Mein Freund Joe

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Drama
TitelMein Freund Joe
OriginaltitelMy Friend Joe
Produktionsland Deutschland, Irland, Großbritannien
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1996
Länge 101 oder 102 Minuten
Altersfreigabe FSK 6[1]
Stab
Regie Chris Bould
Drehbuch David Howard
Produktion Gerhard Schmidt
Musik Ronan Hardiman
Kamera Michael Faust
Schnitt Rodney Holland
Besetzung

Mein Freund Joe (englischer Titel: My Friend Joe) ist ein Film aus dem Jahr 1996 unter der Regie von Chris Bould mit Schuyler Fisk und John Cleere in den Hauptrollen. Der Film basiert lose auf dem Roman Jan, mein Freund welcher 1985 von den schwedischen Autor Peter Pohl geschrieben wurde.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weil er eine Mutprobe verweigert hat, wird Chris von seinen Kameraden gehänselt. Dann taucht eines Tages der mutige Joe auf, der die Kameraden von Chris in den Schatten stellt. Mit ihm versteht sich Chris auf Anhieb gut. Doch schon bald stellt sich heraus, dass Joe in Wirklichkeit ein Mädchen namens Joanne ist, das als Hochseilartistin in einem Wanderzirkus arbeitet. Joe wird von ihrem Onkel Curt dazu gezwungen, sich wie ein Junge zu kleiden und zu benehmen. Die Freundschaft der beiden wird auf eine harte Probe gestellt.

Hintergrund[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mein Freund Joe wurde zwischen dem 3. Juli und dem 10. August 1995 in Dublin und Köln gedreht und kam am 29. August 1996 in die deutschen Kinos.[1]

Rezeption[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Lexikon des internationalen Films beurteilt Mein Freund Joe als einfühlsam und „ebenso spannend wie vielschichtig erzählt“.[2] Auch Cinema verwendet das Wort „einfühlsam“ und fügt hinzu, dass die Kinderbuchverfilmung „auch Erwachsene in ihren Bann“ ziehe. Die Kritik kommt zu dem Fazit „Aufregend-sensibler Film über die Freundschaft“.[3] Die Jury der Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW) fand „die differenzierte Darstellung von Pubertätskonflikten“ außerordentlich gelungen und zeigte sich überzeugt von dem „ruhige[n] Erzählduktus“ und der „psychologische[n] Vertiefung der Geschichte des böse gewordenen Onkels wirkt“.[4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Beim Kinderfilmfest der Berlinale 1996 als bester Film ausgezeichnet.[3] Der Film erhielt zudem das Prädikat Besonders wertvoll der Deutschen Film- und Medienbewertung.[4]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Mein Freund Joe. In: filmportal.de. Deutsches Filminstitut, abgerufen am 10. September 2019.
  2. Mein Freund Joe. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 10. September 2019.Vorlage:LdiF/Wartung/Zugriff verwendet 
  3. a b Mein Freund Joe. In: Cinema. Hubert Burda Media, abgerufen am 10. September 2019.
  4. a b Mein Freund Joe. In: FBW. Abgerufen am 10. September 2019.