Melanie Huml

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Melanie Huml, MdL

Melanie Huml (* 9. September 1975 als Melanie Beck in Bamberg) ist eine deutsche Ärztin und Politikerin. Als Abgeordnete der CSU ist sie seit Oktober 2003 Mitglied des Bayerischen Landtags. Ab Oktober 2007 gehörte sie als Staatssekretärin der Bayerischen Staatsregierung an, zunächst im Kabinett Beckstein im Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen und von 2008 bis 2013 im Kabinett Seehofer I im Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit. Im Oktober 2013 wurde Huml im Kabinett Seehofer II Staatsministerin für Gesundheit und Pflege.

Ausbildung und Beruf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Huml wurde als Tochter des Studiendirektors Michael Beck und der Hausfrau Marianne Beck geboren. Nach dem Besuch der Grundschule in Hallstadt wechselte sie auf das Kaiser-Heinrich-Gymnasium Bamberg, das sie 1995 mit dem Abitur abschloss. Im Anschluss nahm sie an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ein Studium der Humanmedizin auf. In ihrem Praktischen Jahr arbeitete sie im Klinikum Bamberg und im Kantonalen Spital Grabs im Schweizer Kanton St. Gallen. Nach ihrem Dritten Staatsexamen im Jahr 2003 war sie als Ärztin im Praktikum wieder am Klinikum Bamberg. Seit dem 1. Oktober 2004 ist sie approbierte Ärztin.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Melanie Huml auf dem CSU-Parteitag 2015

Ihre politische Laufbahn begann Huml 1993 mit dem Beitritt zur Jungen Union (JU) im Kreisverband Bamberg-Land. Dort übernahm sie 2001 den Kreisvorsitz und wurde stellvertretende Bezirksvorsitzende der Jungen Union Oberfranken. Von 2003 bis 2011 war sie Mitglied im Landesausschuss der Jungen Union Bayern. In die CSU trat sie 2001 ein und ist dort seit 2003 Mitglied im Bezirksvorstand in Oberfranken. Seit 2005 ist sie Beisitzerin im Parteivorstand und seit 2011 im Präsidium der CSU.[1]

Ein erstes politisches Mandat übernahm sie im Kreistag des Landkreises Bamberg, in den sie nach den Kommunalwahlen im März 2002 als jüngstes Mitglied einzog. Ihm gehörte sie bis 2005 an. Bei den Landtagswahlen am 21. September 2003 errang sie als Zweitplatzierte auf der Liste der CSU für den Wahlkreis Oberfranken ein Mandat und zog erstmals in den Bayerischen Landtag ein. Dort gehörte sie bis zu ihrer Berufung in die Bayerische Staatsregierung dem Ausschuss für Sozial-, Gesundheits- und Familienpolitik an und war zudem Mitglied der Enquète-Kommission Jungsein in Bayern – Zukunftsperspektiven für die kommenden Generationen.

Im Oktober 2007 berief sie Ministerpräsident Günther Beckstein als Staatssekretärin im Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen in sein Kabinett. Von Mai 2008 bis April 2014 gehörte sie auch dem Stadtrat von Bamberg an. Seit der Landtagswahl 2008 vertritt sie den Stimmkreis Bamberg-Stadt.[2]

Im Oktober 2008 berief sie der neu gewählte Ministerpräsident Horst Seehofer als Staatssekretärin im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit in sein Kabinett.[3] 2011 wurde Huml in das CSU-Präsidium berufen. Im Oktober 2013 übernahm sie im Kabinett Seehofer II die Leitung des neu geschaffenen Bayerischen Staatsministeriums für Gesundheit und Pflege.[4]

Familie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Huml ist seit Mai 2005 mit dem Rechtsanwalt Markus Huml verheiratet und Mutter zweier Söhne (* 2012)[5] (* 2015).[6] Sie ist römisch-katholischer Konfession.[7]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Parteien: Neues CSU-Präsidium ist komplett. Focus Online. 16. Dezember 2013. Abgerufen am 22. September 2015.
  2. Oberfranken wählt Schwarz. Bayerischer Rundfunk. 15. September 2013. Abgerufen am 22. September 2015.
  3. Bayerns Kabinett: Seehofer verjüngt CSU-Führung radikal. Spiegel Online. 30. Oktober 2008. Abgerufen am 22. September 2015.
  4. Seehofers Kabinett: Das ist Bayerns neue Regierungsmannschaft. Augsburger Allgemeine. 10. Oktober 2013. Abgerufen am 22. September 2015.
  5. Melanie Huml wird Mutter – Staatssekretärin bringt Buben zur Welt. augsburger-allgemeine.de, 12. März 2012, abgerufen am 9. April 2015.
  6. Ministerin Huml wird zum zweiten Mal Mama. Augsburger Allgemeine. 31. Juli 2015. Abgerufen am 22. September 2015.
  7. Kurzvita Melanie Huml. csu-landtag.de, abgerufen am 9. April 2015.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Melanie Huml – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien