Megamind

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Filmdaten
Deutscher Titel Megamind
Originaltitel Megamind
Produktionsland Vereinigte Staaten
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2010
Länge ca. 96 Minuten
Altersfreigabe FSK 6[1]
JMK 6[2]
Stab
Regie Tom McGrath
Drehbuch David Lindsay-Abaire
Jeanine Tesori
Produktion Lara Breay
Ben Stiller
Denise Nolan Cascino
Musik Hans Zimmer
Lorne Balfe
Schnitt Michael Andrews
Synchronisation

Megamind ist ein CGI-Animationsfilm von DreamWorks Animation. Regie führte Tom McGrath (Madagascar, Madagascar 2). Der Film erschien am 5. November 2010 in den USA und am 2. Dezember in Deutschland.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Da sein Heimatplanet kurz vor der Vernichtung durch ein schwarzes Loch steht, schicken seine Eltern Megamind als Säugling in einem Raumschiff fort. Auf dem Nachbarplaneten ereilt Metro Man das gleiche Schicksal. Beide landen auf der Erde in Metro City und wachsen unter völlig unterschiedlichen Umständen auf. Metro Man wird von einem wohlhabenden Paar adoptiert und entwickelt sich zu einem Superhelden mit übermenschlichen Fähigkeiten. Megamind wächst in einem Gefängnis zu einem Superschurken mit außergewöhnlicher Intelligenz auf. Unterstützt wird er dabei von seinem treuen Gehilfen Minion, einem Fisch mit einem gorillähnlichen Roboterkörper.

Lange Jahre bekämpfen sich die beiden stets nach dem gleichen Schema: Megamind bricht aus dem Gefängnis aus, entwirft einen teuflischen Plan, entführt die attraktive Reporterin Roxanne und wird von Metro Man besiegt. Eines Tages jedoch lockt er Metro Man in eine Sternwarte, um einen gebündelten Lichtstrahl auf ihn abzufeuern. Scheinbar hemmt die kupferne Kuppel Metro Mans Superkräfte und der Lichtstrahl verbrennt ihn bis auf die Knochen. Nun ist Metro City in Megaminds Hand, doch ohne Gegenspieler langweilt er sich bald. Er fasst den Entschluss, aus den DNA-Spuren von Metro Man einen neuen Superhelden zu schaffen. Eher zufällig wird der trottelige Kameramann Hal, der in Roxanne verliebt ist, zum vermeintlichen Metro-Man-Nachfolger. In Verkleidung mimt er Hals Mentor und gibt ihm den Namen „Titan“, den dieser als „Tighten“ (deutsch: „festziehen“) missversteht. Dieser entpuppt sich jedoch als Egoist, der lieber selbst Verbrechen begeht als sie zu bekämpfen.

Zugleich entdeckt Megamind seine Zuneigung zu Roxanne, der er sich in Verkleidung annähert und dabei ihr Herz gewinnt. Als Tighten dies entdeckt, terrorisiert er die Stadt und will Megamind töten. Nun liegt es an Megamind selbst in die Rolle des Helden zu schlüpfen. Mit Hilfe von Roxanne und Minion kann er schließlich Tighten die Superkräfte wieder entziehen und wird von der Bevölkerung als neuer Superheld gefeiert.

Synchronisation[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rolle Originalsprecher Deutsche Sprecher
Megamind Will Ferrell Bastian Pastewka
Minion David Cross Oliver Kalkofe
Roxanne Ritchi Tina Fey Vera Teltz
Metro Man/Music Man Brad Pitt Oliver Welke
Bernard Ben Stiller Oliver Rohrbeck
Hal Stewart/Titan/Tighten Jonah Hill Tobias Müller
Megaminds Vater Justin Theroux Peter Flechtner
Megaminds Mutter Jessica Schulte Debora Weigert
Lord Scott / Gefangniswärter Tom McGrath Bernd Vollbrecht
Lady Scott Emily Nordwind Denise Gorzelanny
Warden, Gefängnisdirektor J.K. Simmons Roland Hemmo
Gefangniswärter Christopher Knights Daniel Gärtner
Bürgermeister Stephen Kearin Lutz Schnell
Junger Vater Mike Mitchell Sebastian Schulz

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Startwochenende spielte die 130 Millionen US-Dollar teure Produktion bereits 46 Millionen US-Dollar ein. Insgesamt beliefen sich die weltweiten Einnahmen auf fast 322 Millionen US-Dollar, davon etwa 4,4 Millionen in Deutschland. Damit belegt der Film Platz 14 auf der Liste der Dreamworks-Computeranimationsfilme. Gleichzeitig ist er der größte internationale Erfolg der Hauptdarsteller Will Ferrell und Tina Fey.

Soundtrack[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Soundtrack des Films wurde überwiegend von Hans Zimmer und Lorne Balfe komponiert.

  1. Giant Blue Head von Hans Zimmer und Lorne Balfe
  2. Tightenville (Hal’s Theme) von Hans Zimmer und Lorne Balfe
  3. Bad to the Bone von George Thorogood und the Destroyers
  4. Stars und Tights von Hans Zimmer und Lorne Balfe
  5. Crab Nuggets von Hans Zimmer und Lorne Balfe
  6. A Little Less Conversation (Junkie XL Remix) von Elvis Presley
  7. Mel-On-Cholly von Hans Zimmer und Lorne Balfe
  8. Ollo von Hans Zimmer und Lorne Balfe
  9. Roxanne’s Theme von Hans Zimmer und Lorne Balfe
  10. Alone Again von Gilbert O’Sullivan
  11. Drama Queen von Hans Zimmer und Lorne Balfe
  12. Rejection in the Rain von Hans Zimmer und Lorne Balfe
  13. Lovin’ You von Minnie Riperton
  14. Black Mamba von Hans Zimmer und Lorne Balfe
  15. Game Over von Hans Zimmer und Lorne Balfe
  16. I’m the Bad Guy von Hans Zimmer und Lorne Balfe
  17. Evil Lair von Hans Zimmer und Lorne Balfe

Weitere Titel im Film sind:

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde überwiegend positiv aufgenommen. Rotten Tomatoes verzeichnet eine positive Wertung von 72 %, basierend auf 156 Kritiken.[3]

„Megamind ist eine sehr gelungene Superheldenpersiflage, die den Spieß umkehrt und den Bösewicht in den Mittelpunkt rückt. Der Unterhaltungswert ist hoch, die Actionszenen gelungen und speziell zu Beginn funktioniert alles herausragend. Etwas schade ist jedoch, dass das letzte Drittel arg konventionell geworden ist. Am durchgehend recht hohen Spaßfaktor ändert aber auch das nichts.“

filmering.at[4]

„Trotz des gewohnt kindischen und manchmal nervigen Humors überrascht das Animationswerk mit einer für das Kassen-trächtige Genre ungewohnt komplexen Geschichte, die bereitwillig Haken schlägt. Selbstredend wird im Film aus dem reichen Fundus der Strumpfhosen-Helden geschöpft: Die Macher zitieren BATMAN und SUPERMAN gebührend. Musikalisch wird auf ganz dicke Hose gemacht.“

bummelkino.de[5]

„Die Geschichte ist endlich mal etwas anderes, der Schwenk vom Bösewicht zum braven Weltenretter ist genial inszeniert. Die Zeichnungen und Animationen sind der Hammer, langsam geht diese Art der Filme in Richtung Realismus. Alleine die Regenszene in der Stadt ist der Wahnsinn. Die Gags zünden und auch die verschiedenen Charaktere sind liebe- und humorvoll gestaltet.“

sofahelden.com[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Megamind – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Megamind. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, November 2010 (PDF; Prüf­nummer: 125 119 K).
  2. Alterskennzeichnung für Megamind. Jugendmedien­kommission.
  3. Sammlung von Kritiken zu Megamind bei Rotten Tomatoes (englisch)
  4. Kritik filmering.at
  5. Bummelkino.de Kritik
  6. sofahelden.de Kritik sofahelden.com