Meister Arnold

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Der Entwurf zur Westfassade des Kölner Doms stammt möglicherweise von Meister Arnold

Meister Arnold († 1308) war nach Gerhard von Rile der zweite Kölner Dombaumeister. 1271 wurde er als neuer Domwerkmeister genannt,[1] als er gleichzeitig das Haus „Drachenfels“ in der Trankgasse Nr. 25 erwarb.[2] Während seiner Zeit konnten die ersten Altäre in den Chorkapellen eingerichtet werden. Ende des 13. Jahrhunderts wurden die ersten Fensterverglasungen eingesetzt.[3] Meister Arnold wird aufgrund von stilistischen Erwägungen der große Fassadenplan des Domes zugeschrieben.[4]

Er hatte einen Sohn Johannes aus erster Ehe, der sein Nachfolger wurde. Die Art seiner Maßwerke verrät, dass auch Arnold in Frankreich gelernt hat.[5]

Meister Arnold in der Jugendliteratur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Reihe "Tatort Geschichte" hat Fabian Lenk einen Ratekrimi mit dem Titel "Fluch über dem Dom" verfasst: Im Mittelpunkt dieses Krimis stehen Meister Arnold und seine Kinder Johannes und Klara: Beide Kinder interessieren sich sehr für den Baufortschritt des Kölner Doms; als ein Steinmetz blutende Steine mit der Aufschrift "Satan" findet: So beginnen Klara und Johannes als Detektive zu agieren und entdecken neben den Steinen den Zirkel Arnolds, den Johannes rasch einsteckt.Da viele Arbeiter einen Fluch über der Baustelle vermuten, verdächtigen sie den fliegenden Händler Winrich wegen seinen Buckels. Die Kinder können schnell den Verdacht aus dem Weg räumen. Bei den weiteren Ermittlungen der beiden Kinder entdecken sie einen Liebesbrief an ihre Mutter und einen nachgemachten Schlüssel ihres Vaters. Als bei einem weiteren Anschlag ein angesägtes Baugerüst zusammenbricht, finden die Kinder zusammen mit Winrich Arnolds Jacke und alle drei befürchten, dass jemand ihren Vater schädigen möchte. Da ein Schmied beim Gesicht des Verdächtigen Arnolds Gesicht vermutet, wird Arnold seines Amtes enthoben: Bei der Frage, wer dem Dombaumeister schaden wolle, kommt Arnold auf seine beiden Brüder Roland und Lambert, mit denen er die Kathedrale in Reims erbaut hat und mit denen er in einen heftigen Streit geraten ist. Schnell erhärtet sich der Verdacht auf Lambert, weil Roland weder lesen noch schreiben kann. Nachdem schließlich ein Anschlag auf die drei heiligen Könige mit der Aufschrift "Satan" verübt und dort der Bauplan des Dombaumeisters entdeckt wird, wird der Dombaumeister in den Kerker geworfen. Zu Hause entdecken die Kinder das Original des Bauplans und einen Fehler, den sie in der gefundenen Kopie des Planes entdeckt haben. So wird Arnold freigelassen und wieder zum Dombaumeister ernannt. Da die Familie einen weiteren Anschlag befürchtet, begeben sich Arnold und die Kinder in den Dom, worauf ein Feuer im Dom ausbricht. Dank Arnold und seiner Kinder kann der Täter Lambert schnell festgenommen werden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herbert Rode: Gerhardus. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 6, Duncker & Humblot, Berlin 1964, ISBN 3-428-00187-7, S. 272 (Digitalisat).
  2. Herbert Rode, Meister Arnold bereits 1271 Kölner Dombaumeister, in: Kölner Domblatt 21/22, 1963, S. 164; Ältere Angaben wie 1295 bis 1301 (Wilhelm Adolf Schmidt: Arnold von Köln. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 1, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 582.) oder ab 1280 (Max Hasak, Der Dom zu Köln, 1911, S. 79) sind damit hinfällig
  3. Paul Clemen, Der Dom zu Köln, 1938, S. 56.
  4. Marc Steinmann: Die Westfassade des Kölner Domes. Der mittelalterliche Fassadenplan F (Forschungen zum Kölner Dom 1), Köln, Verlag Kölner Dom, 2004. ISBN 978-3-922442-50-9. Abweichende Datierung (um 1360) bei Johann Josef Böker u.a.: Architektur der Gotik. Die Rheinlande. Ein Bestandskatalog der mittelalterlichen Architekturzeichnungen. Müry & Salzmann, Salzburg, 2013, Nr. 129. ISBN 978-3-99014-064-2.
  5. Max Hasak: Der Dom zu Köln, Berlin 1911, S. 83.