Meister Arnold

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Der Entwurf zur Westfassade des Kölner Doms stammt möglicherweise von Meister Arnold

Meister Arnold († 1308) war nach Gerhard von Rile der zweite Kölner Dombaumeister. 1271 wurde er als neuer Domwerkmeister genannt,[1] als er gleichzeitig das Haus „Drachenfels“ in der Trankgasse Nr. 25 erwarb.[2] Während seiner Zeit konnten die ersten Altäre in den Chorkapellen eingerichtet werden. Ende des 13. Jahrhunderts wurden die ersten Fensterverglasungen eingesetzt.[3] Meister Arnold wird aufgrund von stilistischen Erwägungen der große Fassadenplan des Domes zugeschrieben.[4]

Er hatte einen Sohn Johannes aus erster Ehe, der sein Nachfolger wurde. Die Art seiner Maßwerke verrät, dass auch Arnold in Frankreich gelernt hat.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Herbert Rode: Gerhardus. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 6, Duncker & Humblot, Berlin 1964, ISBN 3-428-00187-7, S. 272 (Digitalisat).
  2. Herbert Rode, Meister Arnold bereits 1271 Kölner Dombaumeister, in: Kölner Domblatt 21/22, 1963, S. 164; Ältere Angaben wie 1295 bis 1301 (Wilhelm Adolf Schmidt: Arnold von Köln. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 1, Duncker & Humblot, Leipzig 1875, S. 582.) oder ab 1280 (Max Hasak, Der Dom zu Köln, 1911, S. 79) sind damit hinfällig
  3. Paul Clemen, Der Dom zu Köln, 1938, S. 56.
  4. Marc Steinmann: Die Westfassade des Kölner Domes. Der mittelalterliche Fassadenplan F (Forschungen zum Kölner Dom 1), Köln, Verlag Kölner Dom, 2004. ISBN 978-3-922442-50-9. Abweichende Datierung (um 1360) bei Johann Josef Böker u.a.: Architektur der Gotik. Die Rheinlande. Ein Bestandskatalog der mittelalterlichen Architekturzeichnungen. Müry & Salzmann, Salzburg, 2013, Nr. 129. ISBN 978-3-99014-064-2.
  5. Max Hasak: Der Dom zu Köln, Berlin 1911, S. 83.