Megan Rapinoe

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Megan Rapinoe

Rapinoe vor dem Spiel gegen
Kanada am 17. September 2011

Informationen über die Spielerin
Voller Name Megan Anna Rapinoe
Geburtstag 5. Juli 1985
Geburtsort Redding, KalifornienUSA
Größe 170 cm
Position Mittelfeld
Vereine in der Jugend
2004–2008 Portland Pilots
Vereine als Aktive
Jahre Verein Spiele (Tore)1
2002–2005
2009–2010
2011
2011
2012
2013–
2013
2013–2014
Elk Grove Pride
Chicago Red Stars
Philadelphia Independence
magicJack
Seattle Sounders Women
Seattle Reign FC
Olympique Lyonnais (Leihe)
→ Olympique Lyonnais (Leihe)
(25)
38 0(3)
4 0(1)
10 0(2)
2 0(0)
21 0(9)
[1]6 0(2)
8 0(3)
Nationalmannschaft2
2002
2003
2004
2006–
U-16
U-19
U-20
USA

21 0(9)

103 (31)
1 Angegeben sind nur Liga-Spiele.
Stand: Saisonende 2014
2 Stand: 8. Juni 2015

Megan Anna Rapinoe (* 5. Juli 1985 in Redding, Kalifornien) ist eine US-amerikanische Fußballspielerin. Sie spielt für den Seattle Reign FC in der NWSL und für die US-amerikanische Nationalmannschaft.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Rapinoe begann mit dem Fußballspielen während ihres Studiums an der University of Portland. Zuvor hatte sie in den U-12- und U-14-Mannschaften der Portland Mavericks gespielt, ehe sie zu Elk Grove United wechselte. Von 2004 bis 2008 spielte sie für die Portland Pilots, mit denen sie 2005 die NCAA-Meisterschaft gewann. Obwohl sie mehrere Knieverletzungen erlitt, gehörte sie zu den besten offensiven Mittelfeldspielerinnen der Pilots mit einer hohen Torquote und wurde für mehrere Auszeichnungen nominiert. Beim Start der WPS spielte sie für Chicago Red Stars.

Rapinoe durchlief mehrere US-Jugendmannschaften. Sie nahm an der CONCACAF U-19-Meisterschaft der Frauen 2004 teil, bei der das US-Team den zweiten Platz belegte und sich für die U-19-WM qualifizierte. Sie erzielte dabei in drei Spielen drei Tore. Bei der U-19-Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2004 in Thailand, bei der das US-Team den dritten Platz belegte, kam sie in fünf Spielen zum Einsatz und erzielte drei Tore.

Drei Wochen nach ihrem 21. Geburtstag bestritt sie am 26. Juli 2006 gegen Irland ihr erstes A-Länderspiel, das erste Länderspieltor folgte am 1. Oktober 2006 gegen Taiwan, als sie in der 79. Minute das 9:0 erzielte und drei Minuten später das Tor zum 10:0-Endstand. Nach der Rückkehr zu ihrem College-Team erlitt sie einen Kreuzbandriss, wodurch sie bis 2009 zu keinen weiteren Einsätzen kam. Beim Algarve-Cup 2009 gehörte sie zur Mannschaft, die im Endspiel im Elfmeterschießen gegen Schweden verlor.

Sie kam erst am 22. Mai 2010 wieder zum Einsatz, als sie beim 4:0 gegen Deutschland in der 69. Minute für Rekordnationalspielerin Kristine Lilly eingewechselt wurde. Beim CONCACAF Women’s Gold Cup 2010 bestritt sie drei Spiele, erzielte zwei Tore und bestritt auch beide Playoff-Spiele gegen Italien, wobei sie im Rückspiel die Vorlage zum 1:0-Siegtreffer durch Amy Rodriguez gab.[2] 2011 kam sie in neun von zehn Spielen zum Einsatz, u. a. bei den Siegen im Vier-Nationen-Turnier und Algarve-Cup.

Rapinoe im Dress von Olympique Lyon.

Sie gehörte zum Kader der USA für die Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland.[3] Beim ersten WM-Spiel gegen Nordkorea wurde sie in der 79. Minute beim Stand von 2:0 eingewechselt. Im zweiten WM-Spiel gegen Kolumbien erzielte sie in der 50. Minute das Tor zum 2:0.[4] Im Viertelfinale gegen Brasilien, das die USA nach einem 2:2 n.V. mit 5:3 im Elfmeterschießen gewannen, schlug sie die Flanke zum Ausgleichstor von Abby Wambach und war im Elfmeterschießen als vierte US-Schützin erfolgreich. Im Halbfinale gegen Frankreich wurde sie in der 65. Minute eingewechselt. In der 82. Minute gab die die Vorlage zum Tor zum 3:1-Endstand durch Alex Morgan. Im Finale stand sie in der Startelf und machte insbesondere über die linke Seite viel Druck. In der 69. Minute schickte sie mit einem langen Pass aus der eigenen Hälfte Alex Morgan, die diesen aufnahm und den 1:0-Führungstreffer erzielte. Da die Japanerinnen sowohl diesen als auch den erneuten Führungstreffer durch Wambach ausglichen, kam es zum Elfmeterschießen, das Japan mit 3:1 gewann. Da Rapinoe in der 114. Minute ausgewechselt worden war, kam sie beim Elfmeterschießen nicht zum Einsatz.

2011 spielte sie in der WPS für Philadelphia Independence, erhielt dann einen Kontrakt für die mittlerweile aufgelösten magicJack und wechselte anschließend zu Seattle Sounders Women.[5]

Rapinoe gehörte zum US-Kader für das Olympische Fußballturnier 2012 und wurde in allen Spielen eingesetzt. Im Halbfinale gegen Kanada, das mit 4:3 nach Verlängerung gewonnen wurde, glich sie zweimal die Führung der Kanadierinnen aus, wobei sie beim 1:1 einen Eckball direkt verwandelte.[6] Durch einen 2:1-Finalsieg über Japan gewann sie mit dem US-Team ihre erste Goldmedaille.

Am 9. Januar 2013 unterschrieb sie einen Halbjahresvertrag beim dreimaligen UEFA Women’s Champions League Gewinner Olympique Lyon,[7] obwohl sie zeitgleich vom US-amerikanischen Fußballverband (USSF) der NWSL-Franchise Seattle Reign FC zugewiesen worden war. Am 2. Februar 2013, dem 15. Spieltag der Division 1 Féminine gab sie ihr Debüt für Olympique Lyon[8] und erzielte einen Spieltag später am 23. Februar 2013 ihr erstes Ligator gegen EA Guingamp.[9] Nach Ende der europäischen Saison schloss sie sich im Juni 2013 absprachegemäß dem Seattle Reign FC an und kehrte zur Saison 2013/14 wiederum auf Leihbasis nach Lyon zurück. Ihre ursprünglich für nach Saisonende angedachte Rückkehr in die USA wurde im Januar 2014 sofort vollzogen.[10]

Rapinoe wurde auch für die WM 2015 nominiert und erzielte im ersten Spiel gegen Australien das erste Tor sowie das Tor zum 2:1 (Endstand 3:1) und wurde als Spielerin des Spiels ausgezeichnet.[11]

Privates[Bearbeiten]

Im Juli 2012 bekannte sie sich öffentlich zu ihrer Homosexualität und ihrer Lebensgefährtin, der australischen Fußballnationalspielerin Sarah Walsh.[12] Anschließend wurde sie mit dem Board of Director's Award der Los Angeles Gay and Lesbian Center ausgezeichnet.[13]

Ihre Zwillingsschwester Rachael Rapinoe spielte ebenfalls für Portland Fußball und spielte für UMF Stjarnan in der UEFA Women’s Champions League.[14]

Erfolge[Bearbeiten]

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • Soccer Times National Freshman of the Year, WCC Freshman of the Year und NSCAA First Team All-America 2005
  • West Coast Conference Player of the Year 2008
  • Nominiert für das WPS All-Star Team 2009

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Megan Rapinoe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Footofeminin.fr - Megan Rapinoe - Championnat de France
  2. U.S. Women Qualify For 2011 FIFA Women’s World Cup with 1-0 Victory Against Italy in Chicago
  3. 2011 FIFA Women's World Cup Roster. Archiviert vom Original am 14. Mai 2011, abgerufen am 26. August 2014 (englisch).
  4. FIFA.com: USA machen Traumstart perfekt
  5. Olympique Lyonnais Féminin, Interview with Megan Rapinoe
  6. FIFA.com: U.S.-Girls stehen nach Krimi im Finale
  7. Lyon sign Rapinoe and Ohno – UEFA.com
  8. Footofeminin.fr - Championnat de France de D1 2012-2013 - 15e journee - Lyon-Juvisy 2-0
  9. Footofeminin.fr - Championnat de France de D1 2012-2013 - 16e journee - Guingamp-Lyon 1-5
  10. Jeff Kassouf: Megan Rapinoe to play full 2014 season with Seattle Reign; Lyon contract terminated, equalizersoccer.com (englisch). Abgerufen am 20. Januar 2014.
  11. USA - Australien 3-1
  12. Dorothy Snarker: Megan Rapinoe comes out, officially, to OUT. After Ellen. 3. Juli 2012. Archiviert vom Original am 7. Juli 2012. Abgerufen am 7. Juli 2012.
  13. Megan Rapinoe: Don't Expect Barriers to be Broken until more People Come Out. On Top magazine. 15. November 2012. Abgerufen am 15. November 2012.
  14. American player gets a star. Sport.is. Abgerufen am 17. September 2012.