Meißner Fummel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Meißner Fummel

Die Meißner Fummel g.g.A. ist ein Feingebäck mit geschützter Herkunftsbezeichnung aus Meißen. Seine urkundlich erste Erwähnung liegt im Jahr 1747, in dem aus der Stadt Meißen ein Gebäck mit dem Namen Fommel niedergelegt ist. Verkauft werden die Fummel in Meißen heute noch.

Form und Inhalt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das EU-Siegel geschützte geografische Angabe gemäß Verordnung (EWG) Nr. 628/2008 der Europäischen Kommission

Es handelt sich um einen Hohlkörper aus sehr dünnem, einfachen Teig. Die Form entspricht der eines unregelmäßigen runden „Ballons“. Das Gebäck ist äußerst spröde und daher zerbrechlich. Meißner Fummeln haben keinen besonderen Geschmack und wegen der nur hauchdünnen Teigschale um die innen befindliche Luft besitzen sie keinen nennenswerten Nährwert.

Herstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fummel wird aus einem einfachen Nudelteig hergestellt, der hauchdünn ausgerollt wird. Diese Teigplatten werden mit Eigelb bestrichen, damit sie nicht verkleben. Nach dem Zusammenschlagen wird das Innere leicht aufgeblasen und gebacken.

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

„Es heißt, August der Starke habe schon die hauchdünnen Fummel anfertigen lassen. Denn zwischen Dresden und Meißen verkehrten regelmäßig sächsische Kuriere, die das Meißner Porzellan transportierten und es zu oft zerbrachen, da sie dem Meißner Wein sehr zugetan waren. Daraufhin befahl der Kurfürst der Bäckerzunft zu Meißen, ein leicht zerbrechliches Gebäck herzustellen. Fortan mussten sie die Fummel auf ihrem Weg bei sich tragen und bei Ankunft unversehrt vorzeigen.“[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Eduard Schmidt: Kursächsische Streifzüge. Baensch, Dresden 1924. Band III: Meißen und Lommatzscher Pflege.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Meißner Fummel – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Meißner Fummel. In: sachsen.de. www.landwirtschaft.sachsen.de, abgerufen am 15. Dezember 2015.