]

Dass in einigen der Grabbauten relativ wenige Bestattungen gefunden wurden, kann zudem darauf hindeuten, dass in einigen Regionen eine gesellschaftliche und wahrscheinlich auch religiöse Hierarchie existierte; an bestimmten Orten (Bougon in Frankreich und Knowth in Irland) wird diese besonders deutlich. Aber auch geregelte Ausräumprozesse sind denkbar, zudem ist in sauren Böden, wie in großen Teilen Irlands und in der nordeuropäischen Tiefebene ohnehin nicht mit Knochenerhaltung zu rechnen. Klaus Schmidt sieht die Bauten von Göbekli Tepe als die Anfänge einer arbeitsteiligen Gesellschaft, eine der Vorbedingungen bäuerlicher Ökonomie.[27] In Wessex lässt sich nach Chris Scarre im Endneolithikum ein Konzentrationsprozeß beobachten, der mit Stonehenge kulminierte, für dessen Errichtung Millionen von Arbeitsstunden nötig gewesen sind.[28]
Nach neueren Untersuchungen könnten zudem auch andere Faktoren bei der Nutzung eine Rolle gespielt haben. So wird etwa für Stonehenge die Rolle als medizinisches Zentrum vermutet, zu dem die Kranken pilgerten, um dort Heilung zu suchen, da sich hier das medizinisches Wissen der Zeit auch personell konzentrierte.[29]

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Allgemein
  • Karl W. Beinhauer, Gabriel Cooney, Christian E. Guksch, Susan Kus (Hrsg.): Studien zur Megalithik. Forschungsstand und ethnoarchäologische Perspektiven. The Megalithic Phenomenon. Recent Research and Ethnoarchaeological Approaches (= Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas. Band 21). Verlag Beier & Beran, Weißbach 1999, ISBN 3-930036-36-3.
  • Glyn Edmund Daniel, John Davies Evans, Barry W. Cunliffe, Colin Renfrew: Antiquity and Man. Thames & Hudson, London 1981, ISBN 0-500-05040-6.
  • Timothy Darvill, M. Malone: Megaliths from Antiquity. Antiquity, Cambridge 2003, ISBN 0-9539762-2-X.
  • Deutsches Archäologisches Institut, Abteilung Madrid (Hrsg.): Probleme der Megalithgräberforschung. Vorträge zum 100. Geburtstag von Vera Leisner. W. de Gruyter, Madrid 1990, ISBN 3-11-011966-8 (eingeschränkte Onlineversion).
  • Emil Hoffmann: Lexikon der Steinzeit. C. H. Beck Verlag, München 1999, ISBN 3-406-42125-3.
  • Roger Joussaume: Dolmens for the Dead. Megalithic Building throughout the World. Guild Publishing, London 1988.
  • Wolfgang Korn: Megalithkulturen in Europa. Rätselhafte Monumente der Steinzeit. Theiss Verlag, Stuttgart 2005, ISBN 978-3-8062-1553-3.
  • Jean Pierre Mohen, Jean Guilaine: Megalithen. In: Der große Bildatlas der Archäologie, S. 46 f. Orbis Verlag, München 1991, ISBN 3-572-01022-5, OA Encyclopaedia Universalis, Paris 1985.
  • Hermann Müller-Karpe: Grundzüge der frühen Menschheitsgeschichte, Bd. 1: Von den Anfängen bis zum 3. Jahrtausend v. Chr. Theiss Verlag, Stuttgart 1998, ISBN 3-8062-1309-7.
  • Mark Patton: Statements in Stone, Monuments and Society in Neolithic Brittany. Routledge, London 1993, ISBN 0-415-06729-4.
  • Sibylle von Reden: Die Megalithkulturen. DuMont, Köln 1978, 1982, ISBN 3-7701-1055-2.
  • Chris Scarre (Hrsg.): Weltatlas der Archäologie. Südwest Verlag, München 1990, ISBN 3-517-01178-9. OA 1988 Times Books Ltd.
  • Andrew Sherratt (Hrsg.): Die Cambridge Enzyklopädie der Archäologie. Christian Verlag, München 1980, ISBN 3-88472-035-X.
  • Jürgen E. Walkowitz: Das Megalithsyndrom: europäische Kultplätze der Steinzeit. Beier & Beran, Langenweißbach 2003, ISBN 3-930036-70-3.
  • The New Encyclopedia Britannica, 15. Aufl., Encycl. Britannica -Corp., Chicago 1993, ISBN 0-85229-571-5.
Iberische Halbinsel und Mittelmeerraum
  • Francisco J. Fernández Conde: La Iglesia de Asturias en la Alta Edad Media.
  • Antonio C. Floriano: Restauración del culto cristiano en Asturias en la iniciación de la Reconquista.
  • Philine Kalb: Megalithik auf der iberischen Halbinsel und in Nordafrika. In: Karl W. Beinhauer (Hrsg.), u. a.: Studien zur Megalithik. Forschungsstand und ethnoarchäologische Perspektiven. In: Beiträge zur Ur- und Frühgeschichte Mitteleuropas. Langenweißbach 21.1999, 115–122.
  • Georg Leisner, Vera Leisner: Die Megalithgräber der iberischen Halbinsel. Der Westen. Madrider Forschungen. Bde. 1–2. W. de Gruyter, Berlin 1956–1959.
  • Georg Leisner, Vera Leisner: Die Megalithgräber der Iberischen Halbinsel. 1. Teil, Der Süden. Römisch-Germanische Forschungen. Bd. 17. De Gruyter, Berlin 1943.
  • Sigrid Neubert: Die Tempel von Malta. Das Mysterium der Megalithbauten, 2. Aufl. Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 1994. ISBN 3-7857-0758-4.
  • Klaus Schmidt: Sie bauten die ersten Tempel. Das rätselhafte Heiligtum der Steinzeitjäger. Verlag C. H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-53500-3.
Westeuropa
  • G. Camps: Les dolmens marocains. In: Libyca. Algier 13.1965, 235–247. ISSN 0459-3030
  • G. Horn, C. B. Rüger (Hrsg.): Die Numidier, Reiter und Könige nördlich der Sahara. Rheinisches Landesmuseum, Bonn 1979.
  • Helmut Tributsch: „Die gläsernen Türme von Atlantis“ – Erinnerungen an Megalith-Europa. Sachbuch bei Ullstein Nr.34334, Frankfurt am Main / Berlin Juni 1986, ISBN 3-548-34334-1.
  • Bernward Wember Große Steine auf Rügen: Steinmythos und Megalithkultur. Eine Schatzkammer der Steinzeit. Reprint-Verlag, Rügen 2007, ISBN 978-3-939915-00-3.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. J. K. Wächter 1841, S. 9.
  2. V. G. Childe 1947, S. 46.
  3. Korn, S. 18 f.; Hoffmann, S. 252 ff., 255–257.
  4. Korn, S. 67, 70.
  5. Korn, S. 72–75.
  6. Neubert, S. 57–67.
  7. Schmidt, S. 255.
  8. Hoffmann, S. 284 f.
  9. Current Archaeology. London H. 133. ISSN 0011-3212
  10. Twohig 1996
  11. Creighton Gabel: Africa South: The Last 30,000 Centuries: Recent Investigations of Man's Past in the Sub-Saharan Tropics. In: Journal of Field Archaeology 2/4, 1975, p.384
  12. Zum Beispiel von Reden, 1978.
  13. Andrew Sherratt, Das Jungneolithikum und die Kupferzeit. In: Barry Cunliffe (Hrsg.), Illustrierte Vor- und Frühgeschichte Europas. Frankfurt 1996, S. 204 f., 206 f., 217, 219
  14. Ian Hodder: „Generalisierende Aussagen erlauben uns, die Interpretation megalithischer Gräber in Systemen von Produktion und Reproduktion einzubetten, um so den damit assoziierten Symbolbereich mit dem des sozialen Lebens zu verbinden. Aber Archäologen haben besonders die sozialen und ideologischen Funktionen mit den Bedeutungen von Gräbern verkettet und dabei vergessen, dass diese nicht zu allererst verbergen und legitimieren, sondern Wege bezeichnen, wie man mit dem Tod umgehen kann, wobei dieses Umgehen auf lokalen Traditionen und auf sich immer wieder ändernden Lösungsversuchen beruht. Wir dürfen daher keine starren Bedeutungen der Gräber als konstant in Raum und Zeit erwarten. So erzählen z. B. viele Grab-Sequenzen von sich verändernden Bedeutungsstrukturen. Megalithische Gräber wurden zu oft von einem lokalen Bedeutungssystem abgetrennt, durch das für den Tod ein Sinn gestiftet wurde“
  15. Korn, S. 152 ff.
  16. Andrew Sherratt: Das Jungneolithikum und die Kupferzeit. In: Barry Cunliffe (Hrsg.): Illustrierte Vor- und Frühgeschichte Europas. S. 221 ff.
  17. Prehistoric Religion. Enzyclopedia Britannica, 2012. Die Darstellung beruht auf den Thesen des britischen Anthropologen und Religionswissenschaftlers E.O. James aus den 1950er Jahren.
  18. Britannica, Bd. 26, S. 66, 2a.
  19. Müller-Karpe, S. 223–228.
  20. Korn, S. 154, zit. nach Ina Mahlstedt.
  21. Schmidt, S. 117, 127.
  22. Victor Maag, Syrien – Palästina. In: Hartmut Schmökel (Hrsg.), Kulturgeschichte des alten Orient. Mesopotamien, Hethiterreich, Syrien – Palästina, Urartu. Weltbild Verlag, Augsburg 1995, S. 566–570. ISBN 3-89350-747-7.
  23. Korn, S. 46, 75 f.; Mohen/Guilaine, S. 46.
  24. Mohen/Guilaine: Megalithen. In: Bildatlas Archäologie, S. 46 f.
  25. Sherratt, S. 408.
  26. Korn, S. 32 ff., 65, 154.
  27. Klaus Schmidt: Sie bauten die ersten Tempel. Das rätselhafte Heiligtum der Steinzeitjäger. Verlag C. H. Beck, München 2006, ISBN 3-406-53500-3. S. 246 ff.
  28. Chris Scarre (Hrsg.): Weltatlas der Archäologie. Südwest Verlag, München 1990, ISBN 3-517-01178-9. OA 1988, Times Books S. 106 f.
  29. »Stonehenge – The Healing Stones«, ein Beitrag der BBC vom März 2008, eingesehen am 6. Juli 2011