Meinungsbildung

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Meinungsbildung ist ein Begriff aus Soziologie und Psychologie, der die Vorgänge bezeichnet, die zu Entscheidungen führen, wie etwa politischen Entscheidungen oder Kaufentscheidungen. Dabei ist die Frage im Vordergrund, welche Meinungen Einfluss haben, zum Beispiel ob es sich um freiheitliche und individuelle oder durch Macht gelenkte Prozesse handelt. Eine vorherrschende Meinung wird auch öffentliche Meinung genannt.

Historisch steht der Begriff Meinungsbildung im Zusammenhang mit Meinungsfreiheit und Mündigkeit als Bildungsidealen der Aufklärung, deren Gefährdung etwa durch Medienmanipulation, Zensur, Propaganda oder Demagogie diskutiert wird. Den Wandel im 20. Jahrhundert hat etwa Jürgen Habermas in seiner Arbeit Strukturwandel der Öffentlichkeit (1962) interpretiert. – Empirisch wird die Meinungsbildung von der Meinungsforschung untersucht.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hans Mathias Kepplinger, Klaus Gotto, Hans-Bernd Brosius, Dietmar Haak: Der Einfluss der Fernsehnachrichten auf die politische Meinungsbildung. Alber, Freiburg im Breisgau 1989, ISBN 3-495-47676-8.
  • Holger Rust (Hrsg.): Europa-Kampagnen: Dynamik öffentlicher Meinungsbildung in Dänemark, Frankreich und der Schweiz. Facultas, Wien 1993, ISBN 3-495-47676-8.
  • Christoph Schelhammer, Raoul Steiger, Se-Sung Yoon: Politische Meinungsbildung in egozentrierten Netzwerken. Grin, Zürich 2009, ISBN 978-3-640-39635-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: Meinungsbildung – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen