Mein Lehrer, der Krake

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Film
Deutscher TitelMein Lehrer, der Krake
OriginaltitelMy Octopus Teacher
Produktionsland Südafrika
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2020
Länge 85 Minuten
Stab
Regie Pippa Ehrlich,
James Reed
Drehbuch Pippa Ehrlich,
James Reed
Produktion Craig Foster
Musik Kevin Smuts
Kamera Roger Horrocks
Schnitt Pippa Ehrlich,
Dan Schwalm
Besetzung

Craig Foster

Mein Lehrer, der Krake ist ein südafrikanischer Dokumentarfilm aus dem Jahr 2020. Der Film wurde von Netflix produziert und dort auch am 4. September 2020 veröffentlicht. Regie führten James Reed und Pippa Ehrlich. Im Fokus steht Craig Foster.

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Filmemacher beschließt eines Tages, dass er etwas in seinem Leben ändern muss, und fängt an zu tauchen. In einem Algenwald vor der Küste Südafrikas begegnet er einem Oktopus-Weibchen, das ihn sofort in seinen Bann zieht. Zwischen den beiden entsteht eine ungewöhnliche Freundschaft und der faszinierende Meeresbewohner zeigt ihm jeden Tag aufs Neue die Wunder seiner einzigartigen Unterwasserwelt.

Hintergrund und Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dagny Lüdemann machte darauf aufmerksam, dass der Film das Denken über den Oktopus auch als Speise ändern werde. Inhaltlich drehe es sich um einen Menschen, der einen Burnout erlebt und nach einem neuen Lebensweg sucht. So war Craig Foster ein erfolgreicher Tierfilmer, der mit seinem Bruder eine Produktionsfirma in Kapstadt gründete und fürs Kino, National Geographic oder den Discovery Channel drehte. 2010 erlebte er dann einen Zusammenbruch.[1]

Bernd Graff erklärte den Film zu einem Bankrott für das Tierfilmgenre, denn es drehe sich nicht um die Tiere, sondern den scheiternden Menschen.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Film wurde 2021 für den Oscar in der Kategorie Bester Dokumentarfilm nominiert.[3] In der gleichen Kategorie auch für den BAFTA Film Award und den Eddie Award der American Cinema Editors. In zwei Kategorien wurde er 2020 bei den Critics’ Choice Documentary Awards ausgezeichnet.

„My Octopus Teacher“ räumte in diesem Jahr so ziemlich alles an Preisen und Awards ab, was die Tierdokumentations-Branche an Auszeichnungen zu vergeben hat: Den „Critics’ Choice“-Kritikerpreis für Dokumentarfilme in fünf Kategorien, darunter „Bester Film“, das „Best Feature“ beim EarthX-Filmfestival. Vor allem aber – und auch hier zu weiteren Kategoriepreisen dazu – den „Grand Teton Award“ bei den „Jackson Wild Media Awards“. Eine Art Oscar für Tierdokumentationen. „ZDF Enterprises“ hat mitproduziert.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dagny Lüdemann: "My Octopus Teacher": Verliebt in einen Oktopus. In: Die Zeit. 29. September 2020, abgerufen am 17. März 2021.
  2. a b Bernd Graff: Netflix-Doku „My Octopus Teacher“. In: Süddeutsche Zeitung. Abgerufen am 17. März 2021.
  3. Mein Lehrer, der Krake | Film 2020. In: Moviepilot. Abgerufen am 17. März 2021.