Mehmet Öz

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Mehmet Öz (2008)

Mehmet Cengiz Öz (* 11. Juni 1960 in Cleveland, Ohio) ist ein türkischstämmiger US-amerikanischer Kardiologe und Fernsehmoderator. Anfänglich erlangte Öz in der Oprah Winfrey Show als Gesundheitsexperte landesweite Bekanntheit. Später wurde er Moderator der Dr. Oz Show, einer pseudowissenschaftlichen Show, die sich mit dem Thema Gesundheit und Ernährung beschäftigt und sich vornehmlich an Frauen im mittleren Alter widmet.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft und akademische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öz wurde 1960 als Kind von Suna und Mustafa Öz in Cleveland geboren. Seine Eltern entstammen aus Konya, einer türkischen Stadt in Zentralanatolien und wanderten im Jahre 1955 in die Vereinigten Staaten aus.[1]

Nach seinem High-School-Abschluss an der Tower Hill School in Wilmington, Delaware,[2] erwarb er 1982 seinen Bachelor-Abschluss in Biologie an der Harvard University[3] und im Jahr 1986 den amerikanischen Doctor of Medicine (MD) sowie den Master in Business Administration (MBA) an der University of Pennsylvania, School of Medicine und an der Penn’s Wharton School.[4] Er feierte einige sportliche Erfolge im Hochschulsport, insbesondere im American Football und Wasserball.[5]

Im Jahr 2001 übernahm Öz einen Lehrstuhl der Fakultät für Chirurgie an der Columbia University in New York.[6]

Wirken im Fernsehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunächst war Mehmet Öz als Nebenfigur in der Oprah Winfrey Show tätig und erschien fünf Jahre lang als Gesundheitsexperte an der Seite Winfreys. 2009 begann Öz, mithilfe von Sony Pictures Television, seine eigene Show namens Dr. Oz Show für das amerikanische Fernsehen zu produzieren.[7]

Die Show wurde Opfer scharfer Kritik. So wurde die Sendung oftmalig als wissenschaftlich nicht fundiert oder zu pseudowissenschaftlich angesehen, da bestimmte, nicht erwiesene Effekte von Öz als reale Erkenntnisse bezeichnet wurden.[8] Insbesondere war dies im Bereich der Gewichtsreduktion der Fall, da Öz hier teilweise auch eigene Produkte vertreibt.[9][10]

Hierdurch stellten wegen der vorgeworfen Pseudowissenschaft einige renommierte Ärzte aus den Vereinigten Staaten die Professur von Öz an der Columbia University in Frage.[11]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Faces of America: Dr. Mehmet Oz. In: Faces of America series. 2010, abgerufen am 6. April 2019 (englisch).
  2. Exit Interview: Dr. Oz. In: Philadelphia Magazine. 30. Oktober 2009, abgerufen am 6. April 2019 (amerikanisches Englisch).
  3. Mehmet C. Oz: Executive Profile & Biography - Bloomberg. Abgerufen am 6. April 2019.
  4. The Great and Powerful Dr. Oz | The New York Observer. 20. Oktober 2007, abgerufen am 6. April 2019.
  5. WKEF ABC22 :: ABC - Dr. Oz. 4. Juli 2010, abgerufen am 6. April 2019.
  6. Surgery Faculty Listing | Columbia University Department of Surgery. Abgerufen am 6. April 2019.
  7. Watch Dr. Oz Get Ready for His 1,000th Episode. Abgerufen am 6. April 2019 (englisch).
  8. Dr. Oz and Montel Williams on Whether Marijuana Can Treat Opioid Addiction. 22. September 2017, abgerufen am 6. April 2019 (englisch).
  9. Senators scold Dr. Oz for weight-loss scams. Abgerufen am 6. April 2019 (englisch).
  10. Dr. Oz gets scolded by senators over weight loss scams. 24. März 2015, abgerufen am 6. April 2019 (amerikanisches Englisch).
  11. Debra Goldschmidt CNN: Doctors want Mehmet Oz to resign position at Columbia. Abgerufen am 6. April 2019.