Mehring (Mosel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Mehring
Mehring (Mosel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Mehring hervorgehoben
Koordinaten: 49° 48′ N, 6° 50′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Trier-Saarburg
Verbandsgemeinde: Schweich an der Römischen Weinstraße
Höhe: 130 m ü. NHN
Fläche: 22,3 km2
Einwohner: 2317 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 104 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54346
Vorwahl: 06502
Kfz-Kennzeichen: TR, SAB
Gemeindeschlüssel: 07 2 35 083
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Brückenstraße 26
54338 Schweich
Webpräsenz: www.mehring.org
Ortsbürgermeister: Jürgen Kollmann (CDU)
Lage der Ortsgemeinde Mehring im Landkreis Trier-Saarburg
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Mehring an der Mosel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Trier-Saarburg in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Schweich an der Römischen Weinstraße an. Mehring ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehring auf einer Ansichtskarte von 1976
Mehring mit Moselbrücke um 1950

Am 17. März 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Lörsch eingemeindet.[3]

Zum Ortsteil Mehring gehören auch die Wohnplätze Jagdhaus Ginsterheld, Landhaus Eller, Mehringer Berg, Mehringer Schweiz, Neu-Mehring und Schleicherberg.[4]

Herkunft des Ortsnamens[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele alte Siedlungen an der Mosel sind römischen Ursprungs. Zeugnisse dieser Wurzeln sind neben den mannigfachen Grabungsfunden aus dieser Zeit die Namensgebungen der einzelnen Dörfer und Ortschaften. Häufig gab es Zusammensetzungen aus einem römischen Männernamen und der für gallo-römische Siedlungsstellen üblichen Endung iacum. Mit diesem Suffix wurden im römischen Gallien Latifundien nach deren erstem Besitzer benannt. Im Falle von Mehring handelte es sich wohl um einen Römer namens Marinus. Also dürfte die ursprüngliche Namensgebung der gallo-römischen Ansiedlung Mariniacum gewesen sein. Übersetzen lässt sich dies mit Hof des Marinus. Im 8. Jahrhundert erschien dann zum ersten Mal die Ortsbezeichnung „Marningum“. Im Verlauf des Mittelalters tauchten unterschiedliche Schreibweisen auf. Das Prümer Urbar weist alleine fünf auf, darunter im Jahre 1295 erstmals die Form „Mehring“. Diese Schreibweise etablierte sich aber erst ab dem 16. Jahrhundert allmählich. So gab es noch bis ins 19. Jahrhundert Abweichungen dieser heute gültigen morphophonemischen Orthographie, so etwa „Mehringk“ (1569) oder „Mähring“ (1805).[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Mehring bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 918
1835 1.438
1871 1.547
1905 1.519
1939 1.741
Jahr Einwohner
1950 1.774
1961 1.825
1970 1.970
1987 1.894
2005 2.203

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Mehring besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Ortsgemeinderat:[6]

Wahl SPD CDU FWG* WGR Gesamt
2014 2 8 4 2 16 Sitze
2009 2 7 5 2 16 Sitze
2004 2 6 7 1 16 Sitze

* FWG = Freie Wählergruppe Mehring e. V.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1991 besteht eine Gemeindepartnerschaft mit der belgischen Gemeinde Linter.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf der Gemarkung von Mehring stand an der Römerstraße eine Villa rustica, die als Rekonstruktion besichtigt werden kann. Über den Originalresten wurde der Portikusbereich nachgebaut.

Am Nordrand der Gemeinde befindet sich an der Goldkuppstraße der römische Qanat von Mehring (Tunnelwasserleitung).

Im Ortsteil Lörsch wurden Reste einer ausgedehnten römischen Bauanlage ausgegraben, die sich auf etwa 600 m entlang des Moselufers erstreckte.

In einer Weinbergsmauer sind noch dort eingebaute Quader eines römischen Grabdenkmals zu sehen.

Links der Mosel spezialisierte man sich auf den flachen Hängen schon im Mittelalter mit dem Weinbau, während die rechte Moselseite eher der Land- und Viehwirtschaft diente. Die landwirtschaftliche Nutzung brachte dem Weideland den Namen „Kühstantinopel“ ein. Am noch bestehenden Fährturm setzte man mit der Fähre über die Mosel, bis die neue Brücke gebaut war.

Das Landwehrkreuz aus dem späten 19. Jahrhundert, ein beliebtes Wanderziel, steht an der höchsten Erhebung der Mehringer Moselberge.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Mehring

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • SV Mehring
  • Winzerkapelle Mehring
  • St. Sebastianus Schützenbruderschaft 1636 Mehring
  • Winzertanzgruppe Mehring
  • MTB Club Mehring

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mehring ist erheblich geprägt vom Weinbau und mit 237 Hektar bestockter Rebfläche nach Piesport, Zell, Leiwen, Konz und Neumagen-Dhron fünftgrößte Weinbaugemeinde der Mosel. Es wird traditionell überwiegend Riesling angebaut. Der Weinbau bildet außerdem die Grundlage für den Tourismus, der ebenfalls einen bedeutenden Wirtschaftszweig darstellt. Schwerpunkte bilden dabei der Rad- und Wandertourismus. So liegt Mehring unter anderem am Mosel-Radweg und wird von dem 2014 eröffneten Moselsteig angebunden.[8]

Weinlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Mehringer Blattenberg
  • Mehringer Goldkupp
  • Mehringer Zellerberg

Großlage: Sankt Michael

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gemeindebüro, Touristinformation, Wein- und Heimatmuseum
  • Kindergarten, Grundschule, Sportplatz, Turnhalle

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weiterführende Informationen in den
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Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (= Statistische Bände. Band 393). Bad Ems 2006, S. 187 (online; PDF; 2,6 MB [abgerufen am 10. Oktober 2015]).
  4. Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Januar 2010, S. 78, abgerufen am 10. Oktober 2015 (PDF; 2,3 MB).
  5. Hoffmann, Joachim; Scheit Stefanie: Das Wein- und Heimatmuseum Mehring. 1998
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Bericht zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft, Trierischer Volksfreund
  8. Moselsteig Etappe 7. Tourenplaner Rheinland-Pfalz. Abgerufen am 16. Dezember 2014.